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Fr., 23.08.2019

Fünf Siege und drei Niederlagen in elf Spielen gegen SCP: Bilanz spricht für Freiburg Zuletzt musste sich Streich entschuldigen

Aufstiegsfreude 2016 in Paderborn: Christian Streich herzt seine Spieler Philipp und Kempf.

Aufstiegsfreude 2016 in Paderborn: Christian Streich herzt seine Spieler Philipp und Kempf.

Paderborn (WB/MR). Fünf Siege und nur drei Niederlagen in elf Spielen: Die Bilanz spricht vor dem Duell in der Bundesliga (Samstag, 15.30 Uhr, Benteler Arena) eindeutig für den SC Freiburg. Einige Treffen in Paderbor n waren allerdings besonders bedeutungsvoll.

Duell Nummer eins fand am 10. November 2004 statt und war Paderborns erstes Spiel in einem Achtelfinale des DFB-Pokals. Am Ende setzten sich die Gäste, damals noch trainiert von Volker Finke, erst nach Elfmeterschießen mit 6:3 gegen den Regionalligisten durch. Was damals noch niemand wusste: Das Spiel war überschattet vom Hoyzer-Skandal. Der von Pavel Dotchev betreute SCP hatte sich in der ersten Runde gegen den Hamburger SV nur mit 4:2 durchgesetzt, weil der Berliner Schiri die Partie verkauft hatte.

Im Gedächtnis haften geblieben ist auch der 10. Februar 2008. Präsident Wilfried Finke hatte Coach Holger Fach und Manager Michael Born gefeuert, Pavel Dotchev zurückgeholt und Christian Schreier mit der sportlichen Leitung betraut. Erster Gegner war der SC Freiburg, die Ostwestfalen siegten 3:2. Das reichte, um die Rote Laterne abzugeben, zum Klassenerhalt aber nicht. Am Saisonende stand der Abstieg aus der 2. Liga.

Hexenkessel auch mit 15.000 Zuschauern

Am 6. Dezember 2014 gab es ein 1:1. Elias Kachunga (89.) rettete dem Bundesligaaufsteiger spät den Punkt. Viel Lob gab es von Freiburgs Trainer Christian Streich für die Paderborner Fans: »Sie haben gezeigt, dass man für einen Hexenkessel keine 80.000 Zuschauer braucht, dafür reichen auch 15.000.«

Mit einer Entschuldigung von Streich endete das bislang letzte Duell am 29. April 2016. Freiburg siegte 2:1 und machte damit die Rückkehr in die Bundesliga perfekt, der SCP war nach der Niederlage praktisch abgestiegen. Die Freiburger Spieler stürmten hinterher die Paderborner Pressekonferenz und verpassten ihrem Erfolgscoach eine Bierdusche. Streich war darüber wenig erfreut – und forderte mehr Respekt vor dem Gegner. »Haut ab, die spielen noch gegen den Abstieg!«, rief der 50-Jährige seinen Spielern zu und schickte sie vom Podest.

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