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Di., 16.04.2019

Paderborns hochgelobter Torhüter Leopold Zingerle spielt eine herausragende Saison Wie eine Wand

Auch für den Ball von Moritz Stoppelkamp gibt es kein Durchkommen: Leopold Zingerle hielt einfach alles.

Auch für den Ball von Moritz Stoppelkamp gibt es kein Durchkommen: Leopold Zingerle hielt einfach alles. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Im Mittelpunkt steht Leopold Zingerle nicht so gern. Und wenn es sich mal nicht vermeiden lässt, rückt er sofort das ganze Team mit in den Blickpunkt: »Wenn wir vorne keine Tore schießen, gewinnen wir kein Spiel. Da könnte ich noch so viele Bälle abwehren«, sagte der 25-Jährige nach dem 4:0 gegen den MSV Duisburg. Der Erfolg fiel um zwei Treffer zu hoch aus. Dass der Sieg nie ernsthaft in Gefahr geriet, war am Ende nur einem zu verdanken: Leopold Zingerle.

»Es hätte zur Pause auch 3:3 stehen können«, gab Paderborns Trainer Steffen Baumgart später zu und lobte seinen Schlussmann: »Leo hat uns im Spiel gehalten.« Vasiliadis beschrieb seinen Teamkollegen kräftig-deftig so: »Wir haben einen unfassbar guten Torhüter. Heute hat er uns mal wieder den Arsch gerettet.« Wie schon daheim gegen Aue (1:0) oder Ingolstadt (3:1). Auch das waren Höhepunkte in einer fast makellosen Saison. Eine Schleife um die Leistung des Torhüters band Manager Markus Krösche: »Das war herausragend. Leo gehört zu den besten Torhütern der 2. Liga.«

Lob für Torwarttrainer Burchert

Insgesamt 14 Torschüsse gaben die Duisburger am Samstag ab, doch Zingerle war wie eine Wand: Jeder Ball wurde gefangen, gefaustet oder um den Pfosten gelenkt. »Wir hätten noch ein Stündchen dranhängen können und trotzdem nie getroffen«, bemühte ein spürbar gefrusteter Ex-Paderborner Moritz Stoppelkamp diesen alten Fußballspruch.

Leopold Zingerle, am 10. April 1994 in München geboren und über den 1. FC Magdeburg 2017 zum SCP gekommen, spielt erst seine dritte komplette Saison als Profi und wird jedes Jahr ein bisschen besser. »Da habe ich ganz viel Nico zu verdanken. Er ist mein erster und wichtigster Ansprechpartner«, sagt Zingerle über den Torwarttrainer. Nico Burchert ist beim SCP seit seinem Laufbahnende 2017 als Coach angestellt und gilt als akribischer Arbeiter, Zingerle als sein bester Schüler. »Leider kommt er immer ein bisschen zu kurz. Dabei haben meine Leistungen ganz viel mit seinem Namen zu tun.«

Noch mehr wehren

Was Zingerle noch besser machen könnte? Nicht viel. Er müsste sich allerdings noch mehr wehren, wenn ihn Gegenspieler im eigenen Strafraum blocken wollen. Wie der HSV im Pokal. Da sperrte ihn Bakery Jatta bei jedem Eckball, einmal kam Zingerle deshalb zu spät und Pierre-Michel Lasogga köpfte zum 1:0 ein.  Das war nicht spielentscheidend, aber ein bitterer Moment.

Nicht entscheidend, aber richtungsweisend ist Paderborns nächste Aufgabe in Kiel. An das Verfolgerduell denkt auch Zingerle. Das Hinspiel endete nach 3:1-Führung und 3:4-Rückstand noch 4:4. Diesmal soll es ein Dreier sein. »Wir fahren dahin, um zu gewinnen«, sagt Zingerle. Eine wichtige Voraussetzung wäre, dass er die Null festhält.

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