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Di., 20.08.2019

Warum Dräger und Collins in die Startelf rutschten Blitzcomeback der Afrika-Cup-Teilnehmer

Schon in Leverkusen durften Mo Dräger und Jamilu Collins (Mitte von links) von Beginn an für den SC Paderborn ran.

Schon in Leverkusen durften Mo Dräger und Jamilu Collins (Mitte von links) von Beginn an für den SC Paderborn ran. Foto: dpa

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Sven Michel anstelle von Ben Zolinski – diese personelle Änderung beim SCP gegenüber dem DFB-Pokal in Rödinghausen überraschte nicht. Dass beim Paderborner Bundesliga-Auftakt in Leverkusen (2:3) Mohamed Dräger und Jamilu Collins anstelle der Neuzugänge Laurent Jans und Gerrit Holtmann in der Startelf standen, damit war nicht unbedingt zu rechnen.

Dräger und Collins waren nach der Teilnahme im Afrika-Cup (dort gewann Collins mit Nigeria das Spiel um Platz drei gegen Dräger und Tunesien) verspätet in die Vorbereitung eingestiegen und nach anschließendem Urlaub gerade zwei Wochen vor Serienstart nach Paderborn zurückgekehrt. Schon in Rödinghausen standen sie im Kader, Collins wurde in der Schlussphase eingewechselt.

Dräger und Collins »besser in Schuss«

Nun durften beide, nach einer guten Woche im Mannschaftstraining, von Beginn an ran. Weil sie so gut in Schuss waren oder ihre Vertreter im Pokal enttäuschten? Trainer Steffen Baumgart begründete die Blitzcomebacks erst so: »Gerrit ist von Haus aus ein Offensivspieler und hat nur hinten ausgeholfen.«

Dann fuhr er fort: »Mo und Jamilu haben gespielt, weil sie schon sehr viel besser in Schuss sind, als wir erwarten konnten. Daher haben wir entschieden, dass sie es verdient haben, ihren Platz aus der Vorsaison jetzt schon zurückzubekommen. Und beide haben ein sehr gutes Spiel gemacht. «

Dräger zeigte sich von seiner Nominierung wenig überrascht: »Ich fühle mich gut, auch wenn mir am Ende etwas die Puste ausgegangen ist. Wir haben bewiesen, dass wir gegen eine Top-Mannschaft mithalten können und hätten einen Punkt verdient gehabt«, sagte er, dessen Stellungsfehler in der 69. Minute allerdings zum Leverkusener Siegtreffer führte und der später ausgewechselt wurde. Am Samstag geht es gegen seine Geburtsstadt Freiburg, dann wird der Deutsch-Tunesier wieder beginnen.

Huth bleibt vorerst Nummer eins

Es spricht viel dafür, dass sich personell bis dahin wenig verändern wird. Leopold Zingerle, der am Sonntag im geheimen Test gegen Arminia Bielefeld (1:3) sein Comeback feierte, kommt nach seiner schweren Schulterverletzung noch nicht wieder für ein Pflichtspiel in Frage. So bleibt Jannick Huth vorerst die Nummer eins.

Nach der Nicht-Berücksichtigung von Holtmann und Jans war Huth in Leverkusen neben Streli Mamba der zweite Neuzugang in der Paderborner Anfangself. »Was soll ich sagen? Jannik hat drei Bälle aufs Tor bekommen und alle waren drin«, sagte Baumgart, ergänzte aber: »Jannik hatte ein sicheres Aufbauspiel und hat klare Entscheidungen getroffen.« Mit Mamba war er trotz des Tores nicht voll zufrieden: »Er muss zulegen.« Sven Michel aber lobte seinen neuen Sturmpartner: »Wir ergänzen uns gut, ich freue mich auf mehr.«

»Cauly hat das gut gemacht«

Nach einer Stunde war Mambas Bundesligadebüt vorbei, für ihn kam ein dritter Neuer: Cauly Oliveira Souza. »Wir wollten mehr Ballsicherheit, Cauly hat das gut gemacht«, urteilte Baumgart. Auch Holtmann (in der 74. Minute für Kai Pröger eingewechselt) brachte frischen Wind.

Jans blieb wie Luca Kilian und Rifet Kapic die komplette Spielzeit draußen. Sehr zum Leidwesen einer luxemburgischen Journalistin, die extra wegen eines Beitrags über den Nationalspieler angereist war.

Schwede vor Abgang?

Die SCP-Novizen Marcel Hilßner, Johannes Dörfler und Jan-Luca Rumpf standen gar nicht im Kader, ebenso wie Tobias Schwede, der schon in der Rückrunde der abgelaufenen Saison keine Rolle mehr spielte und nur auf zwei Einsätze kam. »Tobias hat es schwer, aber es gibt für ihn viele Interessenten. Wir arbeiten an einer guten Lösung für alle Seiten und es ist gut möglich, dass da noch etwas passiert«, sagte Manager Martin Przondziono.

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Nur bedingt Drägers Fehler

Beim 3:2 kann man nur bedingt Mo Dräger die Schuld geben. Pröger hätte den 9er von Leverkusen stellen müssen, damit Mo raus auf die Außen gehen kann. Hat er aber nicht, somit blieb Mo bei der 9. Das Mo allerdings nicht mehr frisch wirkte konnte man schon bei der vorherigen Kopfball-Chance von Volland sehen. Da ist er einfach nur nebenher getrappt und dann kam halt die gute Flanke rein. Pröger und Dräger wirkten beide nicht erschöpft.

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