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Fr., 07.06.2019

Manager Krösche über seinen neuen Arbeitgeber und die Zusammenarbeit mit Paderborn – mit Video Krösche: »Leipzig ist eine Bereicherung für die Bundesliga«

Markus Krösche im Interview.

Markus Krösche im Interview. Foto: Oliver Schwabe

Paderborn (WB). Noch bis zum 15. Juni ist Markus Krösche Geschäftsführer Sport des SC Paderborn. Dann wechselt der 38-Jährige zu RB Leipzig. Über seinen neuen Klub, die damit verbundene Aufregung in Paderborn, Kommerz im Fußball und seine Karriereplanung sprachen Elmar Neumann, Matthias Reichstein und Oliver Kreth mit dem studierten Betriebswirt.

Herr Krösche, die Kooperation des SC Paderborn mit RB Leipzig wird von den Fans heiß diskutiert. Hat Sie die Wucht der Proteste überrascht?

Markus Krösche: Ganz klar: Ja. Mit dieser negativen Dynamik hatte bei uns keiner gerechnet. Ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass wir das Thema nicht optimal kommuniziert haben. Da wurden zu viele Dinge im Unklaren gelassen. Deshalb möchte ich noch einmal klarstellen: Es geht nur um eine rein sportliche Zusammenarbeit. Ich gebe da mal ein Beispiel: Wenn die künftige sportliche Führung des SC Paderborn entscheidet, dass ein Spieler aus Leipzig für sie infrage kommt, dann werden wir versuchen, eine gute Lösung für beide Vereine und den Spieler zu finden. Aber noch mal: Der SCP bleibt autark und nur wenn der Verein einen Spieler haben möchte, wird RB aktiv. *

Auch nach zehn Jahren ist Red Bull bei den Fußballfans ein Reizwort.

Krösche: Das Problem ist für die Fans das Konstrukt RB Leipzig mit einem Großsponsor und ohne eigene Tradition. Aber auch andere Vereine wie Bayer Leverkusen oder der VfL Wolfsburg haben einen Konzern oder eine Einzelperson im Hintergrund, ohne die die Fußball-Bundesliga so nicht möglich wäre. Außerdem finde ich, dass RB Leipzig mit seiner Art und Weise, wie dort Fußball gespielt wird, eine Bereicherung für die Bundesliga ist.

»Völlig falsche Richtung«

Ist die gesamte Diskussion nicht ohnehin scheinheilig? Alle Top-Klubs in Europa sind mittlerweile reine Wirtschaftsunternehmen.

Krösche: Das ist so. Auch hinter großen Klubs wie Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04 stehen große Konzerne als strategische Partner. Bei RB ist es nur viel »offensichtlicher«. Hier steht der Verein im direkten Zusammenhang mit einem Produkt, aber das ist für mich nicht negativ. Dieser Verein bietet tollen Fußball – das muss das Wichtigste sein.

Wenn man das Thema mal auf Paderborn herunterbricht, war es beim SCP zwei Jahrzehnte auch nicht anders.

Krösche: Auch deshalb läuft die Diskussion für mich in eine völlig falsche Richtung. Wir würden jetzt nicht in meinem Büro am Trainingszentrum sitzen, wenn Wilfried Finke nicht gewesen wäre. In Paderborn würde kein Stadion stehen und der Verein würde auch nicht zum zweiten Mal in der Bundesliga spielen. Als ich vor 18 Jahren in Paderborn ankam, gab es keinen Jungen auf der Straße, der das SCP-Trikot trug. Wir hatten 1000 Zuschauer und spielten in einem deutlich in die Jahre gekommenen Hermann-Löns-Stadion. Das zeigt, was so ein Mäzen einer ganzen Stadt bringen kann.

Wären es Ihnen trotzdem lieber, wenn die Kooperationspartner Leipzig und Paderborn nicht am vielleicht entscheidenden 34. Spieltag aufeinander treffen würden?

Krösche: Ich weiß nicht, ob diese Diskussion dann aufkommt. Grundsätzlich geht es an jedem Spieltag um drei Punkte. Deshalb wäre es mir egal, ob es dieses Duell am 1., 17. oder 34. Spieltag gibt.

Ist die 50+1-Regel überhaupt noch zeitgemäß?

Krösche: Die Frage kann man so pauschal nicht beantworten. Das hängt auch von der wirtschaftlichen Struktur im Umfeld eines jeden Klubs ab. Durch die Ausgliederung der Profiabteilung haben viele Vereine bereits den ersten Schritt gemacht und sich für potenzielle Investoren geöffnet. Da gibt es für mich kein Für und Wider. Wenn ich auf die Vereine in England oder Spanien schaue, wird es auf Sicht auch gar nichts anders gehen, als Investoren noch stärker einzubinden, um auch international konkurrenzfähig zu bleiben.

