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Do., 28.03.2019

Paderborns Stürmer gerät in ein Unwetter – Schonlau spielt mit Maske Tekpeteys turbulenter Flug

Himmlischer Beistand hat geholfen: Bernard Tekpetey geriet beim Flug nach Gabun in ein Unwetter.

Himmlischer Beistand hat geholfen: Bernard Tekpetey geriet beim Flug nach Gabun in ein Unwetter. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Die Länderspielpause von Fußball-Zweitligist SC Paderborn bedeutete für die drei Nationalspieler Bernard Tekpetey (Ghana), Jamilu Collins (Nigeria) und Mohamed Dräger (Tunesien) doppelten Einsatz: Das Trio schloss nach jeweils zwei Partien am Mittwoch die Länderspielreisen ab und kehrt am Donnerstag nach Paderborn zurück.

Besonders turbulent war es für Tekpetey. Weniger sportlich, denn ein 0:0 gegen Gabun (Hinspiel: 4:0) reichte im Rückspiel, um auf dem Weg zum U23-Afrika-Cup (8. bis 22. November) eine weitere Hürde zu nehmen. Es war vielmehr die Anreise, die für viel Wirbel sorgte. Auf dem Flug nach Li­breville geriet die Maschine in ein Unwetter und konnte nicht landen. Erst nach zwei Stunden drehte der Pilot ab und kam in Douala (Kamerun) an.

Mehreren Medienberichten zur Folge soll der gesamte Kader bereits Gebete angestimmt haben. Erst nach einer weiteren Stunde hob das Flugzeug erneut ab und kam schließlich in Gabuns Hauptstadt an. »Wir haben Gabun sicher, aber verängstigt erreicht. Ein Dank an Gott für das glückliche Ende dieser Reise«, wird Ghanas Trainer Ibrahim Tanko zitiert, der einst für Borussia Dortmund und den SC Freiburg stürmte.

Fernziel Olympia

Tekpeteys Fernziel sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, dieser Weg führt aber nur über den U23-Afrika-Cup (mindestens Platz drei), und hier steht die letzte Quali-Runde am 5. Juni und 9. Juni an. Gegner ist dann Algerien.

Mit Jamilu Collins (Nigeria) und Mohamed Dräger (Tunesien) haben sich zwei SCP-Spieler als Gruppensieger für die Endrunde um den Afrika-Cup (21. Juni bis 19. Juli) in Ägypten qualifiziert. Am Dienstagabend absolvierten beide noch einmal Tests: Linksverteidiger Collins spielte auch gegen Rekordsieger Ägypten über die volle Distanz, siegte mit 1:0 (1:0) und ließ Nationaltrainer Gernot Rohr strahlen: »Das war ein großartiges Match für uns gegen einen der Topfavoriten beim Afrika-Cup.« Bei seinem dritten Einsatz für Tunesien stand Dräger im Test gegen Algerien (0:1) erstmals in der Startelf und wurde von Nationalcoach Alain Giresse nach 71 Minuten ausgewechselt.

Klement und Guéye wieder dabei

Wie die drei Auswahlkicker jetzt beim SCP eingesetzt werden, ließ Steffen Baumgart gestern offen. Mit Blick auf das Hammer-Programm (Samstag beim Dritten Union Berlin, Dienstag Pokal-Viertelfinale gegen den Hamburger SV) sagte Paderborns Trainer: »Sie trainieren zunächst nicht, sie regenerieren nur. Das Fußballspielen werden sie so schnell nicht verlernen, deshalb müssen wir jetzt alles versuchen, die Jungs wieder frisch zu bekommen.«

Sebastian Schonlau (Nasenbeinbruch) wird in Berlin mit einer Carbon-Maske spielen, Philipp Klement (Knieprellung) und Babacar Guéye (Zahn-OP) sind ebenfalls wieder einsatzfähig.

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