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Sa., 05.10.2019

Das 1:2 gegen FSV Mainz 05 war die vierte Heimniederlage in Folge - mit Video: Paderborn bleibt sieglos

Der SCP verliert gegen Mainz.

Der SCP verliert gegen Mainz. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Padeborn (WB). Der SC Paderborn geht ganz schweren Zeiten entgegen: Die Ostwestfalen verloren am Samstag mit 1:2 (1:2) gegen den FSV Mainz 05, bleiben damit in der Liga sieglos auf dem letzten Platz. Für die Gäste trafen Robin Quaison (8.) und Daniel Brosinski (32./Foulelfmeter), den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte Ben Zolinski (32.). Jamilu Collins (79.) verschoss noch einen Handelfmeter.

Steffen Baumgart veränderte seine Elf gleich auf drei Positionen: Zum ersten Mal in dieser Saison spielten Schlussmann Jannik Huth, Innenverteidiger Uwe Hünemeier und Außenstürmer Christopher Antwi-Adjei nicht an, für sie rückten Leopold Zingerle, Sebastian Schonlau und Kai Pröger in die Startelf.

Baumgarts Kollege Sandro Schwarz musste als erster Coach der Bundesliga-Geschichte eine Gelb-Rot-Sperre außerhalb der Trainerbank absitzen, er wurde vom Ex-Paderborner Jan-Moritz Lichte vertreten und der änderte seine Formation auf zwei Positionen: Levin Mete Öztunali und Karim Oinsowo standen für Pierre-Gabriel und Adam Szalai in der Startelf.

Paderborn, angeführt von Klaus Gjasula als Kapitän, begann schwach. Mit nur einem feinen Pass aus dem Fußgelenk über den Kopf von Schonlau hebelte Öztunali (8.) die Hintermannschaft der Ostwestfalen aus, der völlig freie Quaison brauchte aus sieben Metern nur noch einzuschieben. Nur zwei Minuten später war Karim Onisiwo auf dem Weg zum 2:0, der legte sich aber den Ball zu weit vor und vergab die Chance zum vielleicht schon vorentscheidenden 2:0.

Doch dann legten die Paderborner den Schalter um, wurden besser und glichen durch Ben Zolinski (14./Vorarbeit „Mo“ Dräger) zum 1:1 aus. In der Folgezeit blieb der SCP am Drücker, hatte Möglichkeiten (Sven Michel, Mohamed Dräger), aber der nächste Treffer fiel wieder auf der Gegenseite: Nach einem Foul von Jamilu Collins an Öztunali (32.) verlud Kapitän Daniel Brosinki beim fälligen Strafstoß den Paderborner Schlussmann, ließ Zingerle keine Chance und traf zum 2:1 für die Gäste.

Ein Treffer mit Wirkung. Paderborn fand danach zunächst gar nicht mehr ins Spiel, die Mainzer drückten und hätten noch vor der Halbzeitpause alles klar machen können: Pierre Kunde (44.) und erneut Quaison (45.+2.) bekamen den Ball aber nicht am gut reagierenden Zingerle vorbei.

Im zweiten Durchgang war es zunächst ein verteiltes Spiel, allerdings auch weiter mit den besseren Möglichkeiten für die Mainzer. Onisiwo (59.), Fernandes Ribeiro (60.), Quaison (69./75.) und Niakhaté (81.) vergaben auf Seiten der Gäste, Dräger (55.) und Ritter (74.) beim SCP. Die beste Chance im zweiten Abschnitt vergab aber Collins: Der Nationalspieler scheiterte mit einem Handelfmeter (79./Brosinski wehrte Dräger-Hereingabe mit dem Arm ab) an FSV-Keeper Robin Zentner. Direkt im Anschluss konnte Zolinski noch per Kopf ausgleichen, vergab aber auch.

Baumgart versuchte noch mit personellen Veränderungen, brachte Marlon Ritter und Khiry Shelton für Gjasula und Michel. Schonlau rückte zum Kapitän auf, doch auch das brachte nichts Zählbares mehr.

Die Bilanz gegen Mainz bleibt damit mangelhaft. Zuvor gab es nur zwei Remis daheim (1:1 und 2:2) und zwei Klatschen (1:6 und 0:5) bei den Rheinhessen.

