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Sa., 11.05.2019

Der Abschied des SCP-Managers wird immer wahrscheinlicher So könnte Leipzig mit Krösche planen

Markus Krösche ist heiß begehrt.

Markus Krösche ist heiß begehrt. Foto: Schwabe

Paderborn (WB/MR). Paderborns Manager Markus Krösche ist und bleibt eine der interessantesten Personalien im deutschen Profifußball.

Dass der 38-Jährige die Ostwestfalen zum Saisonende in Richtung RB Leipzig verlassen wird, scheint beschlossene Sache zu sein. Nach Informationen dieser Zeitung hat Krösche bislang aber noch keinen Vertrag beim Pokalfinalisten und künftigen Champions-League-Teilnehmer unterschrieben. Auch beim SC Paderborn, bei dem Krösche noch bis zum 30. Juni 2022 unter Vertrag steht, ist noch immer keine Anfrage aus Sachsen eingegangen.

Krösche selbst (»Kein Kommentar«) will sich dazu weiter nicht äußern und sagt nur: »Mein Thema ist der Aufstieg, alles andere spielt zurzeit keine Rolle.« Er gibt damit zwar kein klares Bekenntnis zum SCP ab, er bestätigt damit aber auch nicht das große Interesse von RB.

Ungeklärten Personallage

Warum sich die Gespräche mit dem Bundesligisten überhaupt so lange hinziehen, kann auch an der ungeklärten Personallage in Leipzig liegen. Das Fußball-Fachblatt »Kicker« schreibt in seiner aktuellen Ausgabe über einen bevorstehenden Abschied von Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick.

Der 60-Jährige, der auch noch bis 2o21 an Leipzig gebunden ist, will dem Bericht zufolge zum Global-Player im Fußball-Imperium von Red Bull aufsteigen und künftig auch die sportliche Verantwortung für die Standorte in den USA (New York) und Brasilien (Zweitligist Bragantino) tragen. Gespräche mit RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und RB-Gründer Dietrich Mateschitz soll es dem Bericht nach bereits gegeben haben, sie sollen aber ergebnislos verlaufen sein. Was das mit Krösche zu tun hat? Eine ganze Menge. Denn wenn Rangnick tatsächlich geht, wäre Krösche plötzlich nicht mehr nur der Kronprinz, sondern sein Nachfolger und würde zwangsläufig mit wesentlich mehr Kompetenzen ausgestattet.

Wer folgt auf Scrof?

Ungeklärt ist aber auch noch, wer bei den Leipzigern auf Frieder Schrof folgt. Der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums wird am Samstag vor dem Heimspiel gegen Bayern München offiziell verabschiedet und geht in Rente. Unter Schof, seit 2013 im Amt, wurde die RBL-Fußball-Akademie (sechs Hektar, sechs Plätze) gebaut, bis heute hat unter dem 64-Jährigen aber kein eigener Nachwuchsspieler den Sprung ins Profiteam geschafft. Auch hier soll es deshalb Veränderungen geben.

Doch vor einem Wechsel von Krösche steht eine Einigung mit dem SC Paderborn. Krösche ist noch drei Jahre an den SCP gebunden. Angesichts seiner Verdienste würde sich der Verein wohl nicht gegen einen Wechsel stellen, die kolportierte Ablösesumme von 500.000 Euro scheint angesichts der Flughöhe dieses Transfers aber zu gering. Doch noch gilt, was SCP-Präsident Elmar Volkmann betont: »Mit uns hat noch niemand Kontakt aufgenommen.«

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