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So., 10.11.2019

0:1-Niederlage gegen Augsburg Paderborner Schiri-Wut und Trotz: Glaube an Offensivspiel bleibt

Restlos bedient: Die SCP-Spieler Sebastian Schonlau (links) und Streli Mamba nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg.

Restlos bedient: Die SCP-Spieler Sebastian Schonlau (links) und Streli Mamba nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn (WB/dpa). Paderborns Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono gab sich keine Mühe, seine Wut zu verstecken. »Man kann ja einen Fehler machen als Schiri, aber wenn mir der vierte Offizielle – und das muss man echt mal in die Öffentlichkeit bringen – sagt, ‘dann spielt ihr Blinden doch besser Fußball’ in der Halbzeit, wenn der vierte Offizielle das zu mir sagt, dann ist jetzt das Maß voll«, polterte der 50-Jährige.

Dann stampfte Przondziono ohne weitere Erklärungen zur Leistung des Tabellenletzten beim 0:1 gegen den FC Augsburg davon. Der DFB äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen gegen Martin Thomsen, der Kontrollausschuss könnte jedoch ermitteln. Der »Fehler« war aus Przondzionos Sicht die Anerkennung des Augsburger Tores durch Philipp Max per Freistoß. Przondziono kritisierte, dass ein Augsburger Spieler beim Siegtor der Gäste am Samstag verbotenerweise in der Mauer gestanden habe.

SCP-Trainer sucht nicht nach Ausreden

Die Szene wurde nicht vom Video-Assistenten begutachtet – und das regte SCP-Trainer Steffen Baumgart auf. Ihm ging es weniger um die Entscheidung an sich, sondern darum, dass eine spielentscheidende Szene nicht überprüft worden sei. »Die sollen aufhören, die Leute zu verscheißern – mehr nicht«, forderte der 47-Jährige.

Als Ausrede für die Niederlage wollte er die Situation allerdings nicht hernehmen, schließlich habe auch seine Mannschaft Fehler gemacht . Unnötige Ballverluste und zu wenig Durchsetzungskraft im Strafraum verhinderten, dass der SCP trotz mal wieder ordentlicher Spielanlage nach dem Rückstand doch noch zurückkam. Am Tabellenende wird es für den Aufsteiger nun immer düsterer.

Wenig Grund zur Hoffnung

Der Relegationsplatz ist bereits fünf Punkte entfernt und auch die Bilanz gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf gibt wenig Grund zur Hoffnung: Gegen die drei vor den Ostwestfalen platzierten Teams, den 1. FC Köln, den FSV Mainz 05 und Augsburg, hat der SCP schon gespielt. Die Bilanz: Drei Niederlagen, 1:6 Tore. Aufgeben gilt trotzdem nicht: »Wir werden immer, immer weiter machen, da gibt es keine Zweifel«, sagte Abwehrspieler Sebastian Schonlau und versprach vor der nun anstehenden Länderspielpause, dass sich das Team weiter »voll reinhängen« werde.

»Gas geben und weitermachen« sei die erste Pflicht seiner Mannschaft, sagte auch Baumgart, der an der offensiven Spielweise des SCP festhalten will. »Der Glaube an den Fußball, den wir spielen, ist geblieben«, sagte er. »Wir müssen uns weiter den Berg hocharbeiten.«

Was die Paderborner noch schaffen wollen, gelang dem FCA. Das Team von Coach Martin Schmidt, auf den der Druck nun etwas kleiner wird, verließ durch den Sieg die Abstiegszone. Der FCA, allen voran Siegtorschütze Max und der starke Keeper Tomas Koubek, der auch vom Elfmeterpunkt von Paderborn Klaus Gjasula nicht zu bezwingen war, holte sich Sicherheit und Selbstvertrauen. »Das kann einen Schub für die nächsten Spiele geben«, sagte Max. In denen geht es gegen Hertha BSC, Köln und Mainz und damit um die nächsten Bigpoints im Abstiegskampf.

Kommentare

Spiel : Paderborn-Augsburg

Da eine Vidiokontrolle bei dem Freistosstor der Augsburger nicht erfolgte, ist es eine ungerechte Entscheidung gegenüber dem Paderborner Spielausgang!!!

1 Kommentare

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