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Do., 04.04.2019

Paderborns Manager bleibt beim SCP – Ex-Profi Hey ist neuer Kandidat Krösche sagt Nürnberg ab

Dieses Duo bleibt beim SCP: Manager Markus Krösche und Martin Przondziono (rechts).

Dieses Duo bleibt beim SCP: Manager Markus Krösche und Martin Przondziono (rechts). Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Zwei Wochen war diese Personalie das Dauer-Thema beim SC Paderborn, nach WESTFALEN-BLATT-Informationen ist die Entscheidung am Donnerstag gefallen: Markus Krösche hat dem stark abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg abgesagt und bleibt damit dem SCP erhalten. Der 38-Jährige, der beim SCP noch bis 2022 unter Vertrag steht, wollte sich allerdings auch gestern nicht zu diesem Thema äußern.

Wie bereits ausführlich berichtet , war der Drei-Jahres-Vertrag mit dem Traditionsklub (neunmal Meister, viermal Pokalsieger) bereits ausverhandelt. Krösche sollte nicht nur die Profiabteilung verantworten, sondern auch Chef des Nachwuchsleistungszentrums werden. Zweimal war es deshalb zu Gesprächen nach Nürnberg gereist, auch dem Aufsichtsrat der Franken hatte er sich bereits vorgestellt. Der Ex-Profi soll sogar bereit gewesen sein, Paderborn mit der gesamten Familie (Ehefrau Viktoria, zwei Töchter) zu verlassen und nach Nürnberg zu ziehen. Der »kicker« berichtete noch am Donnerstag, dass auch Martin Przondziono, seit September Leiter Sport des Lizenzspielerbereichs beim SCP, als neuer Kaderplaner zum FCN gehen würde. Der 49-Jährige, der einst für die Nürnberger in der 2. Liga spielte (19 Einsätze, zwei Tore), soll nach WB-Informationen aber kein Thema gewesen sein. Das ist nun auch Markus Krösche nicht mehr. Nach tagelanger Abwägung entschied er sich für den SC Paderborn.

Erst HSV, dann Fortuna, nun Nürnberg

Ein Grund wird die äußerst positive Entwicklung des SC Paderborn in den vergangenen Monaten gewesen sein. Der Fast-Viertligist von 2017 schied zuletzt zweimal in Folge erst im Viertelfinale des DFB-Pokals aus und befindet sich als Ligavierter im Erstliga-Aufstiegskampf.

Nach dem Hamburger SV und Fortuna Düsseldorf nun der 1. FC Nürnberg – Krösche steht bei den Bundesligisten nicht erst seit 2019 ganz oben auf dem Zettel und deshalb ist jetzt der SC Paderborn gefordert. Der Verein wäre gut beraten, seinem sportlichen Kopf ganz schnell neue Perspektiven aufzuzeigen. Der geplante Schuldenabbau (7,6 Millionen Euro) ist zwar wichtig, die Verantwortlichen um Präsident Elmar Volkmann müssen aber auch bereit sein, mehr in Mannschaft und Umfeld der Profis zu investieren.

Wer jetzt Nachfolger von dem bereits im Februar entlassenen Nürnberger Sportvorstands Andreas Bornemann (47) wird, ist wieder völlig offen. Nach einem Bericht der »Bild« soll nämlich auch Hamburgs ehemaliger Sportdirektor Jens Todt zum engsten Kandidatenkreis gezählt haben, doch auch der 49-Jährige sagte ab. Hoch gehandelt wird nun Antoine Hey. Der 48-jährige Ex-Profi (spielte für Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 in der Bundesliga) trainiert die Nationalmannschaft und die U23 von Myanmar.

Kommentare

Wo sind die Investoren?

Krösche hat sich nicht "für" den SCP entschieden, sondern "gegen" den FCN. Wenn der nächste klingelt wirft er wieder seinen Hut in den Ring, das sollte jedem klar sein.
Geld kann man nicht drucken! Offensichtlich fehlen nach wie vor die Investoren für die Auslagerung der Profiabteilung. Warum kriegen wir nicht ein "Bündnis Ostwestfalen" hin? Warum machen Bremer, Warsteiner, Benteler, MBG dSpace und andere nicht weiter die Tasche auf? Vielleicht ist die Investorensuche nicht in kompetenten Händen?

1 Kommentare

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