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Do., 27.06.2019

Oberrang mit 2700 zusätzlichen Sitzplätzen – Aufsteiger investiert 5,5 Millionen Euro SCP baut das Stadion aus

Ein neuer Oberrang mit 2700 Sitzplätzen: So könnte die Paderborner Arena zu Beginn der Rückrunde 2020/21 aussehen.

Ein neuer Oberrang mit 2700 Sitzplätzen: So könnte die Paderborner Arena zu Beginn der Rückrunde 2020/21 aussehen. Foto: ARGE-Stadionbau

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Aufsteiger SC Paderborn und die Stadiongesellschaft (PSG) wollen die Benteler-Arena bis Januar 2021 in zwei Schritten ausbauen und 5,5 Millionen Euro investieren. Das kleinste Bundesligastadion Deutschlands wird dann 17.700 Besuchern Platz bieten.

Das Paderborner Problem ist bekannt: In dem 2008 fertig gestellten Stadion (15.000 Plätze) können zwar 9200 Besucher stehen, das Sitzplatzangebot ist mit 5.800 allerdings arg begrenzt. »Die Nachfrage ist riesig. Wir könnten bei jedem Heimspiel sehr viel mehr Sitzplätze verkaufen. Wenn wir sportlich erfolgreich sind, auch in der 2. Liga«, erklärt PSG-Geschäftsführer Josef Ellebracht und ergänzt: »Wir brauchen eine zukunftsweisende Spielstätte.«

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Wir brauchen eine zukunftsweisende Spielstätte.

Josef Ellebracht

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Der Paderborner Plan sieht nun so aus: Im ersten Bauabschnitt soll die Erweiterung des VIP-Bereiches durch eine Aufstockung des Funktionsgebäudes um ein weiteres Geschoss erfolgen. In diesem dritten Obergeschoss sind 235 zusätzliche Innenraum-Plätze auf einem neuen Oberen Rang geplant. Der Baubeginn ist für Dezember 2019 vorgesehen, die Eröffnung des neuen VIP-Bereiches ist zum Start der Spielzeit 2020/2021 geplant. Die Kosten liegen hier bei etwa 1,5 Millionen Euro. Im Mai 2020 soll der geplante zweite Bauabschnitt beginnen. Hier wird ein neuer Oberrang mit 2.700 Sitzplätzen einschließlich weiterer VIP-Plätze als Einhang-Tribünen entstehen. Bereits in der Sommerpause soll der Rohbau fertig sein, der Tribünenausbau, die zusätzlichen Treppenaufgänge mit den weiteren Toiletten und Kiosken wird im Spielbetrieb der Hinrunde 2020/2021 fortgesetzt. »Rechtzeitig vor dem Heimspiel wird ein Baustopp erfolgen. Unsere Gäste in der Arena werden nicht beeinträchtig«, betont Ellebracht. Dafür geben Verein und PSG weitere vier Millionen Euro aus. Die Einweihung der gesamten Stadionerweiterung soll zum ersten Heimspiel der Rückrunde 2020/2021 folgen.

Nach Abzug aller Kosten bleibt etwas übrig

Der SCP muss nach Fertigstellung mehr Miete an die PSG zahlen. Die steigt auf jährlich 1,45 Millionen Euro (für 1. Liga und bis Platz 9 in der 2. Liga, ansonsten 250.000 Euro weniger) und gilt für Arena und Trainingszentrum. Nach Abzug aller Kosten bleibt dennoch etwas übrig. »Wenn es optimal läuft und wir immer ausverkauft sind, kommen wir auf eine Ergebnisverbesserung von 2 Millionen Euro«, sagt Ellebracht.

In der zweiten Liga würde der Umbau zu einem Kraftakt

17 ausverkaufte Heimspiele sind in Paderborn nur in der 1. Liga realistisch, deshalb lassen sich Verein und PSG auch noch ein Hintertürchen offen. »Unser Vermarkter Infront und auch die Geschäftsführung des SCP wollen auch bauen, wenn wir den Klassenerhalt nicht schaffen. Aber finanziell würde der Umbau für den Verein in der 2. Liga dann doch ein Kraftakt«, betont Ellebracht, der als Diplom-Ingenieur den An- und Umbau plant, ausführen wird das Projekt das Paderborner Bauunternehmen Bremer AG. Die Spezialisten für Stahlbetonfertigteile errichteten bereits die Arena. Doch zunächst stellt der SCP als Mieter den Bauantrag, der bis Anfang September mit allen erforderlichen Gutachten bei der Stadt eingereicht wird.

Der SCP muss auch bauen: 8000 Sitzplätze sind Pflicht

So ganz freiwillig baut der SCP aber nicht: Seit dem 1. Juli 2017 müssen Erstliga-Stadien mindestens 8.000 Sitzplätze haben. Das sagen die DFL-Statuten. In dieser Saison spielt der SCP daher auch nur mit einer Ausnahmegenehmigung, wurde aber unmissverständlich aufgefordert, Pläne für den Ausbau vorzulegen. Das Ergebnis ist die Erweiterung auf 8.600 Sitzplätze.

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