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Sa., 15.06.2019

Oliver Mintzlaff:  Wettbewerb zwischen beiden Clubs gewährleistet RB-Geschäftsführer verteidigt Kooperation mit Paderborn

Die Fankurve in Paderborn

Die Fankurve in Paderborn Foto: Oliver Schwabe/Archiv

Leipzig/Paderborn (dpa). Geschäftsführer Oliver Mintzlaff von RB Leipzig hat Unverständnis über Kritik an der geplanten Kooperation mit dem künftigen Bundesliga-Konkurrenten SC Paderborn geäußert.

Oliver Mintzlaff Foto: dpa Die avisierte Zusammenarbeit der beiden Fußball-Clubs hatte teilweise heftige Reaktionen ausgelöst. Der Wettbewerb zwischen beiden Clubs sei gewährleistet, betonte Mintzlaff in einem am Samstag veröffentlichten Interview des Internet-Portals »Sportbuzzer«. Er bestritt darin, dass man das Thema unterschätzt habe.

»Es gibt weder wirtschaftliche Interessen noch Absprachen mit Paderborn«, sagte Minzlaff. »Die Kooperation ist rein sportlicher und inhaltlicher Natur, im Sinne eines Austausches von Expertise, vor allem im Bereich Spieler- und Traineraus- und Fortbildung.« Es gebe keine konkret in Aussicht gestellte Leihe oder sonstige Personalie. Die Kooperation sei geprüft und sauber, von der Deutschen Fußball Liga gebe es keine Einwände.

Kritik einer Leipziger Fan-Gruppierung und den Verdacht der Wettbewerbsverzerrung bezeichnete er als haltlos. »Wenn es einzelne Gruppierungen gibt, die sich bei uns gequält fühlen, dann sollen diese doch bitte daheimbleiben. Wir haben eine riesige Fan-Basis, zwingen niemanden, in unser Stadion zu kommen«, sagte Mintzlaff.

Der bisherige Paderborner Manager und neue Leipziger Sportdirektor Markus Krösche hatte ebenfalls mit Verwunderung reagiert, aber eingeräumt, dass man mit der negativen Dynamik nicht gerechnet habe.

Kommentare

Schöne Aussicht


Leipzig und Paderborn können sich einen modernen Fußball vorstellen und gehen daran, das auch umzusetzen. Das betrifft sowohl die Spielweise als auch das ganze Erscheinungsbild: keine Ultras, kein Pyro, keine Gewalt, keine Hurensöhne-Gesänge, keine Todesdrohungen, kein Kotwerfen. Ich finde das gut.

Ach ja, darüber hinaus: keine wahnsinnigen Kosten für Polizei, mehr Familien in den Stadien, weiniger Idioten, weniger Pyro. 10jährige können wieder ganz normal mit Mama und/oder Papa zu nem Fußball Spiel der ERSTEN Liga gehen ohne Angst zu haben.

Leipzig ist in dieser Beziehung Vorreiter, PB kann einen bedeutenden Schritt in diese Richtung machen.

Der Fußball ist für alle da, und die meisten von "alle" sind normale Leute. Also wird es mittel / langfristig wieder in diese Richtung gehen. Hools, Ultras, Extremisten, Nazis - Fußball ist nicht eure Bühne.

Sehr nett zitiert

Da haben Sie den Herrn Mintzlaff aber nett zitiert. Das Zitat ging noch weiter: "Wir beobachten genau, wer die friedliche Atmosphäre für seine Zwecke nutzen will. 99 Prozent der Zuschauer fühlen sich bei uns wohl. Und die wollen weder Pyro noch Politik im Stadion."
So geht also RB mit Anhängern um, die es wagen, der Vereinsführung zu widersprechen. Dann handelt es sich gleich um Ruhestörer, die "Politik ins Stadion" bringen möchten. Und automatisch wird unterstellt, dass man dann auch sicher mit Pyrotechnik um sich werfen würde.
Demokratie und Recht des Andersdenkenden sind keine Begriffe, die man im RB-Imperium schätzt.

2 Kommentare

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