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Mo., 17.06.2019

Krösche-Nachfolger Przondziono will den SC Paderborn in den Top 30 etablieren »1. Liga ist ein großes Abenteuer«

Martin Przondziono ist der neue Geschäftsführer Sport beim Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn.

Martin Przondziono ist der neue Geschäftsführer Sport beim Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn. Foto: Matthias Reichstein

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Als Anfang März die ersten Anfragen aus der Bundesliga eingingen, machte sich Markus Krösche keine Sorgen darum, dass es ohne ihn beim SC Paderborn nicht laufen würde. »Unsere Strategie ist unabhängig von Personen. Es wird hier alles genauso weitergehen, auch wenn ich nicht mehr da sein sollte«, sagte Krösche damals.

Seit vergangenen Samstag ist Krösches Amtszeit als Geschäftsführer Sport beim SCP Geschichte. Mit dem zweiten Aufstieg in die 1. Liga hinterließ der künftige Sportdirektor von RB Leipzig seinem alten Verein ein riesiges Abschiedsgeschenk und auch, was seinen Erben beim SCP angeht, dürfte der 38-Jährige ein gehöriges Wort mitgesprochen haben. Von Anfang an bezeichnete er die Beförderung von Martin Przondziono, den Krösche im September 2018 als Leiter Sport Lizenzbereich an die Pader geholt hatte und der am vergangenen Freitag offiziell zu seinem Nachfolger bestellt wurde, als die »beste Lösung«.

Philosophie fortführen

Das sah auch der Verein so, denn keiner steht mehr dafür, die Philosophie von Krösche fortzuführen. »Was Kaderplanung und die Führung eines Vereins oder von Menschen angeht, denken Markus und ich absolut deckungsgleich. Vielleicht habe ich hier und da eine andere Ansprache oder mal eine andere Vorstellung bei Ablösesummen. Aber an unserer Ausrichtung wird sich nichts ändern«, sagt der 50-Jährige.

Krösches Nachfolge ist also geklärt, ob und durch wen dessen alte Funktion in Zukunft ausgefüllt wird, noch nicht. »Ich habe mich damit beschäftigt und auch schon einige Gespräche geführt. Es ist noch nicht ganz geklärt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir wieder jemanden dazunehmen. Kandidaten gibt es genug, wir müssen nur den Geeigneten finden«, sagt der Ex-Profi, der seine ersten Handlungen im neuen Amt so umschreibt: »Erst einmal geht es darum, den Kader zu verfeinern und die Strukturen weiter zu verbessern. Als kleiner Verein müssen wir perspektivisch denken, um mithalten zu können. Dabei ist es egal, ob wir in der 1., 2. oder 3. Liga spielen.« Eine Videoanlage am Trainingsplatz ist gerade in­stalliert worden, ein Videoanalyst soll in Kürze eingestellt werden.

Spielweise wie Bremen, Hoffenheim und Leipzig

Das Wichtigste aber ist: Die Spielidee bleibt bestehen. »Die 1. Liga wird für uns alle ein großes Abenteuer. Wir werden demütig sein, aber unsere Art und Weise, Fußball zu spielen, werden wir nicht verändern. Wir sind alle gespannt, ob das auch auf höchstem Niveau klappt, aber wir möchten auch dort so viele Spiele wie möglich gewinnen.«

Mittelfristig sei es das Ziel, sich unter den Top 30 in Deutschland zu etablieren. »Dann hätten wir als SC Paderborn viel erreicht«, sagt Przondziono, der sich an der Spielweise von Werder Bremen, 1899 Hoffenheim und RB Leipzig orientieren möchte. Gerade Leipzig verwundert bei den gleichen Ansichten von Martin Przondziono und seines Vorgängers Markus Krösche nicht.

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