>

Do., 07.11.2019

Paderborns Präsident Volkmann stärkt Trainer Klares Bekenntnis zu Baumgart

Keine Zweifel: Manager Martin Przondziono (links) ist von der Arbeit seines Trainers Steffen Baumgart überzeugt.

Keine Zweifel: Manager Martin Przondziono (links) ist von der Arbeit seines Trainers Steffen Baumgart überzeugt. Foto: Guido Kirchner/dpa

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Grauer Himmel, leichter Regen – es ist ungemütlich in Paderborn. Die mageren vier Punkte nach zehn Spieltagen drücken auch ein wenig die Stimmung rund um den SCP. Mehr aber nicht. »Bei uns läuft niemand herum und verbreitet Hektik. Wir wissen, wer wir sind. Wir wissen auch, wo wir herkommen«, sagt Elmar Volkmann.

Der 73-Jährige ist Vereinspräsident, in Personalunion auch Vorsitzender des Wirtschaftsrates und damit der mächtigste Mann im Verein. Bei Fragen um die sportliche Situation blockt der Steuerberater lieber ab, in einem Punkt wird Volkmann dann aber doch sehr deutlich: »Ich kann mir überhaupt kein Szenario vorstellen, in dem wir unseren Trainer Steffen Baumgart infrage stellen.« Das sei im Übrigen ohnehin Sache der sportlichen Leitung, Raum für Spekulationen lässt aber ebenso Manager Martin Przondziono nicht.

Sein Bekenntnis zu Baumgart vor dem Kellerduell am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gegen den FC Augsburg formuliert er so: »Im Fußball gibt es keinen Freifahrtschein. Aber solange ich erkenne, dass wir uns gemeinsam alle entwickeln, und hier ist der Trainer ein ganz wichtiger Bestandteil, führe ich diese Diskussion nicht.«

Marktwert enorm entwickelt

Wobei auch Rang 18 dem eigentlichen Ziel des Vereins nicht unbedingt entgegensteht: dauerhaft ein Platz unter den besten 30 Mannschaften in Deutschland. Darum geht es Baumgart, und deshalb trägt er die Vereinspolitik auch mit: »Wir werden mit aller Macht versuchen, die Liga zu erhalten. Aber in erster Linie geht es nicht um den Klassenerhalt, entscheidend ist es, den Fußball-Standort Paderborn zu sichern.« Worauf Baumgart anspielt, ist der Absturz zwischen 2015 und 2017: »Der SC Paderborn ist ein gebranntes Kind. Deshalb war jetzt der Schuldenabbau wichtig.«

Perspektiven sieht der Fußballlehrer dennoch. Der Marktwert der Mannschaft habe sich enorm entwickelt, die fünf Nationalspieler im Kader seien ein guter Beleg. Mit Sebastian Vasiliadis (Griechenland) und Christopher Antwi-Adjei (Ghana) könnten weitere folgen. »Das zeigt, welche Entwicklung unser Verein nimmt.«

Ritter fehlt im Training

Die kommenden Länderspielreisen seiner Schützlinge beeinflussen auch die folgende Trainingswoche, ebenso die Erfahrungen aus der vergangenen Pause. Da gefielen Baumgart die Platzbedingungen in Lohfelden beim 3:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden nicht, der SCP absolviert diesmal nur am 13. November in Lippstadt einen Test gegen eine Warsteiner-Auswahl (bis Landesliga). »Wir konzentrieren uns auf das Training«, sagt Baumgart. Da fehlt weiter Marlon Ritter. Ein »Einriss im Leistenbereich« macht dem 25-Jährigen zu schaffen, eine Prognose wagt Baumgart nicht: »Wir haben da alle zu schnell zu viel gewollt. Jetzt passen wir besser auf und nehmen uns mehr Zeit.«

Nur trainieren darf Babacar Gueye: Der Stürmer sah bei einem U21-Spiel die Rote Karte und wurde für drei Spiele gesperrt. Nach einem SCP-Protest wurde die Sperre um eine Partie reduziert, der 24-Jährige bleibt aber bis zum Spiel in Dortmund ohne Einsatz.

Kommentare

Der beste Trainer bislang


Steffen Baumgart ist für mich der beste Trainer, den wir hier bislang beim SCP hatten.

Der SCP sollte an ihm festhalten und - wenn es denn so kommt - auch mit ihm in die 2te Liga gehen. So wie Freiburg mit Streich.

Vorausgesetzt natürlich, daß Steffen Baumgart in PB bleiben möchte. Er wird auf so einigen Zetteln namhafter Verine stehen. Von daher kann sich der SCP glücklich schätzen, so lange er hier bleibt.

Tradition bringt keine Punkte

Ich glaube auch,dass dem SCP diese Haltung gut tut. Kein Verständnis habe ich für den Boykott und die Ablehnung zum Thema Kooperation mit RB Leipzig. Sportlich hätte es dem SCP sicher gut getan. Tradition bewahren und fortschrittlich denken. Der SCP wäre nicht der erste Verein der solche Chancen nutzt.

Vernunft regiert

Das einzige, was beim SCP aktuell nicht stimmt sind die Ergebnisse. Das ist natürlich schade, war aber so zu erwarten. Es ist wirklich schön zu sehen, dass im Verein alle geerdet sind und die Lage super einzuschätzen wissen. Wir blicken in eine gute Zukunft, egal ob nächste Saison Liga 1 oder 2.
Jetzt gilt es natürlich die Mannschaft sportlich für nächste Saison aufzustellen und zweigleisig zu planen. Das wird schwierig, Mo Dräger dürfte teuer werden, oder gar nicht zu halten sein. Er würde aber vielleicht auch mit uns in Liga 2 gehen wollen.

3 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7047721?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F