»Das Maximale an Erträgen«

Wo hört der Kommerz auf? Trikotwerbung, Ärmelsponsor, LED-Wände, Stadionname – das alles gehört zu Vermarktung. Wäre für Sie eine Grenze erreicht, wenn wir uns bei der Anstoßzeit demnächst am asiatischen Markt orientieren?

Krösche: Das ist ein schmaler Grat. Auf der einen Seite müssen wir Vereine wettbewerbsfähig bleiben und deshalb wollen wir immer das Maximale an Erträgen. Auf der anderen Seite muss das Produkt Fußball für die Rechteinhaber vielfältig bleiben. Das hat auch etwas mit Anstoßzeiten zu tun. Hier muss es einen Mittelweg geben, auf dem die Fans mitgenommen werden. Der Profifußball muss so strukturiert werden, dass es für den Fans erträglich bleibt. Das ist nicht ganz einfach.

Sie haben die Fans gerade angesprochen: Halten Sie Forderungen wie die, die jetzt gestellt werden, »entweder ihr lasst die Finger von der Kooperation oder wir unterstützen euch nicht mehr« für legitim? Oder haben Sie das Gefühl, dass die Fans ihre Position überschätzen und sich zu mächtig wähnen?

Krösche: Grundsätzlich darf jeder seine Meinung äußern. Aber trotzdem müssen auch mal Entscheidungen getroffen werden, die dem einen oder anderen nicht gefallen, bei denen es aber in erster Linie darum geht, das Produkt zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Wie gesagt: Bei der Kooperation, die jetzt im Raum steht, geht es allein um eine sportliche Angelegenheit, die Paderborn helfen soll, so lange wie möglich auf möglichst hohem Niveau Profifußball zu spielen. Und dann sind die Fans doch auch zufrieden. Sie kommen schließlich ins Stadion, weil sie einen Sieg des SCP sehen wollen. Und da muss man einem Verein die Möglichkeit einräumen, viele Dinge zu probieren, um seine Ziele zu erreichen.

War es eine Ihrer Vorgaben, dass der SCP in Form einer Kooperation von Ihrem Wechsel nach Leipzig profitieren soll?

Krösche: Ich habe keine Vorgaben gemacht. Das war eine Sache zwischen den Vereinen. Da war ich gar nicht involviert. Aber es ist doch klar, dass der Verein mir nach den vielen erfolgreichen Jahren immer nahe steht. Und wenn Leipzig uns helfen kann, es aber zugleich auch RB hilft, wenn sich beispielsweise ein Spieler auf hohem Niveau weiterentwickeln kann, dann ist das eine gute Geschichte für alle.

»Das ist nicht akzeptabel«

Ist das ein Angebot, das ein Verein wie der SC Paderborn gar nicht ausschlagen kann?

Krösche: Warum sollte er es auch tun? Warum sollte ein Verein auf die Möglichkeiten verzichten, den einen oder anderen Spieler von einem größeren Verein ausleihen zu können? Das ist doch Gang und Gebe. »Mo« Dräger haben wir aus Freiburg ausgeliehen. Bei Bernard Tekpetey haben wir mit dem FC Schalke 04 eine kreative Lösung gefunden, um ihn finanzieren zu können. Das waren ganz normale Geschichten. Und wenn der SCP und die sportliche Leitung einen Spieler von RB Leipzig interessant finden und wir das Gefühl haben, dass er sich beim SC Paderborn 07 weiterentwickeln kann, dann ist das doch für den Spieler eine super Geschichte, für Paderborn eine super Geschichte und für RB eine super Geschichte. Es gibt da nur Gewinner. Und für den Fan ist es auch eine super Geschichte: Wenn der Ausgeliehene vielleicht das entscheidende Tor zum Klassenerhalt schießt, dann sind alle glücklich. Es geht immer nur um das Spiel und darum, dass die Ziele erreichen zu können.

Die Entfremdung der Fans, die sehen Sie aber auch?

