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Mo., 20.05.2019

So sehen Paderborns Personalplanungen für die Eliteklasse aus Steht der Erstliga-Kader schon?

Paderborns Aufsteiger wie zum Beispiel Christopher Antwi-Adjei (großes Foto) Philipp Klement (unten links), Sebastian Schonlau (oben links) und Sebastian Vasiliadis sind auch bei anderen Bundesligisten in den Blickpunkt gerückt.

Paderborns Aufsteiger wie zum Beispiel Christopher Antwi-Adjei (großes Foto) Philipp Klement (unten links), Sebastian Schonlau (oben links) und Sebastian Vasiliadis sind auch bei anderen Bundesligisten in den Blickpunkt gerückt. Foto: Schwabe, imago

Paderborn (WB/MR). Dass der SC Paderborn in der ersten Liga spielt, steht erst seit Sonntag fest, die Personalplanungen hat der wohl scheidende Manager Markus Krösche aber schon sehr weit vorangetrieben. Das WESTFALEN-BLATT gibt hier einen ersten Überblick.

Hoch gehandelt

Spielmacher Philipp Klement (26, Vertrag bis 2020), Linksaußen Christopher Antwi-Adjei (25, vertrag bis 2021), Innenverteidiger Sebastian Schonlau (24, Vertrag bis 2020) und Sebastian Vasiliadis (21, Vertrag bis 2021) im defensiven Mittelfeld – dieses Quartett wird hoch gehandelt und ist bei anderen Vereinen ins Blickfeld gerückt. Allerdings hatte nur Antwi-Adjei eine Ausstiegsklausel, die ist abgelaufen. Das heißt, die Bundesliga muss viel Geld bieten, wenn sie einen dieser Spieler abwerben will. Sie alle können jetzt auch beim SCP in der 1. Liga spielen, allerdings ist das Gehaltsgefüge ein völlig anderes: Paderborn zahlt zwar nicht schlecht, ist aber abgeschlagenes Schlusslicht in der Gehaltstabelle der 1. Liga. Selbst kleinere Klubs wie Mainz 05 können das Drei- bis Vierfache bieten.

Neuzugänge

Mit Torjäger Streli Mamba (24) vom am Samstag abgestiegenen Drittligisten Energie Cottbus (1:1 in Braunschweig) steht ein Einkauf seit Monaten fest, dazu kommen Rechtsaußen Marcel Hilßner (24) von Hansa Rostock und die Nachwuchstalente Luca Kilian (19, Innenverteidiger) von Borussia Dortmund sowie Linksaußen Gianni Azzinnari (17) aus der U19 von Cosenza Calcio. Wobei Letzterer zunächst in der aus der Bundesliga abgestiegenen U19 des SCP zum Einsatz kommen wird.

Fraglich

Bei Mohamed Dräger (22) und Bernard Tekpetey (21) hat der SCP das Heft des Handelns nicht in der Hand. Der SC Freiburg hat Dräger bis 2021 an den SCP ausgeliehen, kann den Rechtsverteidiger aber auch schon jetzt (bis maximal drei Tage nach Saisonschluss) zurückholen. Da wäre nur eine kleine Ausbildungsentschädigung fällig. Bei Tekpetey ist die Sache anders: Der wurde fest verpflichtet, aber der FC Schalke 04 hat ein Optionsrecht vereinbart und könnte den Außenstürmer für etwa 1,5 Millionen Euro zurückkaufen. Allerdings läuft auch hier die Frist in dieser Woche ab.

Abgänge

Die Verträge von Michael Ratajczak (37), Leon Fesser (24), Lukas Boeder (22), Sascha Heil (20) und Olivér Schindler (19) laufen aus und werden nicht verlängert. »Ratta« soll als Torwarttrainer für den Nachwuchs weiterbeschäftigt werden, ein entsprechendes Angebot seitens des Vereins liegt vor, eine Entscheidung steht noch aus. Thomas Bertels kam gar nicht mehr zum Einsatz und beendet jetzt auch offiziell seine Laufbahn.

Gehen können auch Massih Wassey (30) und Felix Herzenbruch (26). Beide wurden in der Winterpause aussortiert, beide stehen aber noch bis zum 30. Juni 2020 unter Vertrag. Wobei Herzenbruch nach WB-Informationen wohl zu RW Essen wechseln wird.

Offen ist die Zukunft von Philippos Selkos (19) und Sergio Gucciardo (20). Während Selkos den Verein bei einem entsprechenden Angebot verlassen kann, möchte der SCP Gucciardo ausleihen.

Leihspieler

Fünf weitere Profis hat der SCP an verschiedene Klubs in Liga drei und vier ausgeliehen. Endgültige Entscheidungen will das Trainerteam erst in dieser Woche fällen, aber Phlipp Tietz (21, Carl Zeiss Jena) und Julius Düker (23, Eintracht Braunschweig) dürften keine Zukunft mehr beim SCP haben. Bei Rechtsaußen Felix Drinkuth (24, SF Lotte) geht die Tendenz in Richtung weitere Ausleihe, Ron Schallenberg (SC Verl) bleibt noch ein weiteres Jahr bei dem OWL-Nachbarn. Mittelstürmer Luca Pfeiffer (22) stieg mit dem VfL Osnabrück in die 2. Liga auf, die Niedersachsen würden den 22-Jährigen gerne noch ein weiteres Jahr behalten. Die Entscheidung liegt bei SCP-Trainer Steffen Baumgart.

Fazit

Der SC Paderborn ist bei seinen personellen Planungen schon sehr weit. Daran ändert auch der Aufstieg nichts, denn Krösche ist überzeugt: »Jeder Spieler in unserem Kader kann auch 1. Liga spielen.« Allerdings wird das Transferfenster bis zum 2. September geöffnet. Bis dahin ist noch viel möglich. In beide Richtungen.

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