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Sa., 12.10.2019

Paderborns Innenverteidiger stellt aber sein persönliches Wohlbefinden hinten an Hünemeier kämpft um seinen Platz

Nach dem Duell gegen die Bayern und Robert Lewandowski verlor Uwe Hünemeier (rechts) seinen Stammplatz beim SCP.

Nach dem Duell gegen die Bayern und Robert Lewandowski verlor Uwe Hünemeier (rechts) seinen Stammplatz beim SCP. Foto: dpa

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Wer Uwe Hünemeier beim Abpfiff des Paderborner Testspiels gegen den SV Wehen Wiesbaden beobachtete, der hätte meinen können, der SCP sei gerade aus der Bundesliga abgestiegen. Mit hängendem Kopf und leerem Blick verließ der 33-Jährige den Platz. Es wäre die siebte Saison in Folge, in der es für die Ostwestfalen entweder eine Etage nach oben oder nach unten gehen würde. Dass der Durchmarsch von der Bundesliga in die Regionalliga 2017 durch die Insolvenz des TSV 1860 München verhindert wurde, ändert am sportlichen Abstieg nichts.

Alle sehnen sich nach einem Erfolgserlebnis

Zweieinhalb Jahre später ist der SCP nach zwei Aufstiegen in Serie wieder ganz oben, steht aber dort ganz unten. Nach nur einem Punkt aus den ersten sieben Spielen und vier Niederlagen in Folge sehnen sich beim sieglosen Schlusslicht alle nach einem Erfolgserlebnis, doch das gab es auch gegen den Letzten der 2. Liga nicht. Trotz 3:1-Führung hieß es am Ende nur 3:3 . »Wir haben den Sieg weggeschmissen«, ärgerte sich Hünemeier und haderte: »Nach dem frühen Rückstand haben wir uns für ein gutes Spiel mit einem Zwei-Tore-Vorsprung belohnt und wollten mit einem guten Gefühl in ein freies Wochenende gehen. Und dann fangen wir uns noch zwei Dinger.«

So wird es sich nicht vermeiden lassen, dass der eine oder andere am Samstag und Sonntag im Kreise seiner Familie ein wenig Trübsal bläst, bevor am Montag die Vorbereitung auf das nächste Punktspiel am Sonntag darauf bei Mitaufsteiger 1. FC Köln (15.30 Uhr) beginnt.

Zwei Kapitäne auf dem Abstellgleis?

Auch Hünemeier wird sich seine Gedanken machen, zumal er vor dem jüngsten Duell gegen Mainz seinen Stammplatz in der Abwehrzentrale verlor. Gleiches war eine Woche zuvor gegen den FC Bayern München schon Christian Strohdiek passiert. Zwei Kapitäne, zwei Routiniers auf dem Abstellgleis ? Der England-Rückkehrer will das so nicht stehen lassen. »Ich werde um meinen Platz kämpfen«, stellt Hünemeier klar, weiß aber als Ältester und Erfahrenster im Paderborner Kader auch: »In unserer Situation geht es nicht um persönliche Eitelkeiten, sondern um den Erfolg der Mannschaft. Die Saison ist lang , wir brauchen jeden Einzelnen.«

Auf dem Weg zum Klassenerhalt war der Test gegen Wehen Wiesbaden trotz des schlechten Endes kein weiterer Rückschritt, für die treffsicheren Reservisten Gerrit Holtmann, Abdelhamid Sabiri und Babacar Gueye sogar ein Fortschritt. Auch der zuletzt von Trainer Steffen Baumgart gescholtene Streli Mamba machte ein ordentliches Spiel, vergab aber drei 100-prozentige Gelegenheiten.

»Wir haben hart und intensiv trainiert und einige Dinge gut umgesetzt. Daran ändern auch die zwei späten Gegentore nichts. Jetzt müssen wir Ruhe bewahren«, fordert Hünemeier. Der erste Dreier wäre da enorm hilfreich.

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