Krösche: Es ist naturgemäß ein schmaler Grat. Das Wichtigste ist dabei, dass man im regelmäßigen Austausch ist. Dass man eine enge Kommunikation mit den Fans, mit der Basis pflegt und auch Dinge erläutert. Wenn man die Meinung der anderen kennt, kann man auch Lösungen finden, mit denen beide Seiten gut leben können. Ich bin ein Freund von offener Kommunikation. Gerade bei schwierigen Themen ist es umso wichtiger, dass man sich über die Empfindungen und die Bedenken der Fans in Kenntnis setzen lässt, man aber auch seine eigene Sicht der Dinge erläutert, um dann zusammen einen gangbaren Weg zu finden.

Aber geht das nicht zum Teil weit über das erträgliche Maß hinaus? Wenn man sich ansieht, wie die TSG Hoffenheim und insbesondere Dietmar Hopp von den BVB-Fans angefeindet werden, wie gegen Dietmar Hopp gehetzt wird – da müssen doch irgendwo Grenzen gezogen werden.

Krösche: Ja, unbedingt. Ich bin ein Freund von Meinungsäußerungen, aber es muss immer auf einem vernünftigen Niveau passieren und das ist leider nicht immer der Fall. Da loggen sich auf den Social-Media-Kanälen Leute unter irgendeinem Synonym ein und beleidigen andere Menschen aufs Übelste. Wie im Internet hast du auch im Stadion immer ein paar Unverbesserliche, die meinen, in diese persönliche Schiene gehen zu müssen oder sogar Drohungen auszusprechen. Das ist nicht akzeptabel. Das hat nichts mit Meinungsäußerungen zu tun, das ist kriminell. Man kann versuchen, präventiv dagegen vorzugehen, indem man mit Weitsicht kommuniziert, aber man kann das leider nicht immer verhindern. Das ist unsäglich und auch nicht zu dulden und muss in der Härte sanktioniert werden, wie es beispielsweise Borussia Dortmund gemacht hat.

»Das wird intensiv, anstrengend, aber auch schön«

Kommen wir wieder auf Leipzig zu sprechen. Ralf Rangnick hat den Posten geräumt. Ist das ein guter Cut, oder wäre es Ihnen lieber gewesen, er wäre noch ein Jahr geblieben und sie hätten zu Beginn ein bisschen unter dem Radar fliegen können?

Krösche: Für mich ist es eine spannende Herausforderung und Ralf Rangnick wird mir immer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn ich Hilfe oder seinen Rat brauche. Ich bin ein Freund von offenem Austausch, denn man kann von solchen Top-Leuten extrem viel lernen. Ich freue mich auf die Aufgabe. Auch in dieser Position. Das wird intensiv, anstrengend, aber auch schön.

Jetzt müssen Sie sich auch mit Themen wie der Super League beschäftigen. Die ist in Paderborn kein Thema, aber in Leipzig sehr wohl. Ist das ein No-go, ist die Bundesliga unantastbar oder sagen Sie: »Ich bin offen für alles«?

Krösche: Ich finde, dass die Bundesliga ein super Produkt und in der aktuellen Konstellation auch ein erfolgreiches, interessantes Modell ist.

Die Bundesliga steht also unter Naturschutz?

Krösche: Ja. Es ist ein sehr, gutes Produkt, das merkt man an den Fans und an der Emotionalität. Die Leute haben Spaß und da sollte man nicht dran gehen.

Es gab auch Überlegungen, dass die großen Klubs erst in der zweiten oder der dritten Runde des DFB-Pokals einsteigen sollen.

Krösche: Aus meiner Sicht ist es perfekt, wie es aktuell in Deutschland läuft. Es ist doch gerade das Spannende und Schöne, wenn ein kleiner gegen einen großen Klub so früh spielt und dann vielleicht noch gewinnt.

»Die Weichen für die Zukunft sind gestellt«

Stichwort kleine Klubs: Im Amateursport gibt es immer weniger Zuschauer.

Krösche: Ich glaube, dass hat mit dem gesellschaftlichen Wandel zu tun. Vielleicht ist es nicht mehr so up to date, am Sonntag zum Fußballplatz zu gehen.

Könnte man diesen kleinen Vereinen nicht auch helfen, wenn man eine einheitliche Regelung findet, durch die sie während der gesamten Karriere eines von ihnen ausgebildeten Spieler an dessen Transfers verdienen?

Krösche: Das wäre gut, gar keine Frage. Aber wie will man das gestalten? Es gibt ja den Solidaritätsbeitrag ab einer gewissen Summe. Und meines Wissen profitiert Rot-Weiss Essen auch noch bei den Transfers von Mesut Özil. Einen Prozentsatz festzulegen, finde ich aber angesichts der individuellen Beispiele äußerst schwierig.

Zurück zum SC Paderborn: Ist der Vereine wirtschaftlich ohne zusätzlich Hilfe von außen lebensfähig?

