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Mo., 07.10.2019

Gemeinsame Erstligapremiere für die Leidensgenossen Schonlau und Zingerle Zwei Wechsel für die Zukunft

Innenverteidiger Sebastian Schonlau.

Innenverteidiger Sebastian Schonlau. Foto: Jörn Hannemann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Wer es wagt, gegen die Bayern einem 20-jährigen Innenverteidiger sein Bundesliga-Debüt zu verschaffen, dem ist vieles zuzutrauen und tatsächlich traf Paderborns Trainer Steffen Baumgart auch vor dem Kellerduell mit dem FSV Mainz 05 wieder besondere Maßnahmen.

Nach Luca Kilian gegen den Rekordmeister gaben gegen die 05er gleich zwei SCPer ihren Erstligaeinstand: Torwart Leopold Zingerle und Sebastian Schonlau. Entscheidungen, die den negativ Betroffenen – Jannik Huth und Uwe Hünemeier – zunächst die Sprache verschlugen, die aber nicht nur die Länderspielpause überdauern dürften. »Ich bin absolut zufrieden mit dem, was unsere letzte Reihe gezeigt hat. Das ist das Zentrum der Zukunft, auch wenn das nicht heißt, dass man Hüne und Tucker abschreiben sollte oder wir allein wegen ihnen nicht gewonnen hätten«, sagte Manager Martin Przondziono.

Mit Uwe Hünemeier (33) und Christian Strohdiek (31) war die Innenverteidigung 64 Jahre alt, nach der vom Chef verordneten Verjüngungskur sind es nur noch 45 Jahre und auch Schonlau glaubt, dass sich dem neuformierten Duo eine vielversprechende Perspektive bietet: »Letztlich ist das die Entscheidung des Trainers, aber es kann gut sein, dass es jetzt erst einmal so bleibt. Ich habe mich an Lucas Seite jedenfalls sehr wohlgefühlt.«

»Wir brauchen jetzt dringend Punkte«

So wie der SCP-Coach die Änderungen in der Abwehr in Einzelgesprächen vorbereitet hatte (»Ich habe mir viel Zeit gelassen«), so war er auch beim Thema Torhüter vorgegangen. Eigentlich hatte er sich die Torwartfrage erst in der Länderspielpause stellen wollen, was Huth noch einen achten Pflichtspieleinsatz und vor allem den gegen seinen Ex-Klub Mainz ermöglich hätte, doch weder darauf noch auf sein »Versprechen« wollte der 47-Jährige angesichts der misslichen Lage noch Rücksicht nehmen. »Anfang der Woche habe ich das Rennen neu eröffnet«, sagte Baumgart und lieferte die Begründung nach: »Jannik war auch gut, aber an einigen unglücklichen Situationen beteiligt. Wir wollten etwas mehr Stabilität und die hat uns Leo, der uns ein-, zweimal im Spiel gehalten hat, heute durchaus gegeben.«

Zingerle hatte eine Schultereckgelenkssprengung, Schonlau ein Sehneneinriss in der Fußsohle so lange zum Zuschauen gezwungen. Dass die Leidenszeit jetzt parallel zu Ende gegangen ist, gefällt dem Keeper: »Bascho und ich haben einen Großteil der Reha zusammen verbracht. Aus persönlicher Sicht hat es mich daher gefreut, dass wir nun gemeinsam unsere Premiere gefeiert haben.« Ob Zingerle oder Huth, Schonlau oder Hünemeier – letztlich ist es so, wie Schonlau es formuliert: »Im Endeffekt ist egal, wer spielt. Wir brauchen jetzt dringend Punkte.«

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