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Di., 28.05.2019

Paderborn setzt sich gegen Mainz, Freiburg, Düsseldorf und St. Pauli durch Dörfler heiß begehrt

Letzter KFC-Einsatz im Finale: Johannes Dörfler (rechts) musste aber bereits nach 15 Minuten verletzungsbedingt raus.

Letzter KFC-Einsatz im Finale: Johannes Dörfler (rechts) musste aber bereits nach 15 Minuten verletzungsbedingt raus. Foto: imago

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Der SC Paderborn mag Geschwindigkeit. So stürmten die Ostwestfalen in nur einem Jahr mit viel Wucht von der 3. bis in die 1. Liga. Hohes Tempo bestimmt auch die Transferpolitik. Neun Tage nach dem Aufstieg stellte der SCP mit Johannes Dörfler bereits den vierten Neuzugang vor. Der 22-jährige Außenbahnspieler kommt vom Drittligisten KFC Uerdingen und unterschrieb einen Zweijahresvertrag.

Dörfler stand bei Erstligisten wie Mainz 05, SC Freiburg oder Fortuna Düsseldorf auf dem Zettel, auch der FC St. Pauli hatte sich um den ablösefreien Jungprofi bemüht. Am Ende machte aber der SCP das Rennen. Manager Markus Kröche erklärt, warum: »Überragende Geschwindigkeit, gute Technik und starker Abschluss – Johannes passt genau in unsere Spielidee.«

Eine durchwachsene Saison für Dörfler

Allerdings hat Dörfler, wie auch der KFC Uerdingen, nur eine durchwachsene Saison hinter sich. Ganze fünfmal stand er in der KFC-Startelf, erzielte zwei Tore, bereitete drei weitere vor und kam nach 38 Spieltagen nur auf 944 Einsatzminuten. »Man sollte seine letzte Saison in Uerdingen nicht als Maßstab nehmen. Bei dem Chaos war es für den jungen Kerl nicht so einfach«, bittet Krösche um Nachsicht.

Der KFC war als Aufstiegskandidat gestartet, verschliss während der turbulenten Saison aber vier Trainer und landete am Ende unter Coach Heiko Vogel nur auf Platz elf. Uerdingen feierte allerdings am Samstag mit dem Gewinn des Niederrheinpokals (2:1 gegen den Wuppertaler SV) noch einen versöhnlichen Abschluss. Wobei Dörfler diese finalen Minuten nicht genießen konnte: Nach einer Viertelstunde musste er wegen einer Oberschenkelzerrung raus.

Zwei weitere Talente im Visier

Mit Außenstürmer Marcel Hilßner (24) vom Drittligisten Hansa Rostock und Linksverteidiger Ismail Jakobs (19) von der U21 des 1. FC Köln (Regionalliga) hat der SCP noch zwei weitere Talente im Visier. Während die Verpflichtung von Hilßner nur eine Formsache zu sein scheint, ist es bis zu einem Transfer von Jakobs noch ein weiter Weg.

»Der Junge steht auf unserer Liste, aber da sind einige drauf«, sagt Kaderplaner Martin Przondziono und verweist auf die neue sportliche Situation in der Domstadt: Mit André Pawlak ist der Trainer von Jakobs zum Co-Coach von Achim Beierlorzer aufgestiegen und soll seinem neuen Chef zunächst helfen, sich ein Bild von den größten Talenten aus dem Unterbau zu machen.

Bis hier eine endgültige Entscheidung fällt, kann es also noch dauern. Druck hat der SCP aber ohnehin nicht. »Wir sind in unseren Planungen weit und wollen am Ende aber auch keine 35 Spieler im Kader haben«, sagt Przondziono. Wobei nicht nur die sportliche Entwicklung des SCP gut ist. Der Marktwert der Mannschaft liegt aktuell bei 16,8 Millionen Euro, vor einem Jahr waren es 8,9.

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