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Mo., 11.11.2019

Nach Jamilu Collins vergibt auch Kapitän Klaus Gjasula einen Elfmeter Der nächste Fehlschuss

Kapitän Klaus Gjasula nimmt Abdelhamid Sabiri den Ball ab, tritt zum Elfmeter an und verschießt.

Kapitän Klaus Gjasula nimmt Abdelhamid Sabiri den Ball ab, tritt zum Elfmeter an und verschießt. Foto: Jörn Hannemann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Es war die größte Gelegenheit für den SC Paderborn 07, die frühe Möglichkeit, sich den Lohn für die starke Startphase im Kellerduell mit Augsburg abzuholen. Nach einem Foul von Raphael Framberger an Streli Mamba zeigte Schiedsrichter Marco Fritz bereits in der sechsten Minute auf den Punkt: Elfmeter für den SCP. Der zweite in dieser Saison. Versuch Nummer eins hatte Jamilu Collins im Heimspiel gegen Mainz 05 vergeben. Statt kurz vor Schluss (79.) auf 2:2 zu stellen, war es beim 1:2 geblieben – und auch dieses Mal veränderte sich am Spielstand nichts.

Kapitän Klaus Gjasula übernahm die Verantwortung, erinnerte bei seinem Trippel­anlauf leicht an den Italiener Simone Zaza, der im EM-Viertelfinale 2016 gegen Deutschland so unvergesslich spektakulär verschossen hatte, und scheiterte ebenfalls. FCA-Keeper Tomas Koubek wehrte den dürftigen Versuch relativ problemlos ab.

Sabiri fühlt sich sicher

»Ich laufe immer ein bisschen langsam an, um zu sehen, was der Torwart macht. Aber der Augsburger hat auf der Linie ein bisschen herumgehampelt und mich so aus dem Konzept gebracht«, sagte der Fehlschütze, der sich anschließend von keinem seiner Mannschaftskollegen einen Vorwurf gefallen lassen musste. »Ich kenne Klaus eigentlich als sicheren Schützen. Mit so einem Elfmeter ist das aus meiner Sicht wie mit einem Fehlpass. Das macht ja niemand mit Absicht«, sagte Torwart Leopold Zingerle.

Direkt nach dem Elfmeterpfiff hatte zunächst Abdelhamid Sabiri den Ball in der Hand und ebenfalls die Bereitschaft signalisiert, diese richtungsweisende Aufgabe lösen zu wollen. Aber seiner Position als Mannschaftsführer entsprechend, nahm Gjasula dem Angreifer das Spielgerät ab: »Hamid hat gesagt, dass er sich sicher fühlt. Ich habe gesagt, dass ich mich auch sicher fühle und das Ding schon reinhaue. Leider hat’s nicht geklappt. Das ist natürlich sehr ärgerlich, denn Augsburg hätte sich bestimmt nicht beschweren dürfen, wenn wir nach der ersten Viertelstunde mit 2:0 geführt hätten.«

Unglücklicher Auftritt von Gjasula

Nach dem Fauxpas des Nigerianers Collins hatte Trainer Baumgart den Albaner Gjasula als Schützen festgelegt und stand zu dieser Entscheidung auch, als der nächste Strafstoß lange vergeben war: »Klaus hat in den vergangenen zwei Wochen im Training viel geübt und bestimmt 30 Elfmeter verwandelt. Leider ist der 31. heute nicht reingegangen.« Gjasulas persönliche Elfmeterbilanz ist noch immer besser als die des SCP in dieser Bundesliga-Saison, liest sich jedoch weniger beeindruckend als seine Trefferquote im Training. Sieben verwandelten Elfmetern in den Trikots des Drittligisten Hallescher FC und Viertligisten Kickers Offenbach steht seit Samstag ein fünfter missglückter Versuch gegenüber.

Rückblickend war es der frühe Fingerzeig für einen insgesamt wenig beneidenswerten Auftritt des Helmträgers. Schließlich war es auch der zweimalige Nationalspieler, der mit einem Fehlpass und einem Foul den viel diskutierten Freistoß ermöglichte, aus dem Augsburgs Philipp Max das einzige Tor des Tages machte.

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