Krösche: Der Verein hat eine gute Struktur und ist auch in den Gremien sehr gut aufgestellt. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Klar ist aber: Der Verein muss weitere Ertragsquellen generieren. Und klar ist auch: Spieler günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen bleibt ein Teil des Geschäftsmodells des SC Paderborn 07.

»Dann kann ich ruhigen Gewissens gehen«

Profifußball in Paderborn ist also auch ein Geschenk?

Krösche: Es ist ein hartes Stück Arbeit, das in Paderborn Profifußball gespielt werden kann. Und um das auch mal klar zu sagen: Paderborn ist a priori kein Erstligist. Das ist toll, eine riesige Herausforderung. Aber die Rahmenbedingungen hier weichen deutlich ab, selbst von sogenannten kleinen Vereinen wie dem SC Freiburg. Da liegen Welten dazwischen. Deshalb sollte jeder stolz sein, dass hier in Paderborn Profifußball gespielt wird.

Wieso gerade jetzt der Schritt weg von Ihrem Klub?

Krösche: Es ist ein guter Zeitpunkt. Da war das Angebot von RB Leipzig und damit eine Struktur, in der ich mich weiterentwickeln kann. Eine Struktur, in der ich meine Ideen einbringen kann, in der ich mich persönlich entwickeln kann, weil ich dort noch viel lernen kann. Und wenn man zwei Jahre zurückschaut und dann auf den Ist-Zustand beim SCP schaut, dann kann ich ruhigen Gewissens gehen. Mission beendet – für den Moment.

War es eine Entscheidung für Leipzig oder gegen Schalke?

Krösche: Es war eine Bauchentscheidung für Leipzig. Sicher auch wegen der schon erwähnten Strukturen. Denn sicher ist es bei mir in den vergangenen zwei Jahren gut gelaufen. Das wird aber nicht immer so sein. Und dann helfen vorhandene Strukturen, um wieder erfolgreich zu werden.

Und bei Leipzig ist sportlich nur der Sky das Limit?

Krösche: Natürlich nicht. Da gibt es auch kein open end. Das Budget bestimmt die sportlichen Möglichkeiten. Und die sind auch in Leipzig nicht grenzenlos. Es geht, wie bei anderen Klubs auch, um den maximal möglichen Erfolg. Und Leipzig versucht das auch mit jungen Spielern. Es geht in erster Linie um die Art und Weise, wie man erfolgreich ist. Wie in Paderborn.

»Kaderplanung erst in ein, zwei Wochen«

Nehmen Sie Spieler mit nach Leipzig?

Krösche: Damit habe ich mich noch nicht beschäftigt. Die Wahrscheinlichkeit ist aber nicht sehr hoch. Ich werde in die Kaderplanung erst in ein, zwei Wochen einsteigen.

Oder kommt ein Leipziger nach Paderborn?

Krösche: Stand jetzt nicht. Das erste Signal muss dann ja vom SC Paderborn kommen.

Warum ist Martin Przondziono der richtige Mann für Ihre Nachfolge?

Krösche: Er hat ein sehr großes Netzwerk. Wir haben erfolgreich zusammen gearbeitet, Martin hat ein gutes Verhältnis auch zu den Angestellten in der Geschäftsstelle. Er wohnt in Paderborn. Und er hat ein ähnliches Verständnis vom Fußball und den Spieler. Deshalb ist er die ideale Besetzung.

Hätten Sie ihn gerne mitgenommen?

Krösche: Ja klar. Gute Mitarbeiter, mit denen man vertrauensvoll zusammengearbeitet hat, hat man immer gerne um sich. Aber jetzt hat sich für Martin die Möglichkeit hier eröffnet.

»Fußballgeschäft entwickelt sich so rasch und unerwartet«

Innerhalb von nur zwei Jahren wurden Sie zum bundesweit gefragtesten Fußball-Manager.

Krösche: Von der Dynamik war ich schon überrascht. Ich kann das aber gut einschätzen. Der Erfolg spült einen nach oben, bei ausbleibendem Erfolg geht die Dynamik aber auch in die andere Richtung. Aber natürlich ist es angenehm, mit positiven Dingen in Verbindung gebracht zu werden.

Und was kommt nach Leipzig: Bayern, Dortmund, das Ausland?

