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Mo., 15.07.2019

Laurent Jans ist der erste Luxemburger in Diensten des SC Paderborn – mit Video »Ich bin bereit«

Premiere: Beim Test in Delbrück (rechts Kapitän Daniel Austenfeld) trug Laurent Jans zum ersten Mal das SCP-Trikot.

Premiere: Beim Test in Delbrück (rechts Kapitän Daniel Austenfeld) trug Laurent Jans zum ersten Mal das SCP-Trikot. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Beim SC Paderborn gab und gibt es längst eine Ansammlung von Fußballern aus aller Welt. Spieler aus europäischen Ländern, Afrikaner, Kanadier und US-Amerikaner kickten beispielsweise schon hier. Jetzt ist ein neues Land hinzu gekommen: Luxemburg.

In der vergangenen Woche stellte der SCP Laurent Jans als zehnten Neuzugang vor. Der 26-jährige Kapitän der luxemburgischen Nationalmannschaft wurde für ein Jahr vom französischen Erstliga-Aufsteiger FC Metz (Vertrag bis 2021) ausgeliehen, danach besitzen die Paderborner eine Kaufoption. Damit reagierte der Bundesliga-Neuling auf das Vakuum rechts in der Viererabwehrkette. »Mit Laurent verfügen wir nun neben Mo Dräger über eine zweite Variante. Das macht uns flexibler. Schon bei seinem ersten Einsatz in Delbrück hat er nach nur einer Trainingseinheit gezeigt, was er kann, auch wenn die Abstimmung noch ein wenig gefehlt hat«, freut sich Trainer Steffen Baumgart.

Die Freude beruht auf Gegenseitigkeit. »Ich habe beim SC Paderborn sofort diese familiäre Atmos­phäre gespürt. Das schätze ich und ist im Profi-Fußball etwas verloren gegangen«, sagt Jans. Einen besonderen Reiz übt auf ihn die Bundesliga aus. »Das ist einer der größten Wettbewerbe in Europa, daher musste ich nicht lange überlegen und bin Metz dankbar, dass der Wechsel geklappt hat«, sagt er mit strahlenden Augen und in perfektem Deutsch.

Denn: In seiner Heimat lernen die Kinder in der Schule ab der zweiten Klasse Französisch und Deutsch, Englisch kommt als dritte Fremdsprache erst später hinzu. Da in Luxemburg zahlreiche deutsche TV-Programme ausgestrahlt werden, ist es kein Wunder, dass Jans sich bestens auskennt. »Ich wusste zwar bis zu meinem Wechsel nicht genau, wo Paderborn liegt, aber der SCP war mir sehr wohl ein Begriff. Ich habe regelmäßig Spiele der 1. und 2. Bundesliga verfolgt«, sagt Jans.

Jetzt ist er mittendrin, spielt nicht mehr wie in Luxemburg vor »nur wenigen hundert Zuschauern«, sondern mehrfach vor mehr als 50.000 Fans: »In Deutschland sind die Stadien immer voll, egal zu welcher Jahreszeit. Darauf freue ich mich am meisten.«

Das wird neu für ihn, den Vergleich mit den besten Fußballern Europas kennt er zumindest ansatzweise schon aus der Nationalmannschaft. »Sich mit den Besten zu messen, ist ein großer Ansporn«, weiß er. Den Konkurrenzkampf mit dem bislang gesetzten Dräger scheut er nicht und kann sich aufgrund der noch längeren Abwesenheit des Tunesiers aufgrund des Afrika-Cups nachhaltig empfehlen. »Die Trainer wissen, was Mo kann. Natürlich möchte ich so viel spielen wie möglich, aber erst einmal ist es wichtig, dass ich Spaß habe in jedem Training. Der Rest kommt von alleine«, sagt Jans.

Blick nur noch nach vorne

Für Freude in der täglichen Arbeit sorge auch Steffen Baumgart. »Dass er ein sehr guter Trainer ist, zeigen seine Erfolge in den vergangenen Jahren. Ich kenne ihn noch nicht so gut, aber mein erster Eindruck ist, dass er Späße mag. Das ist bei aller Konzentration auf die Arbeit auch wichtig, um unser großes Ziel Klassenerhalt zu erreichen«, sagt Jans, der in Kürze mit seiner Freundin Claude eine Wohnung in Paderborn beziehen wird.

Ostwestfalen soll für länger seine Heimat bleiben, nachdem es in Frankreich für ihn alles andere als optimal gelaufen ist. »Wir hatten drei Rechtsverteidiger und unser Trainer Frédéric Antonetti war aufgrund einer schweren Krankheit seiner Frau monatelang nicht da. Das war schon speziell«, blickt Jans zurück. Doch das ist Vergangenheit, jetzt geht sein Blick nur noch nach vorne: »Ich war vom SCP sofort überzeugt, daher ging es nach der Anfrage auch sehr schnell. Jetzt bin ich bereit, voll durchzustarten.«

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