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Sa., 31.08.2019

Vor dem Spiel in Wolfsburg bittet Trainer Baumgart um mehr Geduld SCP sucht Stabilität

Es schlägt wieder ein: Kai Pröger (links) und Jannik Huth kommen zu spät, Changhun Kwon trifft zum 3:1 für Freiburg.

Es schlägt wieder ein: Kai Pröger (links) und Jannik Huth kommen zu spät, Changhun Kwon trifft zum 3:1 für Freiburg. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Wo beim SC Paderborn der Hebel zu allererst angesetzt werden muss, ist unschwer zu erkennen. Dem Bundesliga-Neuling fehlte es bislang an Stabilität. Eine neue Prüfung folgt am Samstag (15.30 Uhr, Sky) beim VfL Wolfsburg.

»Fehler passieren, aber wir brauchen eine gewisse Sicherheit. Die haben wir im Moment nicht. Aber es ist auch nicht so, dass die uns jede Woche fehlt«, sagt Trainer Steffen Baumgart. Fakt ist: Der Aufsteiger aus Ostwestfalen kassierte in den ersten beiden Ligaspielen sechs Gegentore.

Wobei man zwischen beiden Partien schon etwas unterscheiden muss: Bayer Leverkusen entzauberte den SCP mit drei erstklassig kreierten Treffern, Freiburg musste nur auf krasse Fehler warten. »Ich habe jetzt nicht das Rezept, das sofort hilft«, sagt Baumgart ganz ehrlich, »wichtig ist, dass die Jungs weiter mit Selbstvertrauen arbeiten und es künftig besser machen.«

Offensiven Ausrichtung

Anders zum Gegner stehen, die Räume enger machen, noch aggressiver anlaufen oder einfach mal über 90 Minuten hoch konzentriert bleiben – die Liste der Verbesserungsvorschläge ließe sich fortsetzen, nur über einen Punkt denkt Baumgart nicht nach: einen Abschied von der offensiven Ausrichtung. »Wir wollen auch in Wolfsburg unseren Fußball durchsetzen«, kündigt der Coach an, gibt den Kurs damit klar vor – und der heißt: Visier runter und Vollgas-Fußball.

Ungeachtet dessen bestätigte Baumgart noch einmal, dass der SCP einen weiteren Defensivspieler (WB vom 28. August) verpflichten möchte. Idealerweise einen Profi, der sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung spielen kann. Baumgart betont aber gleichzeitig: »Ich bin mit unserer Abwehrarbeit nicht unzufrieden. Aber wir sind da in der Breite nicht so gut aufgestellt.«

Wechsel ausgeschlossen

Damit spielt Baumgart noch einmal auf den Langzeitausfall Sebastian Schonlau (Sehnenverletzung an der Fußsohle) an und unterstreicht, wie wichtig der 25-Jährige vor Saisonstart in seinen Planungen war: »Da ist mir einer weggebrochen, der gedanklich einen Stammplatz im Abwehrzentrum hatte.« Mit Jan-Luca Rumpf (20) und Luca Kilian (19) stehen zwei ganz junge Spieler als Alternativen im Kader, besonders den künftigen U21-Nationalspieler hebt Baumgart hervor: »Kilian macht das sehr gut. Er wird seine Chance bekommen.«

Einen Wechsel am Samstag in Wolfsburg schloss er aber bereits zu Wochenbeginn kategorisch aus. Uwe Hünemeier und Christian Strohdiek würden ihre Sache gut machen, wenn auch über einzelne Situationen explizit gesprochen werden müsse. An die Kritiker richtete Baumgart diesen Satz: »Wir werden die nötige Stabilität bekommen, auch wenn es für den einen oder anderen etwas länger dauert.«

Eine weitere Bewährungsprobe wartet in der Volkswagen-Arena. Die Wolfsburger starteten mit zwei Siegen (2:1 gegen den 1. FC Köln, 3:0 bei Hertha BSC), zeigten gutes Umschaltspiel, Passgenauigkeit, gefährliche Standards und glänzten bei nur einem Gegentor auch mit einer guten Absicherung nach hinten. Diese und noch andere Stärken zählt Baumgart auf, über die Schwächen des Gastgebers sagt er nur so viel: »Ich hoffe, ich finde darauf die richtigen Antworten.«

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