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Mo., 16.09.2019

Kommentar zum SC Paderborn Jetzt heißt es: Ruhe bewahren

Enttäuschte SCP-Spieler nach dem 1:5 gegen Schalke 04.

Enttäuschte SCP-Spieler nach dem 1:5 gegen Schalke 04. Foto: Thomas F. Starke

Von Peter Klute

Eine mit 15.000 Zuschauern ausverkaufte Arena und eine überwältigende Stimmung: Am vierten Spieltag ist der SC Paderborn endgültig wieder in der Fußball-Bundesliga angekommen. Zumindest, was die Atmosphäre angeht.

Punktemäßig liegt der Aufsteiger zu Beginn seiner zweiten Teilnahme in Deutschlands höchster Spielklasse hinter seinen Vorstellungen zurück. Beim ersten Mal vor fünf Jahren hatten die damals fast von allen belächelten Paderborner das deutsche Oberhaus am Anfang richtig aufgemischt. Unbedarft und unbekümmert trumpfte der kleine SCP auch ergebnistechnisch zunächst auf, blieb an den ersten vier Spieltagen ungeschlagen (zwei Siege, zwei Unentschieden) und fuhr als Tabellenführer zu den großen Bayern nach München. Ein Ereignis für die Geschichtsbücher.

Die Gegenwart sieht anders aus. Am fünften Spieltag geht es nach der ersten Klatsche zum Kellerduell der beiden einzigen noch sieglosen Mannschaften in die Hauptstadt zur Berliner Hertha. Letzter gegen Vorletzter heißt es dann, beide haben einen Zähler. Verliert der SCP, empfängt er die Bayern eine Woche später diesmal als Schlusslicht.

Doch das hieße noch nichts. 2014/15 brach Paderborn in der Rückrunde ein. Vielleicht ist es diesmal umgekehrt. Erst einmal aber heißt es: Ruhe bewahren. Die Einstellung hat auch gegen Schalke gestimmt, obwohl die Königsblauen als erster Gegner wirklich klar besser waren. Das war ein Klassenunterschied. Ärgerlich ist, dass der SCP zum dritten Mal führte – und nicht gewann. Positiv ist: Die Fans feierten die Verlierer trotzdem. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Paderborn nur die Ergebnisse fehlen oder auch die Qualität.

Kommentare

Alles ist gut, wenn die Einstellung stimmt

Niemand wird dem SCP-Team einen Vorwurf machen, wenn sie zeigen was sie können. So wie gegen Freiburg, Leverkusen oder Wolfsburg.
Das gestern war nicht der SCP wie wir ihn kennen. Über die Ursachen kann man nur spekulieren, vielleicht war es ein Einstellungsproblem, vielleicht ein taktisches Problem oder vielleicht war das Essen Schuld, wie aktuell bei Dresden. Wichtig ist nur nicht zum Alltag überzugehen, sondern das Spiel aufzuarbeiten und für das Lehrgeld auch eine Erkenntnis zu bekommen.
Natürlich gibt es in Entwicklungsprozessen auch mal Rückschritte, so wie gestern, doch wenn man daraus lernt und die Motivation hoch hält, müssen wir uns keine Sorgen machen.

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