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Do., 04.07.2019

Paderborn: Aufregung um geplatzte Kooperation mit RB Leipzig hallt nach – SCP siegt in Salzkotten mit 20:0 Rangnick kritisiert Mintzlaff

Eine Glanztat: Salzkottens Torhüter Johann Lobin stoppt hier Paderborns Neuzugang Streli Mamba.

Eine Glanztat: Salzkottens Torhüter Johann Lobin stoppt hier Paderborns Neuzugang Streli Mamba. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein und Elmar Neumann

Paderborn (WB). Die geplatzte Kooperation zwischen dem SC Paderborn und RB Leipzig hallt noch immer nach. Jetzt kritisierte der ehemalige RB-Sportdirektor Ralf Rangnick das Vorgehen von Leipzigs Klub-Boss Oliver Mintzlaff.

Bei einem Podiumstalk im »Club International« in Leipzig sagte Rangnick: »Das war sicherlich nicht die allerbeste Idee, dies bei einer Pressekonferenz zu verkünden.« Im Nachgang ordnete er das Vorgehen seines Klubkollegen Mintzlaff so ein: »Das glaube ich, hat Oliver Mintzlaff hinterher auch eingesehen. Eigentlich ist es ein bisschen schade. So haben wir Fangruppierungen die Chance gegeben, aus einer Eintagsfliege einen Elefanten zu machen. Und selbst wenn es die Kooperation gegeben hätte – wen hätte es interessiert?« Am Ende der Talkrunde, die von der ARD-Moderatorin Franziska Schenk geleitet wurde, klang Rangnick aber wieder versöhnlich: »Ich habe auch schon bei Pressekonferenzen etwas gesagt, wo ich mir hinterher selbst an den Kopf gefasst habe.« Mintzlaff hatte die geplante Kooperation bei der Verpflichtung von Paderborns Manager Markus Krösche angedeutet, von »Hospitationen« gesprochen und gesagt: »Da gibt es ein komplett neues Management-Team in Paderborn, dem wir nach dem Bundesliga-Aufstieg unter die Arme greifen wollen.«

Der SCP hatte mit dem Wechsel von Krösche nach Sachsen am 4. Juni die Kooperation ebenfalls öffentlich gemacht und zunächst von einer »umfangreichen Zusammenarbeit« geschrieben. Als die Fanproteste immer größer wurden, folgte am 19. Juni die »Rolle rückwärts«, und beide Vereine gaben das Ende der Kooperation bekannt.

Fußball-Feuerwerk in Salzkotten

Am Mittwochabend stand beim SC Paderborn nur der Ball im Mittelpunkt. 1500 Fans wollten das Testspiel beim A-Ligisten VfB Salzkotten sehen und wurden nicht enttäuscht. Der Bundesligaaufsteiger brannte ein Fußball-Feuerwerk ab und gewann am Ende mit 20:0 (7:0). Vor der Pause trafen Streli Mamba (5.), Oliveira Souza (13./36./44.), Kai Pröger (18./25.) und Khiry Shelton (35.). Trainer Steffen Baumgart wechselte in der Halbzeit komplett, der Torhunger wurde aber noch größer. Ben Zolinski (49./79./89.), Christopher Antwi-Adjei (52./63.), Rifet Kapic (56./60.), Felix Drinkuth (62./82.), Marcel Hilßner (67./74.), Babacar Gueye (68.) und ein Eigentor von Alfred Peters (84.) sorgten für den Endstand. »Es war ein guter Wettkampf, wir haben heute viel von dem umgesetzt, was wir uns vorstellen, und deshalb gibt es von mir nur Lob für meine Mannschaft«, sagte Baumgart. Besonders auffällig waren die Neuzugänge Streli Mamba (konnte ein paar Tore mehr machen) und Geburtstagskind Rifet Kapic (wurde 24). Baumgart war mit allen zufrieden: »Wir hatten viele Torschützen. Von der ersten bis zu letzten Minute waren alle konzentriert dabei.«

Am Samstag trifft der SCP in Delbrück auf den englischen Drittligisten Ipswich Town FC, der glänzend gelaunte Baumgart sieht einer deutlich schwereren Aufgabe ganz gelassen entgegen: »Ein 20:0 wird es nicht.«

SCP, 1. Hz.: Huth - Dörfler, Hünemeier, Kilian, Schwede - Pröger, Gjasula, Ritter, Souza - Shelton, Mamba

SCP, 2. Hz.: Brüggemeier - Drinkuth, Strohdiek, Schonlau, Holtmann - Hilßner, Vasiliadis, Kapic, Antwi-Adjei - Zolinski, Gueye

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