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Fr., 06.09.2019

Huth bleibt vorerst Paderborns Nummer eins – geheimer Test gegen Osnabrück Zingerles Geduldsprobe

Im Test gegen Osnabrück darf SCP-Torwart Leopold Zingerle 90 Minuten ran, in der Meisterschaft muss er warten.

Im Test gegen Osnabrück darf SCP-Torwart Leopold Zingerle 90 Minuten ran, in der Meisterschaft muss er warten. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Es ist übersichtlich geworden auf dem Trainingsplatz des Bundesligisten SC Paderborn. Fünf Nationalspieler (Laurent Jans, Klaus Gjasula, Luca Kilian, Mohamed Dräger und Jamilu Collins) sind oder gehen auf Länderspielreise, dazu kommen neben dem langzeitverletzten Sebastian Schonlau angeschlagene Spieler wie Khiry Shelton (Erkältung), Cauly Oliveira Souza (muskuläre Probleme in der Kniekehle) und Sebastian Vasiliadis (Fuß).

Einer ist seit Wochen wieder voll dabei, aber irgendwie doch noch nicht mittendrin. Torwart Leopold Zingerle hat seinen Platz aufgrund einer Schultereckgelenkssprengung an Neuzugang Jannik Huth verloren und dabei bleibt es vorerst auch. Zwar wird Zingerle, der bislang eine Halbzeit im Test gegen Arminia Bielefeld und eine komplette Partie mit der U21 in der Oberliga gegen den FC Gütersloh absolviert hat, an diesem Freitag im geheimen Kräftemessen mit dem Zweiligisten VfL Osnabrück 90 Minuten absolvieren – in der Meisterschaft muss er sich aber nach wie vor hinten anstellen. Das macht Trainer Steffen Baumgar klar, indem er sagt: »Es gibt kein Rennen um die Nummer eins, die Torwartfrage stellt sich aktuell nicht.«

Huth als Torhüter

Das bedeutet, Huth hütet das SCP-Tor im nächsten Meisterschaftsspiel gegen den FC Schalke 04 (15. September) und auch in den drei Spielen danach bei Hertha BSC (21. September) sowie im Heimspiel-Doppelpack gegen Bayern München (28. September) und Mainz 05 (5. Oktober). Erst in der dann folgenden zweiten Länderspielpause will Baumgart über einen möglichen Torwarttausch nachdenken. »Jannick hat das bislang sehr gut gemacht und wird in seinem Spiel immer stabiler und ruhiger. Leo wird gegen Schalke in den Kader zurückkehren, und in der nächsten Pause werden wir sehen, ob er bei 100 Prozent ist und dann neu urteilen«, sagt der Coach.

Zingerle ist auf einem guten Weg, d em Perfektionisten reicht das aber nicht wirklich. »In den vergangenen Wochen und Monaten ging es für mich einzig und allein darum, gesund zu werden. Das bin ich jetzt und stehe wieder voll im Saft. Wer spielt, ist Sache des Trainers, aber so ist es für mich nicht optimal. Zumal meine Geduld allgemein nicht allzu groß ist«, sagt er. Doch er wird sich noch gedulden müssen. Zingerle ist genau fünf Tage älter als Huth (beide 25 Jahre), auf dem Platz hat der Jüngere derzeit die Nase vorn.

Osnabrück soll nicht nur für Zingerle ein Schritt nach vorne werden, auch für die Mannschaft. »Wir haben die Belastung in dieser Woche runtergefahren und immer nur ein Mal trainiert. Das Duell gegen den VfL ist für mich ein sehr wichtiger Test gegen eine sehr starke Mannschaft. Da ist Feuer drin und bietet eine Chance für die Spieler, die zuletzt nicht so viel zum Einsatz gekommen sind«, sagt Baumgart.

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