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So., 20.10.2019

Siebte Niederlage im achten Spiel: SC Paderborn verliert beim 1. FC Köln mit 0:3 Schlusslicht bleibt sieglos

Kölns Simon Terodde (3. von links) trifft gegen Paderborns Leopold Zingerle zum 1:0.

Kölns Simon Terodde (3. von links) trifft gegen Paderborns Leopold Zingerle zum 1:0. Foto: Marius Becker/dpa

Köln (WB/MR). Die Situation beim Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn verschärft sich: Das 0:3 (0:1) im Kellerduell beim 1. FC Köln war am achten Spieltag bereits Saisonniederlage Nummer sieben für das Schlusslicht der Liga. Der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz vergrößerte sich damit auf sechs Punkte.

Während Kölns Coach Achim Beierlorzer im Vergleich zum 1:1 auf Schalke nichts änderte, stellte Paderborns Trainer Steffen Baumgart gegenüber der 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Mainz 05 seine Mannschaft auf drei Positionen um: Gerrit Holtmann, Christopher Antwi-Adjei und Babacar Gueye spielten für Jamilu Collins (grippaler Infekt), Ben Zolinksi und Sven Michel (beide auf der Bank).

Führungstor im zweiten Anlauf

»Wir wollen diese Partie unbedingt gewinnen. Diesen Willen will ich heute von meiner Mannschaft auch sehen,« sagte Beierlorzer vor der Partie. Sein Team machte zunächst auch viel Druck und ging nach neun Minuten verdient mit 1:0 in Führung. Simon Terodde stocherte den Ball nach einem Eckball über die Linie. Allerdings war es ein Führungstor im zweiten Anlauf: Knapp drei Minuten lang (!) wurde der Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung überprüft, nach dem Videobeweis durften die FC-Fans noch einmal jubeln.

In der Folgezeit stellten die Hausherren im Duell der Aufsteiger die bessere Mannschaft, waren spielbestimmend und hätte sogar noch auf 2:0 erhöhen müssen. Doch erneut Terodde (40.) traf nur den Außenpfosten. Und der SC Paderborn? Offensiv hatte der Club nur zwei Schuss-Chancen: Kai Pröger (20./37.) konnte beide nicht verwerten.

Im zweiten Durchgang begann der SCP gut, Holtmann (51.) zwang mit einem tückischen 20-Meter-Schrägschuss Kölns Keeper Timo Horn zu einer ersten Glanztat.

Verdiente Niederlage

Doch nur acht Minuten später war die Partie praktisch entschieden: Nach einer Flanke von Kingsley Schindler köpfte Louis Schaub zum 2:0 ein und stellte damit den ersten Kölner Heimsieg sicher. Hier sah Leopold Zingerle im Tor des SCP nicht gut aus, der Ball war haltbar. Schindler (67.) hätte den Vorsprung noch ausbauen können, der eingewechselte John Cordoba (84.) ebenfalls, der traf nur den Pfosten. Den 3:0-Endstand köpfte dann Sebastian Bornauw (85.), nach einem Eckball von Marcel Risse.

Vom SCP kam in der Schlussphase nicht mehr viel, gefährlich war mit einem Kopfball nur noch der ebenfalls eingewechselte Abdelhamid Sabiri (83.). Am Ende war es deshalb eine verdiente siebte Niederlage am achten Spieltag.

Am kommenden Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr) geht es für den SCP mit einem Heimspiel weiter: Fortuna Düsseldorf ist in der Benteler-Arena zu Gast.

Stimmen

Armin Veh, Manager des 1. FC Köln: »Es war ein Nervenspiel, der Sieg war unheimlich wichtig. Das hilft unheimlich, sonst hast du noch mehr Druck.«

Steffen Baumgart, Trainer des SC Paderborn: »Wir gucken uns das in Ruhe an und werden das auswerten. Wir haben versucht, wir haben gewollt, aber nicht das durchsetzen können, was wir uns vorgestellt haben. Die weiße Fahne hissen wir nicht.«

Statistik

Köln: Horn – Ehizibue, Bornauw, Czichos, Katterbach – Skhiri, Hector, Schindler, Schaub (83. Höger), Kainz (63. Risse) – Terodde (75. Cordoba)

Paderborn: Zingerle – Dräger, Kilian, Schonlau, Holtmann – Pröger, Gjasula, Vasiliadis, Antwi-Adjei (62. Zolinski) – Gueye (62. Michel), Souza (77. Sabiri)

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Terodde (9.), 2:0 Schaub (59.), 3:0 Bornauw (85.)

Kommentare

Kaderkosten

Also was der Kollege AltSCP schreibt ist wohl nicht mehr zu toppen.
Der tolle SCP hat noch Schulden bei der Stadt, also beim Steuerzahler, die müssen ja auch noch getilgt werden.
Klar ist man nur aufgestiegen weil die anderen, (z.B. HSV) zu dumm waren. Aber für eine angeblich vielversprechende Kooperation Fans vom SCP Idioten zu nennen, obwohl er selbst keinen blassen Schimmer hat, ist schon mehr als suspekt wenn nicht peinlich. Wenn sich der Kollege erst einmal informieren würde, auch in der gesamten Republik, würde er merken dass er möglicherweise der Idiot ist.
Nur ein Beispiel, Rasenball Sport hat nur 17 Mitglieder und möchte auch nicht mehr, hat also kein Interesse an mündigen Mitgliedern! Da will keiner mit was zu tun haben! Also Kollege, bitte erst informieren, dann posten! Danke!"

Scheinbar reicht der Kader doch nicht den Ansprüchen für die BL.

Irgendwo habe ich gelesen,dass wir einen Etat von 43 Millionen haben,davon 20 Mill. für den Profibereich.Wofür ist denn dann der hohe Rest?Das scheint mir ziemlich hochgegriffen.Bei einem Transfererlös von 5 Mill. sind angeblich nur 100.000 investiert worden und dass,obwohl wir schon Ende der letzten Saison Probleme hatten. Dazu kommen noch die Gelder aus dem DFB Pokal. Niederlagen in Regensburg,Aue,Bielefeld und sogar in Dresden bedeuteten,dass wir nur durch die Dummheit anderer aufgestiegen sind und schon für die 2 Liga zu kämpfen hatten.Dann opfern wir eine vielversprechende Kooperation mit RB Leipzig einigen idiotischen Fans.Mit Wilfried Finke wäre das nicht passiert,auch nicht wenn Krösche geblieben wäre.Die hätten nicht auf die Fanidioten gehört. Wo sind heute die Profis in der Vereinsführung? Wieviel hat eigentlich die Ablösung für Krösche gebracht?

2 Kommentare

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