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Sa., 20.07.2019

Paderborn gewinnt und verliert gegen Sandhausen – Gueye verletzt »Wir wollten so vielen Spielern wie möglich die Chance geben«

Treffsicher: Sebastian Vasiliadis erzielt das 1:0 im Test gegen Sandhausen.

Treffsicher: Sebastian Vasiliadis erzielt das 1:0 im Test gegen Sandhausen. Foto: Jörn Hannemann

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Um dem großen Kader von mehr als 30 Spielern gerecht zu werden, absolvierte Bundesligist SC Paderborn am Freitag einen nicht-öffentlichen Test im Trainingszentrum gegen den Zweitligisten SV Sandhausen . Mit zwei Mannschaften über zweimal 90 Minuten.

»Wir wollten so vielen Spielern wie möglich die Chance geben, über eine längere Distanz zu spielen. Darum ging es und genau so haben wir uns das vorgestellt«, sagte Trainer Steffen Baumgart und kommentierte das 2:1 und 2:3 nach 180 Minuten so: »Wir haben ein Mal gewonnen und ein Mal verloren, aber die Ergebnisse sind zweitrangig. Im ersten Spiel haben wir es im ersten Durchgang gut gemacht und hatten in der zweiten Hälfte Probleme. Im zweiten Spiel war es umgekehrt. Alles andere werden wir in aller Ruhe analysieren.«

Bis auf Mohamed Dräger und Jamilu Collins (Urlaub nach Afrika-Cup) Jan-Luca Rumpf (Knöchel), Leopold Zingerle (Reha nach Schulter-OP), Klaus Gjasula (grippaler Infekt) und Sebastian Schonlau (Sehnenanriss unterm Fuß) kamen alle Spieler zum Einsatz.

Trio im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stand dabei ein Trio: Sven Michel, Babacar Gueye und Sebastian Vasiliadis. Bei Letztgenanntem war es weniger die Tatsache, dass er im ersten Spiel das 1:0 erzielte, sondern vielmehr gab es eine bemerkenswerte Aussage von Manager Martin Przondziono über den Rotschopf. Angesprochen auf den Stand der Kaderplanung, sagte Przondziono: »Vasi ist unverkäuflich.«

Einen Standpunkt, den Przondzionos Vorgänger Markus Krösche (jetzt RB Leipzig) nie vertreten hatte. Ob Dennis Srbeny (Norwich City), Robin Krauße (FC Ingolstadt) oder Philipp Klement (VfB Stuttgart): Krösche ließ auch die Besten ziehen. Getreu dem Motto: »Das gehört beim SCP dazu und ich bin kein Karriereverhinderer.« Przondziono begründete seine Einstellung bei Vasiliadis, der 2018 vom Drittligisten VfR Aalen gekommen war, so: »Wir haben seinen Vertrag im Dezember vorzeitig bis 2021 verlängert, weil wir gesehen haben, welches Potenzial dieser Junge hat. Vasi ist eine ganz wichtige Komponente in unserem Spiel und es wäre jetzt der falsche Zeitpunkt, ihn abzugeben.«

33 Spieler im Kader

Gesprächsbereiter wären die Paderborner wohl bei Jamilu Collins. »Ich habe mit seinem Berater gesprochen und es gibt Anfragen. Aber solange nichts konkret ist, beschäftigen wir uns damit nicht«, sagte Przondziono, der sich an diesem Samstag mit seiner Familie für gut eine Woche in den Urlaub nach Mallorca verabschiedet. Denn die meiste Arbeit ist getan.

»Der Kader hört sich mit 33 Spielern groß an, aber es sind auch vier Torhüter und einige U21- und U19-Spieler dabei. Die werden ab der kommenden Woche wieder in ihren Altersklassen trainieren«, sagt Przondziono. Nach Sergio Gucciardo (Alemannia Aachen) steht auch Philippos Selkos vor einem Wechsel.

Abwarten müsse man den Heilungsverlauf bei Innenverteidiger Schonlau, und seit Freitag gibt es auch bei Babacar Gueye ein Fragezeichen in Sachen Saisonstart. Der Stürmer wurde mit Verdacht auf Muskelfaserriss in der linken Wade ausgewechselt, ein MRT am Montag soll Klarheit bringen. Sollten beide länger ausfallen, könnte der SCP noch nachlegen, auch wenn sich gegen Sandhausen im Angriff ein nicht ganz unwichtiger Spieler zurückmeldete.

Sven Michel, der seit Montag 29 Jahre alt ist und in der abgelaufenen Aufstiegssaison in der 2. Liga zehnmal getroffen hat, gab sein Comeback nach mehr als zweiwöchiger Verletzungspause. In der 56. Minute für Gueye eingewechselt, bestritt Michel sein erstes Testspiel in der laufenden Vorbereitung, nachdem ihn eine Wadenzerrung im linken Bein nur wenige Tage nach dem Trainingsauftakt außer Gefecht gesetzt hatte. Mit Extraschichten will er nun den Rückstand aufholen.

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