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Fr., 19.04.2019

Verträge auch in Liga eins gültig – Aufstiegsendspurt beginnt in Kiel Der SCP hat vorgesorgt

Daumen hoch: Trainer Steffen Baumgart ist sicher, dass der SC Paderborn bis zum Ende im Aufstiegsrennen mitmischt.

Daumen hoch: Trainer Steffen Baumgart ist sicher, dass der SC Paderborn bis zum Ende im Aufstiegsrennen mitmischt. Foto: Jörn Hannemann

Von Peter Klute

Paderborn (WB). So spannend war der Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga fünf Spieltage vor Saisonende schon lange nicht mehr. Es gibt oben noch zahlreiche direkte Duelle, an Ostern gleich zwei: Der 1. FC Heidenheim empfängt den FC St. Pauli und der SC Paderborn gastiert in Kiel (Sa., 13 Uhr, Holstein-Stadion).

Spitzenreiter 1. FC Köln fehlen zwei Siege zur sofortigen Rückkehr in Liga eins, dahinter ist mindestens bis Platz sieben alles möglich. Der Tabellenzweite Hamburger SV hat trotz zuletzt vier Auftritten ohne Sieg nach wie vor die größten Chancen auf ein Ticket fürs Oberhaus ohne Umweg. Auch der Dritte Union Berlin, ebenfalls seit vier Spieltagen sieglos, kann den Aufstieg dank des direkten Duells am 31. Spieltag aus eigener Kraft schaffen .

Dass Union und HSV noch gegeneinander antreten, ermöglicht es dem SC Paderborn, mit der maximalen Ausbeute (inklusive eines Dreiers gegen Hamburg am vorletzten Spieltag) ohne fremde Hilfe Dritter zu werden.

»Es kann in alle Richtungen gehen«

Für den Fall der Fälle haben die Ostwestfalen schon mal vorgesorgt: Alle Verträge gelten auch für die 1. Bundesliga. Paderborns großes Plus ist neben der aktuellen Form mit drei Siegen aus den der jüngsten vier Partien das nach Köln mit Abstand beste Torverhältnis. Für den Rest benötigt man schon einen Rechenschieber.

Doch soweit denken sie bei der besten Rückrundenmannschaft noch lange nicht. »Es kann in alle Richtungen gehen. Wir haben es nur noch mit Gegnern zu tun, die wir allesamt nicht wegfideln werden. Aber wenn bei uns nicht alles wegbricht, werden wir bis zum Ende um die Plätze zwei bis fünf mitspielen. Darauf freue ich mich sehr«, sagt Trainer Steffen Baumgart.

Den Anfang macht Kiel, und es passt zu Baumgarts Einstellung, wenn er sagt: »Dieses Spiel ist genauso wichtig wie alle anderen danach auch.« Manager Markus Krösche sieht es ähnlich: »An diesem Wochenende entscheidet sich noch gar nichts. Man muss die letzten fünf Spiele als Paket sehen. Für fast alle Mannschaften in der Liga geht es noch um etwas, daher gibt es auch keine einfachen Spiele mehr.«

Marlon Ritter fällt wahrscheinlich aus

Während Krösche davon ausgeht, dass zum Aufstieg diesmal weniger Punkte reichen als die 62, die der SCP 2014 als Zweiter auf dem Konto hatte, will sich Baumgart an solchen Spekulationen nicht beteiligen. »Ich mache keine Zahlenspiele. Das geht doch schon mit dem Spiel in Kiel los. Wenn wir gewinnen, sind wir fünf Punkte vor ihnen, bei einer Niederlage überholen sie uns. Das ist da vorne brutal eng. Es macht keinen Sinn, sich damit zu beschäftigen.«

Beschäftigen muss sich Baumgart mit dem Gegner, der für ihn zu den »interessantesten und besten Mannschaften der Liga gehört«, sowie mit seinem Personal. Da wird Marlon Ritter die Reise an die Ostsee aufgrund eines grippalen Infekts und nach zweitägiger Trainingspause sehr wahrscheinlich nicht antreten.

Seinen Platz im Kader könnten Tobias Schwede oder Khiry Shelton einnehmen. Ansonsten stellen sich die üblichen Fragen: Wer verteidigt neben Sebastian Schonlau , und wer stürmt an der Seite von Sven Michel? Beim jüngsten 4:0 gegen Duisburg waren das Uwe Hünemeier und Babacar Gueye, und dabei könnte es bleiben.

Erwartungen sind nicht geringer geworden

Denn Gueye traf, und hinten stand die Null . »Es gibt keinen Grund zu wechseln, aber es gibt auch keinen Grund, nicht darüber nachzudenken«, sagt Baumgart bezüglich der Besetzung in der Abwehrzentrale.

Der kommt nach dem 4:4 im Hinspiel , als die Paderborner 2:0 und 3:1 führten und erst in der letzten Minute einen Punkt retteten, eine besondere Bedeutung zu. Damals kritisierte Baumgart erst seine Mannschaft (»Wir legen uns die Dinger selbst rein, weil wir so naiv sind. So können wir in dieser Liga nicht spielen«) ungewohnt scharf, und später sich selbst, als er sagte: »Ich bin überrascht und enttäuscht, dass ich so negativ war. Das war kein guter Auftritt von mir, denn es gab so viel Positives. Die Erwartungen sind zu hoch, da müssen wir demütiger werden.« Die Erwartungen sind jedoch nicht geringer geworden.

So könnte der SCP spielen

Zingerle - Dräger, Schonlau, Hünemeier, Collins - Vasiliadis - Tekpetey, Klement, Antwi-Adjei - Gueye, Michel

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