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So., 19.05.2019

Paderborn in Dresden und Union Berlin in Bochum: Fernduell entscheidet über den Aufstieg in die 1. Bundesliga – mit Video Relegationsplatz drei ist sicher, aber der SCP will mehr

Fanblock während des Spiels gegen den HSV.

Fanblock während des Spiels gegen den HSV. Foto: Oliver Schwabe

Paderborn/Dresden (WB/MR). Wenige Stunden vor dem letzten Punktspiel dieser Saison wächst die Anspannung bei den Fans, beim SC Paderborn ist davon eher weniger zu spüren: »Wir haben Platz drei sicher, wollen Platz zwei verteidigen und damit eine gute Saison krönen«, sagt Trainer Steffen Baumgart. Das Abschlusstraining am Samstag beendeten alle Spieler verletzungsfrei.

Baumgart kann damit seinem Kader der vergangenen Wochen vertrauen: »Die Jungs sind alle einsatzfähig. Wir können davon ausgehen, dass es dieselbe Aufstellung sein wird.« Geheimnisse um seine Startelf macht er damit nicht mehr, der Coach ist ohnehin nur noch im Tunnel: »Wir schauen nicht nach Bochum und beobachten, was Union Berlin macht. Wir wollen wieder gewinnen und wenn wir in Dresden siegen, ist uns der Aufstieg nicht mehr zu nehmen.«

So sieht es auch Manager Markus Krösche. »Den großen Druck gibt es bei uns nicht. Wir haben die Überzeugung, dass wir es heute schaffen. Aber wenn nicht, ist der Fall nicht so tief«, sagt er und spielte damit auch auf die dann folgende Relegation (23. und 27. Mai) gegen den VfB Stuttgart an.

Unterstützung aus Sachsen? Wohl kaum!

Die Ausgangslage ist klar: Wenn der SCP in Dresden gewinnt, ist das Erstliga-Comeback nach vierjähriger Abstinenz perfekt. Sollte Union in Bochum nicht siegen , könnte sich der SCP wegen der um sieben Treffer besseren Tordifferenz sogar eine 0:6-Niederlage erlauben. Rein Theoretisch könnten die »Eisernen« Rang drei noch an den HSV verlieren, aber bei der um drei Punkte und 21 Tore besseren Bilanz geht praktisch nichts mehr.

Mit freundlicher Unterstützung aus Sachsen rechnet Krösche nicht. Für Dynamo geht es zwar um nichts mehr, doch Paderborns Manager kennt Dresdens Coach Cristian Fiel sehr gut und sagt: »Der will immer gewinnen. Halbgas kennt der nicht, Cristian wird sein Team heute noch einmal bis zum Anschlag bringen.«

Den gebürtigen Rostocker Baumgart hat Dynamo Dresden schon in seiner Kindheit begleitet. Der Klub sei einer der besten Vereine im Osten gewesen, die Tradition würde komplett für sich sprechen. Wörtlich sagt der 47-Jährige: »Wenn es mal wieder einen Verein aus dem Osten gibt, der da anklopft, wo wir jetzt stehen, dann ist es Dynamo Dresden.«

2100 Tickets verkauft

Dass der SCP als Aufstiegskandidat auch erheblich an Selbstvertrauen dazugewonnen hat, sieht man auf dem Rasen. Baumgart konnte sich zum ersten Mal in dieser Saison auch eine Spitze in Richtung hoch gehandelter Konkurrenz wie den Hamburger SV oder FC St. Pauli nicht verkneifen. Er nannte diese beiden Klubs von der Elbe zwar nicht namentlich, sagte aber: »Viele, die vor uns standen, haben immer erzählt, worum es geht. Wir haben es gemacht.«

Am Samstagmittag schloss der SCP auch den Kartenvorverkauf für Dresden ab. Insgesamt 2100 Tickets wurden abgesetzt, 2900 stehen dem SCP zur Verfügung. »Wir rechnen mit 2500 SCP-Fans plus X. Das ist eine großartige Unterstützung«, sagt Geschäftsführer Martin Hornberger. Die Tageskassen am Rudolf-Harbig-Stadion öffnen für die Kurzentschlossenen um 13.30 Uhr.

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