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Mo., 19.08.2019

Bei einem Elfmeter für den SCP hätte der Bayer-Profi Rot gesehen Verwirrung um Wendells Handspiel

Der Brasilianer Wendell wehrt den Schuss von Sven Michel auf der Linie mit der Hand ab.

Der Brasilianer Wendell wehrt den Schuss von Sven Michel auf der Linie mit der Hand ab. Foto: imago

Leverkusen (WB/pk). Einen Videobeweis gab es beim Paderborner Saisonauftakt in Leverkusen nicht. Eine Szene sorgte dennoch für viel Diskussionsstoff.

In der 25. Minute ließ Christopher Antwi-Adjei auf der linken Seite Nationalspieler Jonathan Tah stehen und passte in die Mitte. Sven Michel zog ab und schien seinem zweiten Treffer an diesem Tag ganz nahe. Leverkusens Schlussmann Lukas Hradecky war bereits geschlagen, als sein Verteidiger Wendell auf der Linie den Ball in bester Torwartmanier mit der Hand abwehrte. Michel hob sofort die Arme und reklamierte Elfmeter, Streli Mamba aber traf im Nachschuss zum 2:2. »Da hat er gut reagiert«, lobte SCP-Trainer Steffen Baumgart den Torschützen. Schiedsrichter Tobias Stieler aus Hamburg gab den Treffer und zeigte Wendell Gelb. Alles korrekt.

Doch was wäre gewesen, wenn der Unparteiische vorher auf Strafstoß entschieden hätte oder Mamba den Ball am Tor vorbei geschossen hätte und es nachträglich Elfmeter gegeben hätte. »Rot für den Brasilianer und Paderborn wäre mehr als eine Stunde in Überzahl gewesen«, waren sich die meisten in der BayArena inklusive Leverkusens Trainer Peter Bosz einig, der meinte: »Gut für uns, dass Mamba getroffen hat.«

Stieler entscheidet richtig

SCP-Coach Steffen Baumgart teilte diese Einschätzung nicht: »Leverkusen ist auch mit einem Spieler weniger gut genug. Meines Erachtens gibt es in diesem Fall aber nur die Gelbe Karte, weil dort die Dreifachbestrafung wie beim Torwart abgeschafft worden ist.« Doch er irrte.

»Bei einem personenorientierten Vergehen im Strafraum oder wenn ein Feldspieler auf der Torlinie mit der Hand rettet, gibt es trotz Elfmeter Rot, bei einem ballorientierten Vergehen Gelb«, teilte Paderborns stellvertretender Kreisvorsitzender und ehemaliger Schiedsrichter-Obmann Erich Drotleff auf Anfrage mit und lobte Stieler: »Er hat gewartet und richtig entschieden. Weil noch das Tor gefallen ist, war die Gelbe Karte korrekt.«

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