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Mo., 01.04.2019

SC Paderborn: Vertrag des 21-jährigen Rechtsverteidigers wird im Sommer nicht verlängert Boeders emotionale Abschiedstour

Lukas Boeder (links) überzeugt in Berlin.

Lukas Boeder (links) überzeugt in Berlin. Foto: imago

Berlin (WB/en). Lukas Boeder hat keinerlei Union-Vergangenheit und zeigte sich nach dem 3:1-Erfolg doch auch auffallend angefasst. »Ich bin nach dem Abpfiff etwas emotional geworden. Das kenne ich gar nicht von mir«, sagte der 21-Jährige und wusste doch genau, warum ihm so geschah.

Der Rechtsverteidiger befand sich im Zwiespalt der Gefühle. Einerseits freute er sich darüber, zum zweiten Mal über 90 Minuten auf dem Feld gestanden und Überzeugendes abgeliefert zu haben. Andererseits bewegte ihn die Gewissheit, dass dies einer seiner letzten Einsätze für den SCP gewesen sein dürfte: Der im Sommer auslaufende Vertrag des seit Januar 2017 für Paderborn kickenden Ex-Leverkuseners wird – wie SCP-Manager Markus Krösche bekannt gab – nicht verlängert. »Das ist für mich keine Überraschung. Die Lage ist schon länger klar. Es hat keinen Sinn, einen jungen Spieler wie mich fast nur auf der Bank herumsitzen zu lassen. Aber an Tagen wie heute ist es natürlich doppelt schade: Du zeigst, dass du das Potenzial für die Liga hast, darfst es aber zu selten abrufen, weil hier auf andere Sachen gesetzt wird«, sagte Boeder.

»Ich habe richtig Bock auf die zweite Liga«

Nach 43 Auftritten und einem unumstrittenen Stammspielerdasein in der

Aufstiegssaison hat sich der gebürtige Essener in dieser Serie hinter Neuzugang »Mo« Dräger anzustellen. Lediglich am vierten Spieltag gegen Bochum und eben am Samstag in Berlin stand Boeder beim Anpfiff und beim Abpfiff auf dem Platz. Insgesamt 298 Zweitligaminuten und ein Treffer waren nicht das, was sich der einstige Junioren-Nationalspieler von der Saison erhofft hatte. Dafür wächst die Hoffnung, sich mit Vorstellungen wie dieser gegen Union für einen Wechsel innerhalb seiner liebsten Liga empfehlen zu können: »Ich hoffe, dass einige Vereine das Bewerbungsschreiben gesehen haben. Ich habe richtig Bock auf die zweite Liga.« Die Fähigkeit spricht ihm auch Krösche nicht ab: »Es freut mich, dass Lukas sich so präsentieren konnte. Es ist keine Frage der Qualität, aber ›Mo‹ macht das stark und hinter ihm wollen wir eine andere Fähigkeit dazuholen.«

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