Das sagen die Trainer:

Jan-Moritz Lichte (FSV (Mainz): Am Ende kann man sagen, es war ein verdienter Sieg für uns. Nach dem 1:0 hatten wir Probleme mit der Paderborner Spielweise. Nach dem 1:1 konnten wir es aber wieder drehen und hätten mit einem etwas höheren Vorsprung in de Kabine gehen können. Wir haben unsere Konterchancen in der zweiten Hälfte nicht gut genug ausgespielt, um uns eine ruhigere Schlussphase zu verdienen und können uns bei unserem Torwart Robin Zentner bedanken, dass das nicht mit dem 2:2 bestraft worden ist.

Steffen Baumgart (SC Paderborn 07): Das war ein verdienter Sieg für Mainz. Die zu hohe Fehlerquote, gerade im Aufbauspiel, spricht gegen uns. Die Jungs hatten nicht die Sicherheit, die sie hätten haben müssen, um so ein Spiel zu gewinnen. Die Fehlerquote ist zu hoch, um in der Bundesliga bestehen zu können. Wir müssen uns überlegen, was wir besser machen müssen und auch ich muss mich nach nur einem Punkt aus sieben Spielen hinterfragen. Wir dürfen jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

SC Paderborn: Zingerle – Dräger, Kilian, Schonlau, Collins – Pröger, Vasiliadis, Gjasula (64. Ritter), Souza (84. Antwi-Adjei) – Zolinski, Michel (64. Shelton)

FSV Mainz 05: Zentner – Baku, Juste, Niakhaté, Brosinki – Fernandes, Kunde, Boetius (90.+3.) Barreiro), Öztunali – Onisiwo (85. Szalai), Quaison (77. Burkhardt)

Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg)

Tore: 0:1 Quaison (8.), 1:1 Zolinski (14.), 1:2 Brosinski (Foulelfmeter/32.)

Zuschauer: 14.217

Gelbe Karten: Ritter / Niakhaté, Baku, Öztunali, Fernandes

Besondere. Vorkommnisse.: Zentner hält Handelfmeter von Collins (79.)

Kommentare

Wenn der SCP schon so viele Gegentore fängt , und das war ja in der 2. auch schon so, muss ich dann , wenn die Mannschaft sich gerade stabilisiert die Abwehr umbauen ?? Zingerle hätte man im Pokal in Leverkusen einsetzen können und für Schonlau wären meiner Meinung nach Kurzeinsätze das richtige gewesen. Die Mannschaft fängt ständig wieder von vorne an. Ja.... und die Außenverteidiger..... beide in der Rückwärtsbewegung zu schwach und das ist aber schon länger so. Egal... mindestens Hüne müsste da als Routinier wieder rein .

So wird es schwer mit 3 Punkten

Erstmal das positive aus meiner Sicht: Auf diese IV kann man bauen.
Aber wenn wir nicht bald einen Spielmacher, eine gute 8, einen Klement-Ersatz halt oder wie man es nenneb will finden, werden wir im Aufbauspiel in der Liga nicht bestehen. Gjasula ist ein guter Abräumer und Vasi kann mit seinem Alter und seiner Erfahrung diese Position nicht erfüllen. Am Anfang kann ich verstehen, wenn man sagt Sabiri oder Kapic sind noch nicht soweit, aber jetzt ist der 7. Spieltag, wenn die jetzt nicht soweit sind, dann muss man sich fragen, waren die Einkäufe richtig? Die zweite grosse Baustelle: Der Sturm. Keiner da, der in dieser Liga einen Ball festmacht und mal wieder auf Aussen verteilt usw, auch die KopfballGefahr bei Standards geht und Shelton ist diese Person anscheinend (noch) nicht. Werden keine Lösungen für diese beiden Probleme gefunden haben wir Weihnachten immer noch nur einen Punkt.

Nach der knappen Niederlage gegen ineffektive Bayern fühlten sich viele schon auf Augenhöhe mit der halben Liga und es war schon von sieben Punkten aus drei Spielen die Rede.

Diese Mannschaft braucht noch Zeit.

Hauptsache, man fängt nicht wieder an, im Winter in teuren Aktionismus zu fallen.

3 Kommentare

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