>

Fr., 10.05.2019

SC Paderborn: Zolinski kam als Verteidiger und kann nun in die 1. Liga stürmen Krasser geht es kaum

Zuletzt kam Ben Zolinski (im Duell mit Linksverteidiger Lucoqui) im OWL-Derby gegen Bielefeld zum Einsatz.

Zuletzt kam Ben Zolinski (im Duell mit Linksverteidiger Lucoqui) im OWL-Derby gegen Bielefeld zum Einsatz. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Als Ben Zolinski Ende Mai 2016 zum SC Paderborn wechselte, steckte der Verein im Abstiegssumpf. Wenn am Sonntag (15.30 Uhr) der Hamburger SV kommt , kämpft der 26-Jährige um den Bundesliga-Aufstieg – krasser geht es kaum.

Der Sturzflug der Paderborner von der 1. Liga bis fast runter in die Regionalliga innerhalb von nur zwei Jahren war beispiellos. Ohne diesen Absturz würde es aber auch diesen unglaublichen Aufstieg des SC Paderborn nicht geben. Davon ist Ben Zolinski überzeugt: »Am Tiefpunkt haben wir unsere Siegermentalität entwickelt.«

In Zahlen ausgedrückt liest sich das so: In zwölf Pflichtspielen dieser Saison hat die Mannschaft einen Rückstand noch wettgemacht. » Vor zwei Jahren hatte uns nur der Lizenzentzug der Löwen gerettet. Danach wollten wir zeigen, dass wir mehr können, als nur abzusteigen, haben uns zusammengerauft und sind durchmarschiert«, blickt der Mann zurück, der schon für Union Berlin und Hansa Rostock spielte.

Zolinski ist ein wichtiger Baustein

Das erste komplette Drittligajahr unter Trainer Steffen Baumgart schloss das Team als Vizemeister mit 90 geschossenen Toren und 83 Punkten ab. »Da hatte uns niemand auf der Rechnung. Und vor dieser Saison haben auch nicht viele geglaubt, dass wir unseren Offensivfußball eine Liga höher erfolgreich durchsetzen werden«, sagt Zolinski.

Und wieder sprechen diese Zahlen für sich: Zwei Spieltage vor Schluss haben sich die SCPer mit 71 Treffern zu 54 Punkten geballert und die reichen für Rang zwei. »Unsere Mannschaft bringt eine Wahnsinnsgeschwindigkeit auf den Platz, damit sind wir schwer auszurechnen und kaum zu verteidigen«, sagt der gebürtige Berliner.

Ben Zolinski ist ein wichtiger Baustein. Ruhig, gelassen und unaufgeregt wirkt er im Umgang, auf dem Feld ist aber auch Paderborns Nummer 31 einer, der den Turbo zünden kann. Offensiv wie defensiv. Als Zolinski 2016 kam, hieß der Chefcoach noch René Müller und der setzte ihn als rechter Verteidiger ein.

Zolinskis Bilanz: Fünf Tore und vier Vorlagen

Müllers Nachfolger Stefan Emmerling schulte ihn schon um und beorderte Zolinski ins rechte Mittelfeld und seit dieser Saison rückte er unter Steffen Baumgart in die Spitze: »Noch weiter vorn geht nicht, dann bin ich draußen«, lacht Zolinski, wird dann aber schnell ernst: »Zunächst war ich gar nicht begeistert, aber jetzt habe ich mich mit der Position angefreundet.«

30 Chancen gab ihm Baumgart bereits, fünf Tore und vier Vorlagen sind die Bilanz. »Es könnten ein paar Buden mehr sein, da muss ich besser werden«, sagt er selbstkritisch.

Da ist zweifellos noch Luft nach oben – wie in den Duellen gegen die Hamburger Vereine. Egal ob gegen den HSV oder St. Pauli – in vier Spielen gab es vier Niederlagen mit nur einem Tor. Das schoss Umschüler Zolinski.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6600794?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F