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Mi., 08.05.2019

Diese Saison schon vier Paderborner Pleiten gegen HSV und St. Pauli – mit Video Hamburg, keine Perle

Das Hinspiel beim HSV (rechts der Ex-Paderborner und Torschütze Khaled Narey) verloren Philipp Klement und der SCP 0:1.

Das Hinspiel beim HSV (rechts der Ex-Paderborner und Torschütze Khaled Narey) verloren Philipp Klement und der SCP 0:1. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Es gibt sie wirklich: schlechte Nachrichten vom SC Paderborn. Die 62 Punkte aus der Aufstiegssaison 2013/14 kann der SCP ebenso wie Platz eins nicht mehr erreichen. Die Bundesliga ist für den Tabellenzweiten bei nur noch zwei Spielen dennoch ganz nah und könnte schon am Sonntag Realität werden.

Voraussetzung ist neben einer Heimniederlage von Union Berlin gegen den 1. FC Magdeburg ein eigener Sieg gegen den Hamburger SV (15.30 Uhr). Doch ausgerechnet gegen die zwei Mannschaften aus der Hansestadt gab es für die Ostwestfalen in dieser Saison bislang nichts zu holen.

Vier Spiele, vier Niederlagen: So lautet das ernüchternde Abschneiden der Paderborner in den Duellen gegen den HSV und den FC St. Pauli. Gegen die Kiezkicker stehen ein 1:2 am Millerntor und ein 0:1 in der Benteler-Arena zu Buche. Gegen den HSV gab es in der Hinrunde ein 0:1 im Volkspark und daheim im Viertelfinale des DFB-Pokals ein 0:2 . »Unser Ziel ist es natürlich, diese Bilanz zu verbessern, aber die Ausgangslage hat sich mittlerweile komplett geändert«, sagt Markus Krösche.

In Paderborn wartet ein anderes Spiel auf den HSV

Ansonsten hält Paderborns Manager von solchen Vergleichen nichts. »Es ist Zufall, dass wir ausgerechnet gegen diese beiden noch nicht erfolgreich waren«, betont er und will sich auf diesbezügliche Aussagen aus Hamburg »nicht einlassen«. HSV-Trainer Hannes Wolf hatte im NDR-Sportclub erklärt: »Wir haben Paderborn zweimal geschlagen und das letzte Mal ist noch nicht so lange her. Wir wissen also, wie es geht.« Nach dem peinlichen 0:3 gegen Ingolstadt beruft sich Wolf darauf, dass in Paderborn ein ganz anderes Spiel auf sein Team warte: »Der SCP hat einen offensiveren Ansatz und das gibt uns Räume.«

Das scheint momentan aber das einzig Positive aus Sicht der Norddeutschen zu sein. Der SCP führt die Rückrundentabelle mit 29 Punkten klar an und hat in fünf der vergangenen sieben Spiele einen Dreier eingefahren. Der HSV konnte dagegen keine der vergangenen sieben Partien für sich entscheiden und ist im Rückrundenranking mit nur 16 Zählern Drittletzter. »Die Stimmung ist explosiv, wir spielen eine miserable Rückrunde. Aber wenn wir die letzten beiden Spiele gewinnen, sind wir mindestens Dritter«, sagte Wolf. Sportvorstand Ralf Becker sprach bei Sky von einem »Endspiel, in das wir geschlossen gehen müssen«.

Paderborn hat nichts zu verlieren

Auch wenn Paderborn in der Rolle des Gejagten ist, sieht Krösche ausschließlich den Gegner in der Pflicht: »Wenn man am Samstag gesehen hat, wie Rick van Drongelen nach dem Abpfiff gegen Ingolstadt weinend vom Platz gegangen ist, weiß man, welcher Druck dort herrscht. Der HSV muss uns schlagen. Wir sind da deutlich entspannter, haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen.«

Das gleiche Empfinden hat auch SCP-Toptorschütze Philipp Klement. »Der Aufstieg wäre für uns etwas ganz Besonderes, und jede Serie geht mal zu Ende. Wir werden uns von Hamburg nicht noch einmal überraschen lassen und sind in einer angenehmen Situation.«

Deshalb ist beim SC Paderborn in dieser Woche auch (fast) alles so wie immer. Nach zwei freien Tagen bat Trainer Steffen Baumgart am Dienstag wieder zum Training. Mittwoch wird zweimal geübt, ab Donnerstag nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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