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Fr., 14.06.2019

Paderborns Manager packt ein, aber der Kader ist nahezu komplett Krösche hat das Feld bestellt

Markus Krösche verlässt den SCP, aber Nachfolger Martin Przondziono (rechts) findet gute Voraussetzungen vor.

Markus Krösche verlässt den SCP, aber Nachfolger Martin Przondziono (rechts) findet gute Voraussetzungen vor. Foto: Jörn Hannemann

Von Peter Klute

Paderborn (WB). An diesem Freitag räumt Markus Krösche seinen Schreibtisch beim SC Paderborn . Am Samstag endet seine Amtszeit beim SCP, am 8. Juli wird er als Sportdirektor bei RB Leipzig vorgestellt. Sein designierter Nachfolger Martin Przondziono steht längst in den Startlöchern.

Mit Krösches Abgang geht beim SCP nach mehr als 17 Jahren in verschiedenen Funktionen eine Ära zu Ende, doch der scheidende Geschäftsführer Sport hinterlässt zwei Wochen vor Beginn der Vorbereitung ein bestelltes Feld. Der Paderborner Kader für die zweite Saison in der 1. Fußball-Bundesliga ist nahezu komplett.

»Am großen Ganzen wird sich nicht mehr viel ändern. Das Gerüst steht und damit hat der Verein definitiv die Chance, den Klassenerhalt zu schaffen«, sagt der 38-Jährige und begründet seine positive Einschätzung so: »Der Kader ist ausgewogen, verfügt über viel Potenzial, Kreativität und Geschwindigkeit. Acht oder neun Spieler laufen die 30 Meter unter 3,9 Sekunden. Das ist außergewöhnlich.«

Acht Neuzugängen, neun Abgänge

Nach der Rückkehr ins Oberhaus ist beim SC Paderborn personell einiges passiert, acht Neuzugängen stehen bislang neun Abgänge gegenüber. Während Krösche bei Phillip Tietz (war an Carl Zeiss Jena ausgeliehen und hat drei Anfragen aus der 3. und 2. Liga) in den nächsten Tagen mit einem weiteren Wechsel rechnet, ist die Zukunft von Felix Drinkuth, der im Winter von Eintracht Norderstedt kam und sofort zu SF Lotte ausgeliehen wurde, ungewiss. Geht es nach Krösche, soll der Stürmer ein weiteres Jahr woanders Spielpraxis sammeln.

Keine Perspektive beim SCP hat nach wie vor Massih Wassey, der nach langer Verletzungspause schon im Winter aussortiert wurde, aber immer noch keinen neuen Verein präsentiert hat. Sein Vertrag läuft noch bis 2020. Auch andere wie Tobias Schwede, die in der Rückrunde kaum noch Berücksichtigung fanden, haben bisher keine Abwanderungsgedanken geäußert.

»Das Trainerteam wird diese Dinge zeitnah besprechen und Spieler informieren, wenn sie in den Planungen keine Rolle mehr spielen«, sagt Krösche. Umgekehrt, so betont er, liegen bis dato keine Angebote für Spieler wie Sebastian Vasiliadis oder Christopher Antwi-Adjei, sich mit starken Leistungen auch für andere Vereine empfohlen haben, vor. »Man kann nur schwer einschätzen, was in einer Vorbereitung passiert, aber momentan gehe ich davon aus, dass den SCP kein Leistungsträger mehr verlassen wird«, sagt Krösche.

Bedarf auf der rechten Abwehrseite

Dass es noch Zugänge geben könnte, schließt er indes nicht aus. So steht Ismail Jakobs, Linksverteidiger vom Regionalligisten 1. FC Köln II, weiter im Fokus. Auch auf der rechten Abwehrseite haben die Ostwestfalen noch Bedarf. »Hier ist Mo Dräger derzeit quasi alleine, auch wenn Neuzugang Johannes Dörfler diese Position auch spielen könnte«, stellt Krösche fest. Neben dem verletzten Stammkeeper Leopold Zingerle wird Dräger ebenso wie Jamilu Collins aufgrund der Nominierung für den Afrika-Cup (21. Juni bis 19. Juli in Ägypten) einen Teil der Vorbereitung verpassen.

Kommentare

Vielen Dank, Markus!

Letzter Arbeitstag! Vielen Dank Markus für alles was du für den Verein geleistet hast. Ich bin mir sicher, dass du eines Tages den Weg zurück zum SCP findest und hier wieder aktiv wirst, in welcher Form auch immer.

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