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Do., 18.04.2019

Paderborner Innenverteidiger-Karussell dreht sich weiter, aber einer ist gesetzt – mit Video Schonlau spielt immer

Mittendrin statt nur dabei: Hier behauptet sich Sebastian Schonlau gleich gegen mehrere Duisburger.

Mittendrin statt nur dabei: Hier behauptet sich Sebastian Schonlau gleich gegen mehrere Duisburger. Foto: Jörn Hannemann

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Ein Thema hat den SC Paderborn während der Hinrunde nahezu ständig begleitet. Drei sind einer zuviel hieß es, wenn es für Trainer Steffen Baumgart darum ging, sich für zwei Innenverteidiger zu entscheiden. »Es liegt an Kleinigkeiten«, sagt er nach wie vor. Inzwischen dreht sich das Karussell aber nur noch bei Uwe Hünemeier und Christian Strohdiek. Sebastian Schonlau ist gesetzt. Auch am Samstag bei Holstein Kiel. »Es könnte wieder wild werden«, erinnert er an das 4:4 im November.

Zu Beginn der Saison setzte Baumgart auf sein Aufstiegs-Pärchen Strohdiek/Schonlau, doch für Letztgenannten geriet der Auftakt in Darmstadt zum doppelten Fehlstart. Der SCP verlor 0:1 und Schonlau verschoss einen Elfmeter. Als Hünemeier zwei Wochen später im Pokal gegen Ingolstadt den Vorzug bekam und doppelt traf, war Schonlau raus. Bis zum siebten Spieltag. »Das war eine neue Situation und ein Lernprozess«, blickt er zurück. Beim 1:2 auf St. Pauli kehrte er in die Startelf zurück – und blieb. Seitdem spielt Schonlau (mit wechselndem Partner) immer, stand auch bei allen sechs SCP-Partien ohne Gegentor auf dem Platz.

Schnell, clever im Zweikampf, kopfballstark, gepaart mit einem guten Aufbauspiel: Im Gesamtpaket ist Schonlau einen Tick voraus, zudem hat er aufgrund seines Alters (24) gegenüber Strohdiek (31) und Hünemeier (33) die größere Perspektive. »Wir haben drei gleichwertige Innenverteidiger mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Sebastian hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren enorm entwickelt. Er ist sehr stabil, zeigt herausragende Leistungen und ist ein wichtiger Faktor dafür, dass wir Erfolg haben«, urteilt Manager Markus Krösche. Baumgart sagt: »Wie ›Bascho‹ nach vorne verteidigt und spielerische Akzente setzt, verkörpert er unsere Spielweise am besten.«

Während sein Heimatverein Warburger SV, bei dem Vater Ansgar Vorsitzender ist und Bruder Maximilian spielt, gerade in die Kreisliga A abgestiegen ist, könnte es Sebastian Schonlau sportlich nicht besser gehen. »Es ist ein gutes Gefühl zu spielen. Ich genieße jeden Tag in dieser 2. Liga und freue mich auf die letzten fünf Spiele«, sagt er.

Vertrag bis 2020

Vom Aufstieg spricht auch Schonlau nicht, aber er ist auch alles andere als genervt von der Situation: »Die Erwartungen wachsen, keine Frage. Wenn uns vorher jemand gesagt hätte, dass wir jetzt Vierter sind, hätten wir das sofort unterschrieben. Wir haben eine coole Ausgangsposition und spielen, egal was passiert, eine richtig gute Saison.«

Dass sein Vertrag 2020 ausläuft und auf ihn längst die 1. Liga schaut, blendet er aus: »Ich komme hier super zurecht und fühle mich sehr wohl.« Krösche weiß, »dass Sebastian auf sich aufmerksam gemacht hat«, sagt aber auch: »Wir wollen ihn unbedingt behalten und arbeiten an einer zeitnahen Lösung. Aber ohne Druck.«

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