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Mo., 29.04.2019

Kommentar zum SC Paderborn Ein Team mit glänzender Perspektive

Torschütze Christopher Antwi-Adjej (mitte) feiert seinen Treffer zum 1:0 mit Sebastian Schonlau und Mohamed Dräger.

Torschütze Christopher Antwi-Adjej (mitte) feiert seinen Treffer zum 1:0 mit Sebastian Schonlau und Mohamed Dräger. Foto: dpa

Zum ersten Mal auf einen direkten Aufstiegsplatz, bestes Team der Rückrunde und aus den vergangenen sechs Spielen 16 von 18 Punkten geholt – das sind die Fakten, die den SC Paderborn auf den zweiten Platz der 2. Liga vorrücken lassen.

Der 3:1-Sieg über den 1. FC Heidenheim mag für viele selbstverständlich gewesen sein, er war es aber nicht. Kleiner, namenloser Verein, 5:1-Sieg im Hinspiel – die Gäste waren im Saison-Schlussspurt für den SCP psychologisch sogar der schwierigste Gegner. Paderborn präsentierte sich aber erneut fokussiert und effizient im Abschluss.

Wer als zweitbestes Team in die letzten drei Spieltage geht, ist ein ganz heißer Aufstiegskandidat. Doch die nächsten Reifeprüfungen folgen noch. Das OWL-Derby am Freitagabend ist ohnehin ein besonderes Spiel, jetzt sind die Vorzeichen sogar speziell: Kann der SCP auch beim Nachbarn in Bielefeld dreifach punkten, könnte der Klub neun Tage später gegen den direkten Konkurrenten Hamburger SV vielleicht schon alles klar machen. Denn auch dieser 31. Spieltag verlief (fast) wie gemalt. Köln patzte erneut, der HSV auch und nach Kiel hat der SCP mit Heidenheim den nächsten Rivalen aus dem Rennen geworfen.

Ist der SC Paderborn noch aufzuhalten? Wenn die Mannschaft die Lockerheit behält sicher nicht. Das ist aber kein Selbstläufer, wie es die Phase nach dem grandiosen 3:2-Heimsieg gegen den 1. FC Köln gezeigt hat. Die Partien in Magdeburg (1:1) und Aue (1:2) waren viel Krampf, das 0:1 zwischendrin gegen den FC St. Pauli etwas unglücklich, aber auch nicht unverdient.

Mit dem 3:1 verbuchte der SCP die Punkte 52 bis 54. Zum Vergleich: 2014 waren es zum gleichen Zeitpunkt 53 Zähler, am Ende gelang die Sensation. Diesmal wäre es sogar ein Durchmarsch von Liga drei bis eins und der Aufstieg eines extrem jungen, schnellen und spielerisch starken Teams mit glänzenden Perspektiven. Das würde diesen Triumph noch wertvoller machen.

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