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Mi., 18.09.2019

Paderborns Trainer beim TV-Auftritt schonungslos ehrlich Baumgart redet Klartext

Steffen Baumgart konnte gegen Schalke nicht mehr hinsehen.

Steffen Baumgart konnte gegen Schalke nicht mehr hinsehen. Foto: Thomas F. Starke

Paderborn (WB/pk). So vergeblich der SC Paderborn bislang versucht hat, den ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga zu landen, so sympathisch verkauft sich der Aufsteiger außerhalb des Rasens. Ein weiteres Beispiel dafür lieferte Trainer Steffen Baumgart am Montagabend mit seinem TV-Auftritt in Köln bei der Sendung »100 Prozent Bundesliga – Fußball bei Nitro«.

Erfrischend und schonungslos ehrlich präsentierte sich Baumgart vor der Kamera im Gespräch mit Moderatorin Laura Wontorra. Unabhängig von den Ergebnissen meinte der 47-Jährige: »Wir sind noch nicht angekommen. Ich würde nach vier Spieltagen jedenfalls nicht behaupten, dass ich jetzt ein Bundesliga-Trainer bin.« Bezogen auf den vorletzten Tabellenplatz erklärte er: »Wir sind zurecht aufgestiegen, aber das zu beweisen, fehlt uns noch. Wir arbeiten daran.«

Die Art und Weise des Fußballs wird sich nicht ändern, bei Baumgart selbst gibt es aber zu früheren Zeiten einen unübersehbaren Unterschied. Er hat die Kaffeestäbchen, an denen er jahrelang zur Beruhigung herumgekaut hatte, gegen Kaugummis eingetauscht. »Drei pro Spiel reichen«, verriet er im Fernsehen.

»Den Arsch voll gekriegt«

Die 1:5-Niederlage aber kostete ihn trotz der Hilfsmittel einiges an Nerven. »In den ersten drei Spielen waren wir eng dran, aber diesmal haben wir den Arsch voll gekriegt und uns ein blaues Auge geholt. Schalke hat uns vorgeführt, wie ich es in Paderborn noch nicht erlebt habe. Man darf nicht vergessen, dass sie das beste Spiel seit zwei Jahren gemacht haben. Fakt ist aber auch, dass wir viele Baustellen haben und an Qualität gewinnen müssen«, redete er Klartext.

Freude an der Bundesliga bleibt

Bei aller Selbstkritik hat sich an der Freude, in der Bundesliga zu spielen, aber nichts geändert. Im Gegenteil: »Das ist überragend. Wenn wir vor zwei Jahren Mannschaften aus der 1. Liga für ein Testspiel angefragt hätten, hätten die meisten Nein gesagt.«

Baumgart ist Realist und hat auch vor dem übernächsten Duell gegen den FC Bayern München keine Angst: »Im Grunde genommen wissen wir, wie es ausgeht, aber wir gucken mal, wie es wirklich wird.« Zunächst aber geht es in seine Heimat Berlin. Samstag gastiert der SCP bei der Hertha.

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