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Di., 29.10.2019

Pokal: Der SC Paderborn 07 verliert die Zweitrundenpartie trotz guter Leistung mit 0:1 Endstation Leverkusen

Frust und Trost nach dem Paderborner DFB-Pokal-Aus: Christopher Antwi-Adjei sitzt nach dem Spiel auf dem Rasen und wird von Leverkusens Julian Baumgartlinger aufgerichtet.

Frust und Trost nach dem Paderborner DFB-Pokal-Aus: Christopher Antwi-Adjei sitzt nach dem Spiel auf dem Rasen und wird von Leverkusens Julian Baumgartlinger aufgerichtet. Foto: dpa

Von Elmar Neumann und Matthias Reichstein

Leverkusen (WB). Nach zwei Viertelfinalauftritten in Folge hat sich der SC Paderborn 07 in dieser Saison bereits in der zweiten Runde aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Der Aufsteiger musste sich beim Ligarivalen Bayer Leverkusen durchaus unglücklich mit 0:1 (0:1) geschlagen geben.

»Es fällt mir sehr schwer, mit dem Ergebnis nach Hause zu fahren. Wir haben eine Stunde lang gezeigt, was in der Mannschaft steckt. Ich glaube nicht, dass es viele Teams gibt, die hier so mutig nach vorne spielen. Dieses Ausscheiden macht Mut – das kann ich dreimal unterstreichen«, sagte Manager Martin Przondziono.

Veränderungen auf fünf Positionen in der Startelf

Drei Tage nach dem ersten Bundesligadreier gegen Düsseldorf und auch drei vor der nächsten Punktpartie gegen Hoffenheim ließ Cheftrainer Steffen Baumgart seinen Worten Taten folgen und nahm in der Anfangself gleich auf fünf Positionen Veränderungen vor . Sebastian Vasiliadis stand nicht einmal im Kader der Gäste. Darüber hinaus räumten im Vergleich zum Duell mit den For­tunen auch Keeper Leopold Zingerle, Mohamed Dräger, Gerrit Holtmann und Ben Zolinski ihren Platz in der Startformation. Dafür durften in der lediglich mit 15.410 Fans gefüllten BayArena Jannik Huth, Cauly Souza, Laurent Jans, Christopher Antwi-Adjei und Streli Mamba von Beginn an ran.

Wiedersehen beginnt äußerst temporeich

Zweieinhalb Monate nach der Paderborner 2:3-Niederlage zum Meisterschaftsauftakt an selber Stelle begann auch das Wiedersehen äußerst temporeich. Bereits in der dritten Minute zwang Kevin Volland Torwart Huth nach einer Her­eingabe von Karim Bellarabi zu einer ersten starken Tat und im direkten Gegenzug verfehlte Antwi-Adjei das Leverkusener Gehäuse nach einem energischen Antritt nur hauchdünn. Ganz so kurzweilig, wie der Kick angefangen hatte, entwickelte er sich jedoch nicht weiter.

Paderborner regen sich über Alarios 1:0 (25.) auf

Es vergingen 20 ruhigere Minuten, ehe sich die Leverkusener plötzlich über die Führung freuen durften und sich die Paderborner über den Rückstand aufregen mussten. Denn kämen die in der RTL-Zentrale im benachbarten Köln beheimateten Videoassistenten nicht erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz, wäre dem 1:0 durch Lucas Alario vielleicht die Anerkennung versagt geblieben: Dem (im Abseits stehenden?) Argentinier fiel nach einem Zweikampf zwischen Bellarabi und Jamilu Collins der Ball vor die Füße. Dann behauptete sich der Stürmer am Fünfmeterraum gegen Luca Kilian und traf zur Führung (25.).

Cualy Souza zu überhastet

Die Doppelchance, die sich Bayer in Minute 39 zum 2:0 bot, kam hingegen auf reguläre Weise zustande. Doch zunächst scheiterte Kai Havertz an Huth und dann setzte Alario den Nachschuss weit über das Tor. Noch vor dem Seitenwechsel machte auch der SCP noch einmal auf sich aufmerksam. Der Brasilianer Cauly Souza agierte im letzten Akt eines vielversprechenden Konterangriffs aber zu überhastet, um erfolgreich abschließen zu können (40.).

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Wir haben ein Riesen-Spiel gemacht. Umso ärgerlicher ist es, dass wir verloren haben.

Sebastian Schonlau

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Weil die Leverkusener ihre ersten Möglichkeiten nach Wiederbeginn – Bellarabi (46.) und Alario (48.) – liegen ließen, blieb’s spannend und der Ausgleich in Reichweite. In der 68. Minute hatte Souza das 1:1 auf dem Fuß, zehn Minuten vor den Ende scheiterte Mamba im Eins-gegen-eins an Bayer-Keeper Lukas Hradecky. Von souverän war die Vorstellung des Favoriten längst weit entfernt. Aber letztlich genügte dem DFB-Pokalsieger von 1993 das eine Alario-Tor zum Weiterkommen. »Wir haben ein Riesen-Spiel gemacht. Umso ärgerlicher ist es, dass wir verloren haben«, lautete Sebastian Schonlaus Fazit.

Freitags geht’s zur TSG Hoffenheim

Viel Zeit, um sich über das Aus zu ärgern, bleibt dem SCP nicht. Am Freitag (20.30 Uhr) wird das Bundesligaschlusslicht in Sinsheim von der TSG Hoffenheim erwartet, die ihre Pokalpflicht am Dienstag mit dem 2:0 (0:0) bei Drittligist MSV Duisburg erfüllte.

Kommentare

Das macht Mut


Das war heute ein klasse Auftritt und macht Mut für die kommenden wichtigen Liga-Aufgaben. Gute Balance zwischen Defensive und Offensive - so wie zum ersten mal gegen Düsseldorf gesehen.

Weiter so!

Schade, der Ausgleich wäre verdient gewesen. Trotzdem sage ich, dass wenn es gelingt, die Leistung der 2. HZ dauerhaft abrufen zu können, steigen wir nicht ab!

2 Kommentare

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