Krösche: Ich habe keinen Karriereplan. Ich bin ein Mensch, der dass, was er tut, möglichst gut und mit voller Überzeugung machen will. Ich plane nicht zu weit voraus. Und ganz wichtig: Ich will auch Spaß bei der Arbeit haben. In meinem Leben war vieles Zufall. Das ist doch auch der Grund, warum wir hier sitzen. Als mich Herr Finke vor zwei Jahren gefragt hat, willst Du nicht hier Manager werden, haben mich viele gefragt, bist du verrückt? Aber ich habe das Potenzial gesehen, ich hatte da Lust darauf. Und klar ist doch auch: Das Fußballgeschäft und auch das Leben entwickeln sich so rasch und unerwartet, da ist eine Planung doch fast unmöglich.

 

* In einer früheren Version des Interviews hatte sich Markus Krösche im Hinblick auf mögliche Spielerwechsel anders geäußert. Wie er mitteilte, sei diese Aussage inhaltlich falsch gewesen. Deshalb hat die Redaktion die Formulierung seiner Antwort seinem Wunsch entsprechend angepasst.

Kommentare

Super Interview

Super Statement. So habe ich Markus Krösche als Spieler und nunmehr auch als Manager erlebt, ehrlich, zielstrebig mit Bodenhaftung.
Einige Fans vergessen wohl, dass wir ohne Markus nicht in der 1. Bundesliga wären. Markus (u.a. mit seinem guten Händchen für gute Spieler) ist neben unserem verstorbenen Präsidenten Wilfried Finke (der sehr, sehr viel Geld in den Verein gegeben hat) und unserem Trainer Steffen Baumgart (mit seiner Spielphilosophie) einer der Macher der letzten Jahre, die den SC Paderborn geprägt haben. Ich finde die Idee der Kooperation sehr gut. Hiervon können beide Vereine profitieren (ich denke sogar mehr der SC P). Manche Fans nehmen sich meiner Meinung nach zu wichtig und denke nett formuliert ein wenig engstirnig.

Er hätte bleiben sollen, aber er geht ja nicht ganz

Krösche ist ein Top-Mann und er wird seinen Weg gehen. Und wie er andeutet, wird er den SCP dabei nicht aus den Augen lassen. Das ist aller Ehren wert und die aktive Fanscene sollte das berücksichtigen.

Natürlich weiß er auch, dass zu Oberliga-Zeiten, als er kam nur 1000 Zuschauer im Schnitt vor Ort waren. Merchandise gab es damals noch gar nicht. Ja, die Entwicklungen sind rasant, besonders international. Die 50+1 Regel ist gut und wichtig. International ist Deutschland aber isoliert.
Wenn ich Traditionalisten mit FC Liverpool-Begeisterung sehe, lache ich mich schlapp. Das ist ebenfalls kein Verein mehr, sondern ein US-Konzern. Dafür gibt es in England auch keine Ultra-Szene mehr, nur noch Kommerz. Der Fußball hat sich verändert und der Bogen wird halt immer weiter gespannt, vielleicht wird er eines Tages reißen. Niemand möchte englische Verhältnisse, da schaue ich mir halt lieber keine CL mehr an.
Natürlich leidet der Amateurfußball hierzulande unter Zuschauerschwund, nämlich gerade weil die 1-3 Liga über das ganze Wochenende verteilt spielen. Die Leute können sich nicht teilen, das sollte doch jedem klar sein.

HSV, Regensburg, Fürth, Kiel, Hertha, Bielefeld, Heidenheim, Mönchengladbach, Braunschweig, Bochum, Kaiserslautern, Wiesbaden, Aue, Erfurt, Zwickau, Rostock.... usw.
Das sind alles Vereine, die in den letzten Jahren Spieler von RB ausgeliehen haben. Es gab nicht einen einzigen Fan-Protest dagegen. Daher muss es möglich sein mit RB in welcher Form auch immer zusammenarbeiten zu können.

Ich glaube fest daran, dass es einen Kompromiss geben kann, mit dem alle Seiten gut leben können. Klar ist aber auch, wenn die Verantwortlichen des SCP die negative Meinung der aktiven Fanscene ignorieren, werden vielleicht nächstes Jahr (bei einem Abstieg) nicht mehr 500 Fans mit nach Sandhausen fahren, sondern nur noch 10.

Ich lese immer nur Geld, Geld, Geld. Die Verantwortlichen haben immer noch nicht begriffen das es niemanden um eine Kooperation geht, sond schlicht um den Partner RB an sich.

Auch ist fragwürdig, dass die Partnerschaft mit der wettbewerbsfähigkeit auf dem Internationalen Markt legitimiert wird. Nützt wohl alles doch mehr RB als dem SCP? Oder kommt bald Real Madrid an die Pader?

3 Kommentare

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