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Do., 19.09.2019

SCP-Verteidiger Sebastian Schonlau ist zurück im Training Das Ende der Leidenszeit

Sebastian Schonlau (hier im Pokalduell mit Bayern Münchens David Alaba) ist nach zehn Wochen zurück im Teamtraining.

Sebastian Schonlau (hier im Pokalduell mit Bayern Münchens David Alaba) ist nach zehn Wochen zurück im Teamtraining. Foto: Thomas Starke

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Letztlich waren es auf den Tag genau zehn Wochen. Seit Mittwoch ist Sebastian Schonlau zurück im Mannschaftstraining des SC Paderborn 07. Die längsten zweieinhalb Monate seiner Laufbahn sind vorbei.

Mitte Juli, im Vorbereitungsspiel gegen Viertligist SC Verl, hatte sich der fest als Stammkraft eingeplante Innenverteidiger »wie auch immer« eine doch eher seltene Verletzung – einen Sehneneinriss unter dem Fuß – zugezogen. Die Ausfallzeit wurde länger und länger, der Frustfaktor höher und höher. Anfang August hieß es zum ersten Mal, Schonlau sei wieder beschwerdefrei. Aber diese Hoffnung war nur von kurzer Dauer. Von einer reibungslosen Rehaphase konnte keine Rede sein. »Das war eine eklige Situation für mich. Ich habe immer etwas im Unklaren gelebt, wusste nicht, wann es weitergeht und wie es weitergeht. Das war die mit Abstand härteste Zeit, die ich bislang durchmachen musste. Da waren einige Tage dabei, an denen es mir nicht gut ging«, sagt Schonlau. Jetzt freut er sich umso mehr, dass die lästigen Leiden überstanden scheinen.

Baumgart hält sich zurück

Nach einer gefühlten Ewigkeit sind die beiden ersten Einheiten absolviert. Mehr aber auch noch nicht. »Ich muss nun sehen, wie mein Körper auf diese Belastungen reagiert, denn das ist ja schon noch mal mehr, als ich zuletzt gemacht habe«, sagt der 25-Jährige. Auch Trainer Steffen Baumgart hält sich mit Mutmaßungen über den möglichen Zeitpunkt für ein Schonlau-Comeback im SCP-Trikot zurück: »Wir sind sehr froh, dass Basti wieder dabei ist und es sieht alles gut aus, aber er hat sicher eine Menge aufzuholen.«

Gegen Hertha nicht im Kader

Einig sind sich Coach und Kicker: Am Samstag gegen Hertha BSC wird der auch schon vom FC Schalke umworbene Verteidiger noch nicht wieder zum Kader zählen. Ob es für den sieben Tage später anstehenden Heimspielhöhepunkt gegen Bayern München reicht, lässt sich nicht mit ruhigem Gewissen behaupten. Klar ist aber: Der erste Erstligaeinsatz seiner Karriere wird nicht mehr lange auf sich warten lassen und bis dahin hat Schonlau weiterhin volles Vertrauen in seine Teamkollegen. Auch nach dem 1:5 gegen die Königsblauen sieht er keinesfalls schwarz: »Es wundert mich nicht, dass sich die Kritik nach einem solchen Ergebnis auf die Defensive konzentriert. Generell wird in Paderborn sehr viel über die Abwehr geredet. Aber es ist falsch, das Ganze auf die Verteidiger zu reduzieren. Wir greifen zusammen an und wir verteidigen zusammen. Es gibt keinen Grund, an unserer Abwehr zu zweifeln.«

Und trotzdem ist eine Änderung nicht ausgeschlossen. Schonlau selbst ist noch kein Kandidat, U21-Nationalspieler Luca Kilian aber durchaus. »Luca ist jederzeit einsetzbar. Er wird seine Chance bekommen«, sagt Baumgart. Der Trainer schränkt aber ein: »Ob das schon am Wochenende ist, weil alle davon ausgehen, dass ich nach dem Schalke-Spiel ohnehin mindestens sieben Wechsel vornehmen muss, warten wir mal ab.«

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