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Di., 09.04.2019

Gegenspieler stehen Paderborns Philipp Klement auf den Füßen Komplimente der aggressiven Art

Philipp Klement hat 14 Tore erzielt.

Philipp Klement hat 14 Tore erzielt. Foto: Oliver Schwabe/Archiv

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Erst das 3:0 beim späteren 3:1 gegen Union Berlin, dann eine Woche später in letzter Sekunde der äußerst nervenstark verwandelte Handelfmeter zum 1:1-Endstand in Sandhausen. Nein, an der Torquote von Paderborns Philipp Klement gibt es weiterhin nicht das Geringste auszusetzen.

Hinter dem in seinen ganz eigenen Sphären vor sich hin treffenden Kölner Kanonier Simon Terodde (27 Tore) belegt der 26-jährige zusammen mit dem Bochumer Lukas Hinterseer, Teroddes Teamkollege Jhon Cordoba und nun 14 Erfolgserlebnissen den zweiten Platz in der Torjägerliste.

Und doch: Die Leichtigkeit, mit der der ehemalige Mainzer über weite Phasen dieser Saison über den Rasen schwebte und nebenbei reihenweise Freistöße versenkte, ist ihm in den vergangenen Wochen etwas abhanden gekommen.

Mehr im Fokus

Wenn Trainer Steffen Baumgart nach der Partie in Sandhausen sagt, dass sich »Philipp im Moment ein bisschen in die Spiele hin­einarbeiten muss«, dann trifft das die Gemengelage. Aber Klement hat die besagte Leichtigkeit nicht verloren. Es sind die Gegenspieler, die es ihm wesentlich schwieriger machen, seine Aktionen leicht aussehen zu lassen.

Die Anreihung von Galadarbietungen ist nicht ohne Folgen geblieben. Auch Sandhausens Sechser Denis Linsmayer ließ Klement nicht freien Fuß, sondern stand ihm förmlich auf beiden Schuhen, tat vieles, um den Taktgeber aus dem Takt zu bringen. »Die Gegner haben mich deutlich mehr im Fokus als in der Hinrunde. Das ist schon auffällig«, sagt Klement und weiß, dass er das veränderte Vorgehen als bemerkenswertes, wenn auch sehr aggressiv angebrachtes Kompliment verstehen darf.

Interesse von anderen Vereinen?

Lediglich etwas mehr als 20 Kilometer von seinem Geburtsort Ludwigshafen entfernt, vor den Augen von Familie und Freundin, mühte sich der Mittelfeldmann in Sandhausen trotzdem in das Match und setzte noch einige Akzente, gipfelnd im Treffer zum 1:1. Eine Reaktion, die auch den interessierten Personalplanern des Hamburger SV und des FC Schalke nicht entgangen sein dürfte.

Sein aktueller Trainer sieht in Spielen wie diesen entscheidende Schritte auf dem Weg zu einem noch stärkeren Klement: »Wenn Philipp woanders spielen, höher spielen möchte, muss er sich daran gewöhnen, dass alles noch härter, noch schneller wird. Das gehört zur Entwicklung. Aber das weiß er und er geht sehr gut damit um.«

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