Kommentar zum Weggang von SCP-Manager Krösche
Geschichte geschrieben

Erst mit Steffen Baumgart den passenden Trainer geholt, dann von Liga drei bis Liga eins durchmarschiert, dazu zweimal das Pokal-Viertelfinale erreicht und Transfererlöse in Höhe von sieben Millionen Euro erwirtschaftet: Sportlich wie wirtschaftlich hat Markus Krösche beim SC Paderborn Geschichte geschrieben.

Dienstag, 04.06.2019, 10:09 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 10:54 Uhr
Markus Krösche beim Spiel gegen den HSV, das der SCP gewann. Foto: Jörn Hannemann
Markus Krösche beim Spiel gegen den HSV, das der SCP gewann. Foto: Jörn Hannemann

Wenn der Manager heute nach gut zweijähriger Amtszeit seinen Abschied bekannt geben wird, darf er sehr stolz zu RB Leipzig wechseln.

Auch, weil er ein gut bestelltes (Bundesliga-)Feld hinterlässt. Bei der Kaderplanung ist der SCP schon weit. Transferschluss ist zwar erst am 2. September, aber selbst wenn noch mehr Stammkräfte abgeworben werden, sind alle Verträge so verfasst, dass weitere Millionen-Einnahmen garantiert sind. Trotz stärkerer wirtschaftlicher Kraft verlässt der SCP aber seinen Weg nicht.

Herausragende Geschwindigkeit, gut ausgebildet und trotzdem extrem entwicklungsfähig – nach diesem Muster suchen Baumgart, Krösche und sein Nachfolger Martin Przondziono vorzugsweise in unteren Ligen noch immer die Spieler aus und achten besonders darauf, dass auch die Neuen Paderborns temporeichen Offensivfußball durchsetzen.

Das muss künftig ohne Krösche klappen, und die Chancen stehen nicht schlecht. Baumgart und Przondziono schätzen sich, das ist die Basis. Das Duo muss nun auch schnell lernen, mit herben Rückschlägen umzugehen. Ein völlig neues Gefühl, denn die gab es mit Krösche als Manager nicht. Als er kam, lag der SCP am Boden. Jetzt gilt es, das Erreichte zu erhalten. Das ist mindestens genauso schwer.

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