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Mo., 26.08.2019

Der SC Paderborn macht hinten zu viele Fehler und lässt vorne zu viel liegen »Es muss auch mal ein Tor reichen«

Da war die Welt für Streli Mamba und den SC Paderborn noch in Ordnung. Der Stürmer bejubelt sein frühes 1:0.

Da war die Welt für Streli Mamba und den SC Paderborn noch in Ordnung. Der Stürmer bejubelt sein frühes 1:0. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Erstes Bundesligator in Leverkusen: kein Punkt. Zweites Bundesligator gegen Freiburg: wieder kein Punkt. Streli Mamba hat meist ein Lächeln auf den Lippen, am Samstag nach dem Abpfiff war der Neuzugang des SC Paderborn aber doch ein wenig geknickt. »Das ist sehr bitter. Mir wäre es lieber, ich hätte noch gar nicht getroffen und dafür hätten wir den einen oder anderen Punkt«, sagte er.

So aber steht der Aufsteiger nach zwei sehr ordentlichen Auftritten mit leeren Händen da. Was die Ostwestfalen in der 1. Liga erwartet, wurde im ersten Heimspiel gegen einen durchschnittlichen Gegner besonders deutlich. Die Mannschaften im Oberhaus sind effizient und brauchen nicht viele Möglichkeiten, um Treffer zu erzielen. »Wir waren die bessere Mannschaft, aber in dieser Liga wird jeder Fehler bestraft. Die müssen wir minimieren, das ist ein Lernprozess«, sagte Mamba.

Mamba mit einigen Chancen

Das gilt sowohl für die Defensive als auch für die Offensive. Hinten ist der SCP nicht stabil, vorne lässt er zu viele Chancen liegen. Das traf gegen Freiburg besonders auf Mamba zu. Nach seinem frühen 1:0 hatte er mehrfach die Möglichkeit nachzulegen. Die größte Gelegenheit verpasste er in der neunten Minute, als er alleine auf das Gehäuse von Alexander Schwolow zulief, dann aber von Verteidiger Nico Schlotterbeck eingeholt wurde. »Da hatte ich das 2:0 auf dem Fuß«, schilderte er später diese Szene.

Auch da sah man, was in Liga eins abgeht. »Das war für mich Neuland. In der 3. Liga kommt kein Gegenspieler so schnell zurück. Ich habe mich auf den Schuss konzentriert und geschaut, wo der Torwart steht, doch auf einmal war der Verteidiger wieder da«, sagte Mamba, der noch zweimal dicht vor einem weiteren Torerfolg stand.

In der 28. Minute vertändelte er nach einem Pass von Christopher Antwi-Adjei die Kugel, in der 70. Minute passte Antwi-Adjei flach in die Mitte, und Mamba schoss daneben. Uwe Hünemeier 39., (Pfosten) und Antwi-Adjei (50.) scheiterten per Kopf ebenfalls in aussichtsreicher Position.

»Es geht für uns nicht darum, jede Woche einen Blumenstrauß zu bekommen«

So gab es, wie in Leverkusen, statt Punkte wieder nur Komplimente. »Uns war schon vorher klar, was hier auf uns zukommt, aber nach zwei Minuten wussten wir endgültig, was los ist. Das 2:1 zur Pause war glücklich für uns, da hatten wir maximal ein Unentschieden verdient oder Paderborn hätte sogar führen müssen«, sagte Freiburgs Trainer Christian Streich.

Sein Gegenüber Steffen Baumgart konnte sich dafür naturgemäß nichts kaufen und antwortete genervt: »Es geht für uns nicht darum, jede Woche einen Blumenstrauß zu bekommen. Wir brauchen Punkte, und die haben wir nicht, obwohl ich den Jungs nichts vorwerfen kann.«

Auch Sven Michel hat es schon langsam satt, gelobt zu werden. »Wenn jemand sagt, dass unsere Chancen locker für einen Sieg hätten reichen müssen, ist das komplett richtig. Es kann aber auch nicht sein, dass wir jede Woche drei oder vier Tore erzielen müssen, um ein Spiel zu gewinnen. Es muss auch mal ein Treffer reichen, um uns zu belohnen.«

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