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Mo., 29.04.2019

SC Paderborn springt mit dem 3:1 gegen Heidenheim auf Platz zwei Die 1. Liga rückt näher

Starker Auftritt: Kai Pröger bereitete sehr entschlossen Paderborns 2:0-Führung vor und traf auch noch zum 3:0.

Starker Auftritt: Kai Pröger bereitete sehr entschlossen Paderborns 2:0-Führung vor und traf auch noch zum 3:0. Foto: Wolfgang Wotke

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Was für eine verrückte Geschichte. Drei Spieltage vor Saisonende ist der SC Paderborn nicht mehr weit vom zweiten Aufstieg in die 1. Bundesliga entfernt. Nach Holstein Kiel räumte der SCP mit dem 3:1 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim den zweiten Konkurrenten aus dem Weg und sprang selbst durch den fünften Dreier im sechsten ungeschlagenen Spiel in Folge auf Platz zwei.

»Das ist eine Momentaufnahme, alles weitere lassen wir auf uns zukommen«, hielt sich SCP-Trainer Steffen Baumgart aber weiter bedeckt. Nächste Station auf dem Weg ins Oberhaus ist am Freitag die Bielefelder Alm, dann steigt das Ostwestfalen-Derby beim DSC Arminia. »Das wird keinen Deut einfacher. Aber die Mannschaft hat es auch heute wieder sehr gut gemacht. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und wenn wir das schaffen, weiß jeder, was passiert«, sagte Manager Markus Krösche.

Gäste kamen gut ins Spiel

Schwer genug war es für personell unveränderte Paderborner auch gegen Heidenheim, das auf seinen österreichischen Spielmacher Nikola Dovedan verzichten musste. Das tat den Gästen von der Ostalb weh, doch das merkte man ihnen zunächst nicht an. »Das Spiel hatte seine eigene Geschichte. Speziell in der ersten Hälfte hat man

gesehen, welche Qualitäten Heidenheim hat. Und wir haben da vielleicht zu viel an unsere Situation gedacht«, sagte Baumgart. Die Gäste kamen gut ins Spiel und hätten beinahe früh getroffen. Nach einem Stellungsfehler von Mohamed Dräger verfehlte Kapitän Marc Schnatterer das Tor nur knapp (sechste Minute). »Da hätte ich uns in Führung bringen müssen«, kritisierte sich Schnatterer, der kurz vor der Pause wie Timo Beermann verletzt runter musste. »Die Verletzungen waren bitter für uns. Insgesamt sind wir sehr enttäuscht, weil mehr drin war«, resümierte Heidenheims Coach Frank Schmidt.

Endgültige Entscheidung

Man merkte beiden Teams an, dass es um viel ging. In der 18. Minute wurde es kribbelig für Leopold Zingerle. Der SCP-Schlussmann kam außerhalb des Strafraums gegen Robert Glatzel zu spät, da aber Sebastian Schonlau letzter Mann war, gab es nur Gelb. Den fälligen Freistoß setzte Norman Theuerkauf an die Latte. Heidenheim war einem Treffer näher, Paderborn wirkte sehr nervös. »Wir waren gegen einen sehr gut verteidigenden Gegner erst zu statisch, später haben wir die größeren Räume mit mehr Tiefgang konzentriert und effizient genutzt«, analysierte Krösche später.

Unmittelbar vor dem Wiederanpfiff versammelte Paderborns Co-Trainer Daniel Scherning die Seinen auf dem Rasen im Kreis und heizte ihnen ein. Ob es daran lag, dass es nach 52 Minuten 1:0 für die Hausherren stand? Christopher Antwi-Adjei drückte die Kugel nach einem Zuspiel von Sebastian Vasiliadis über die Linie. Da zu diesem Zeitpunkt Union Berlin gegen den Hamburger SV vorne lag, war der SCP Zweiter. Und Antwi-Adjei legte nur sieben Minuten später nach sehenswerter Vorarbeit von Kai Pröger sogar nach . Dann sah Schmidt nach einem Handspiel von Dräger im Strafraum einen Elfmeter, Schiedsrichter Alexander Sather entschied aber auf Freistoß für Paderborn. Die endgültige Entscheidung besorgte Pröger schließlich in der Nachspielzeit, bevor Robert Andrich noch abschwächte.

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