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Di., 05.11.2019

SC Paderborn: Nach Strohdiek, Hünemeier und Gjasula trug jetzt Schonlau die Binde Zehn Spiele, vier Kapitäne

Paderborns vierter Kapitän: Gegen Hoffenheim (links Torschütze Jürgen Locadia) führte Sebastian Schonlau den SC Paderborn erstmals in Liga eins aufs Feld.

Paderborns vierter Kapitän: Gegen Hoffenheim (links Torschütze Jürgen Locadia) führte Sebastian Schonlau den SC Paderborn erstmals in Liga eins aufs Feld. Foto: imago

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Damit liegt Schlusslicht SC Paderborn ganz vorne: Kein anderer Bundesligist wurde an den ersten zehn Spieltagen von vier verschiedenen Kapitänen aufs Spielfeld geführt.

Beim SCP begann alles mit Christian Strohdiek. Der wurde am sechsten Spieltag im Heimspiel gegen die Bayern auf die Bank gesetzt und als Spielführer von Uwe Hünemeier abgelöst. Eine Woche später gegen Mainz blieb auch Hünemeier draußen und Klaus Gjasula bekam die Binde. Nachdem Gjasula beim ersten Saisonsieg gegen Düsseldorf seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte, musste am Freitag bei der TSG Hoffenheim der vierte Spielführer ran: Sebastian Schonlau.

Der hatte das Amt schon nach Gjasulas Auswechslung gegen Fortuna übernommen. Als weiteres Mannschaftsratsmitglied wäre dafür auch Torwart Leopold Zingerle in Frage gekommen, doch Teamchef Ole Siegel klärte danach auf: »Sebastian stand direkt neben Klaus. Wenn der die Binde bis zu Leo getragen hätte, hätte er vermutlich noch Gelb-Rot gesehen.«

 

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Hoffenheim hat den Ball laufen lassen, wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen.

Sebastian Schonlau

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Für Schonlau wurde es ein perfekter Tag, nachdem er zuvor den Treffer zum Endstand besorgt hatte. »Das waren Emotionen pur, ich wusste gar nicht, wohin mit meinem Energieschub. Am liebsten hätte ich mir das Trikot vom Leib gerissen«, sagte er später.

Die Startpremiere als Kapitän in Liga eins ging für das Eigengewächs mit dem 0:3 dagegen gründlich daneben. »Hoffenheim hat den Ball laufen lassen, wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und hatten keinen Zugriff«, sagte er unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Auf die Frage, ob das die Mannschaft nach ordentlichen Spielen gegen Düsseldorf und Leverkusen zurückwerfe, entgegnete der 25-Jährige: »Das weiß ich nicht. Fakt ist, dass diese Niederlage sehr weh tut und wir nicht zufrieden sein können. Wir haben schon gesehen, dass es funktioniert, wenn wir 100 Prozent auf den Platz kriegen, aber das frühe Gegentor hat uns das Genick gebrochen. Am Samstag gegen Augsburg stehen wir in der Pflicht, anders aufzutreten.«

Dann wieder mit Gjasula als Kapitän, denn der hat seine Sperre abgesessen und wurde gegen Hoffenheim als Stabilisator vor der Abwehr vermisst. Er kehrt zurück, daneben dürfte es weitere Veränderungen geben und nicht erst zur Pause wie in Sinsheim, als Steffen Baumgart das Duo Mo Dräger und Cauly Oliveira Souza durch Laurent Jans und Streli Mamba ersetzte. »Das hatte nichts mit den beiden zu tun, ich hätte auch zwei andere rausnehmen können«, sagte er. Der SCP-Trainer hatte bei der schwachen Kollektivleistung freie Auswahl und kann nur hoffen, dass ihm das Aussuchen gegen Augsburg schwerer fällt.

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