Kommentar zum SC Paderborn
Krösche muss sich entscheiden

Nein, das Pokal-Aus gegen den Hamburger SV trübt Paderborns schon jetzt überragende Saison nicht. Der Zweitliga-Aufsteiger hat es zwar deutlich verpasst, Pokal-Geschichte zu schreiben, in der Meisterschaft hat der SCP aber noch alle Chancen: Nach der kleinen Ergebniskrise mit drei sieglosen Spielen (ein Punkt) hat einer der größten Exoten in der Erstliga-Geschichte gute Chancen, diese Sensation zu wiederholen.

Mittwoch, 03.04.2019, 08:49 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 08:52 Uhr
SCP-Manager Markus Krösche. Foto: Friso Gentsch/dpa
SCP-Manager Markus Krösche. Foto: Friso Gentsch/dpa

Wirtschaftlich wäre der mit knapp acht Millionen Euro verschuldete Verein dann viele Sorgen los, sportlich bleibt aber ein großes Fragezeichen: Was wird aus Manager Markus Krösche? Der Kopf des Paderborner Aufstiegs von der Fast-Viertklassigkeit bis in die Spitzengruppe der 2. Liga ist ins Blickfeld der Bundesliga gerückt, weil der 38-Jährige den Verein mit einem Mini-Etat wieder in die Spur geführt hat. Aber so gut die Mannschaft auch aufgestellt ist, die Position des Geschäftsführers Sport ist nicht im Ansatz »doppelt« besetzt.

Deshalb stehen Verein und auch Krösche in der Pflicht: der Klub, weil er sich hier zukunftssicherer aufstellen muss. Dass Krösche nicht ewig an der Pader bleibt, müsste allen klar sein, seitdem vor einem Jahr der HSV kräftig um den Ex-Profi warb. Reagiert hat er nicht. Krösche selbst muss jetzt aber auch schnell Klarheit schaffen und sagen, wann er den nächsten Schritt in seiner Karriere machen will. Denn da gibt es auch eine moralische Verpflichtung.

Sicher, auch für ihn gilt, was auf alle Spieler und Trainer zutrifft: Jeder ist zu ersetzen. Aber Krösche kennt den Verein wie kein Zweiter und weiß deshalb, dass der SCP – so wie er aktuell aufgestellt ist – nicht in der Lage wäre, seine Nachfolge vernünftig zu regeln. Deshalb muss er das vorher selbst machen.

Kommentare

Matthias  schrieb: 03.04.2019 12:25
Wechsel wäre verständlich
Krösche hat. Ist Paderborn diese Saison schon das maximale rausgeholt. Es wird schwierig so einen Erfolg zu wiederholen. Andererseits winkt in Nürnberg nicht nur mehr Geld sondern auch einfach ein attraktiverer Verein als Paderborn. Selbst wenn der Club absteigen sollte, werden sie nächste Saison wieder um den Aufstieg spielen, da wenig Leistungsträger den Verein verlassen werden. Man darf gespannt sein.
Klaus Müller  schrieb: 03.04.2019 10:08
Ein Wechsel wäre unbegreiflich
Nürnberg wird absteigen, ein Wechsel für Krösche hätte daher sportlich gesehen überhaupt keinen Sinn. Ist es Geld was ihn reizt? Krösche ist in der Tat eng mit dem Verein verbunden, nicht nur weil er bisher der einzige Spieler des SCP mit einem Abschiedsspiel ist.
Sollte er wirklich wechseln wollen, weil er glaubt, dass sein Weg beim SCP jetzt schon vorbei ist, dann sollte er es anständig machen und die Nachfolge regeln. Aber wer könnte ihn aktuell ersetzen? Ich sehe da niemanden.
2 Kommentare
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