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Mo., 28.10.2019

Sabiri krönt sein Paderborner Startelfdebüt mit einem Traumtor zum 1:0 Das Goldfüßchen kann noch mehr

Robust im Zweikampf: Abdelhamid Sabiri (rechts) behauptet sich gegen den Düsseldorfer Kasim Adams.

Robust im Zweikampf: Abdelhamid Sabiri (rechts) behauptet sich gegen den Düsseldorfer Kasim Adams. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Die gute Nachricht kam erst am Samstagmorgen, wenige Stunden vor dem Anpfiff. Da erfuhr Abdelhamid Sabiri, dass er nach vier Einwechslungen zum ersten Mal in der Startelf stehen werde.

Ob Paderborns Trainer Steffen Baumgart dem Deutsch-Marokkaner anstelle des Brasilianers Cauly Oliveira Souza zum ersten Mal das Vertrauen von Beginn an schenkte, weil dieser sein letztes Tor in Deutschland (für den 1. FC Nürnberg) ausgerechnet gegen Fortuna Düsseldorf erzielt hatte, bleibt sein Geheimnis. In jedem Fall zahlte der 22-Jährige zurück, sein 1:0 war der Schlüssel zum Sieg. »Ein Sonntagsschuss«, urteilte Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel.

»Zwei wunderschöne Tore«, schloss SCP-Manager Martin Przondziono das 2:0 von Sebastian Schonlau gleich mit ein und Baumgart sagte auf seine eigene Art: »Abdel war der Einzige in unseren Reihen, dem ich so einen Schuss zugetraut habe. Aber dass dieser Ball ein zweites Mal reingeht, wird schwierig.«

Schusstechnik ist Übungssache

Ein erstes Mal reichte für den Moment. Es war zwei Minuten vor der Pause, als Sabiri freie Bahn hatte und diese auf exzellente Art und Weise nutzte. Ein Volltreffer aus dem Nichts, der aber für Przondziono nicht überraschend kam: »Abdel hat diese Abschlussqualität, das zeigt er in jedem Training.« Der Schütze selbst meinte: »Manchmal muss man auch mal aus Scheiße Gold machen. Im Zentrum gab es eine Lücke und ich übe so etwas ständig. Aber daran geglaubt habe ich erst, als der Ball drin war.« Der Pfosten half ihm, von da aus sprang der Ball am verdutzten Fortunen-Keeper Zackary Steffen ins Netz. Und das, unmittelbar nachdem Adam Bodzek auf der Gegenseite die Führung liegen gelassen hatte.

Dem SCP und Sabiri war es Recht. Doch der Mittelfeldspieler bestach nicht nur durch seinen Treffer. »Auch aufgrund seiner Kopfballdominanz und seiner Robustheit war er heute sehr wichtig für uns«, sagte Przondziono. »Abdel war mutig, hat Zweikämpfe geführt und sich in der Zentrale mit Klaus (Gjasula) und Vasi (Sebastian Vasiliadis) gut ergänzt. Das hat uns gut getan«, lobte Baumgart, sagte aber auch: »Abdel hat 18 Monate nicht gespielt, er hat sich ran- und reingearbeitet. Es ist ihm noch nicht alles gelungen und wenn er mehr Rhythmus hat, kann er noch mehr.«

»Ich bin bereit«

Sabiri war dennoch mit der auffälligste Paderborner und immer beteiligt, wenn es gefährlich wurde. So leitete die Last-Minute-Verpflichtung aus Huddersfield auch den Schonlau-Treffer mit einem Zuspiel auf Flankengeber Kai Pröger ein und hätte in der 72. Minute, als er an Steffen scheiterte, fast das 3:0 erzielt. In jedem Fall empfahl er sich für weitere Nominierungen.

Ob am Dienstag in Leverkusen oder am Freitag in Sinsheim gegen Hoffenheim: »Ich bin bereit«, sagt er. Bereit für weitere Großtaten. Bleibt noch die Frage nach dem Torjubel. Mit beiden Händen vor den Augen bildete Sabiri einen Tunnel. »Das sollte zeigen, dass ich konzentriert und fokussiert bin«, klärte er später auf. Die SCP-Fans würden dieses Bild gerne noch häufiger sehen.

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