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Sa., 31.08.2019

1:1 beim VfL Wolfsburg: Souza trifft für den SC Paderborn Endlich ein Punkt

Paderborns Souza Cauly Oliveira bejubelt sein Tor zum 0:1 gegen den VfL Wolfsburg.

Paderborns Souza Cauly Oliveira bejubelt sein Tor zum 0:1 gegen den VfL Wolfsburg. Foto: dpa

Von Matthias Reichstein

Wolfsburg (WB). Der SC Paderborn hat den Fehlstart in die Fußball-Bundesliga verhindert und mit dem 1:1 (1:0) beim VfL Wolfsburg den ersten Punkt in dieser Saison geholt. Bei den Niedersachsen brachte Cauly Souza die Ostwestfalen in Führung, Josip Brekalo (56.) glich nach der Pause aus.

»Wir entwickeln uns. Diesen ersten Bundesligapunkt werden wir nicht vergessen«, sagte SCP-Trainer Steffen Baumgart. Wolfsburgs französischer Nationalspieler Josuha Guilavogui hielt fest: »Wir müssen klar sagen, dass Paderborn das richtig gut gemacht hat. Sie sind sehr viel gelaufen und das war einfach schwer für uns.«

Während Steffen Baumgart seiner Elf vertraute , die zuletzt das Heimspiel gegen den SC Freiburg mit 1:3 verlor, stellte der in der Liga zweimal siegreiche Trainerkollege Oliver Glasner einmal um: Felix Klaus musste auf die Bank, für ihn stürmte Josip Brekalo.

Gedenkminute zum Beginn

Die Partie begann aber zunächst mit einer Gedenkminute für den verstorbenen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG Ferdinand Piëch. Dann legten die Hausherren direkt los. Nach einem Zuspiel von Brekalo zog Joao Victor (4.) sofort ab, Jannik Huth im Tor klärte mit dem Fuß.

Eine Verletzung von Xaver Schlager (11.) brachte den bis dato tonangebenden VfL etwas aus dem Konzept. Schlager (blieb im Rasen hängen) musste raus (für ihn kam Yannick Gerhardt), die Unordnung nutzte der SCP eiskalt: Im Anschluss legte Sven Michel für Streli Mamba auf, der spielte quer auf Cauly Souza, und der Brasilianer nutzte in Minute zwölf die freie Bahn zur 1:0-Führung. Antwi-Adjei (45.) hätte nach Pass von Michel sogar noch erhöhen können, sein Schuss war aber für Koen Casteels im VfL-Tor keine Gefahr.

Anders als gegen Freiburg war Paderborns Quote nach der ersten Hälfte besser: zwei Chancen, ein Tor und keinen Gegentreffer. »Am besten spielen wir mal gut und holen Punkte«, hatte sich Christopher Antwi-Adjei nach der jüngsten Heimniederlage gegen die Breisgauer gewünscht, nach 45 Minuten sah das ergebnistechnisch schon mal gut aus. Der SCP stand auch kompakter, wirkte gegen allerdings einfallslose Wolfsburger stabiler und ließ kaum etwas zu.

Ausgleich nach der Pause

Das änderte sich in Durchgang zwei. Der gerade eingewechselte Admir Mehmedi eroberte sich gegen Sebastian Vasiliadis den Ball, Wout Weghorst legte auf Brekalo ab und der traf zum 1:1-Ausgleich (56.). Eine Minute später war es Huth, der den Rückstand verhinderte und einen Volleyschuss von Weghorst entschärfte.

Doch es war ein Schlagabtausch: Paderborn machte mit und kam ebenfalls zu Möglichkeiten. Streli Mamba (59.), Sven Michel (75.) und Sebastian Vasiliadis (78.) konnten da mehr draus machen. Hektisch wurde es in der fünfminütigen Nachspielzeit. Erst verhinderte Mohammed Dräger eine erneute SCP-Niederlage, als er für den zuvor sehr hart angegangenen und auf dem Boden liegenden Torwart Jannick Huth einen Schuss von Klaus abwehrte. Anschließend gab es noch Gelb für Klaus Gjasula nach einer heftigen Attacke. Dann war das Unentschieden perfekt. SCP-Kapitän Christian Strohdiek sagte: »Die Hitze war schon extrem. Der Punkt ist das richtige Medikament gegen die Schmerzen.« Dräger befand: »Wir fahren mit einem Punkt nach Hause und haben nicht verloren. Das ist etwas, worauf wir aufbauen können. Und dann gehen wir mit Selbstvertrauen ins nächste Heimspiel.«

So geht’s weiter

Jetzt hat der SC Paderborn erst einmal Pause. Wegen der Länderspiele wird für den SC Paderborn der vierte Bundesligaspieltag erst am 15. September angepfiffen. Dann kommt der FC Schalke 04 nach Paderborn.

Die SCP-Fans müssen aber nicht ganz auf das Team von Trainer Steffen Baumgart verzichten. Am 7. September (Anstoß: 13 Uhr) ist der Verein beim Kreisligisten TuS Wewelsburg zu Gast. Der Verein feiert an diesem Tag seinen 100.Geburtstag. Baumgart testet in der Pause aber noch einmal, die Partie gegen den Zweitligisten VfL Osnabrück am Freitag, 6. September, findet aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Statistik

VfL Wolfsburg: Casteels – Knoche, Guilavogui, Brooks – William, Schlager (11. Gerhardt), Arnold, Roussillon – Brekalo (87. Klaus), Joao Victor (55. Mehmedi) – Weghorst

SC Paderborn: Huth – Dräger, Strohdiek, Hünemeier, Collins – Souza (80. Holtmann), Vasiliadis, Gjasula, Antwi-Adjei – Mamba (66. Sabiri), Michel (86. Zolinski)

Zuschauer: 23.750

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)

Tore: 0:1 Souza (12.), 1:1 Brekalo (56.)

Gelbe Karten: - / Hünemeier (2), Holtmann, Gjasula (2)

Rote Karten: keine

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