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Mo., 02.12.2019

Kommentar zum SC Paderborn Fünf Punkte bleiben fünf Punkte

Paderborns Spieler nach dem 2:3 gegen Leipzig in der Benteler-Arena.

Paderborns Spieler nach dem 2:3 gegen Leipzig in der Benteler-Arena. Foto: Thomas F. Starke

Von Elmar Neumann

Es wirkt wenig nachvollziehbar, dass die Benteler-Arena auch in einem Heimspiel gegen einen Champions-League-Achtelfinalisten nicht ganz gefüllt ist. Aber die Fans, die sich das eigentlich ungleiche Duell zwischen dem bereits etwas abgeschlagenen Abstiegskandidaten und dem Titelanwärter aus Leipzig live im Stadion ansahen, bewiesen wieder einmal ein feines Gespür dafür, was für diesen Ligaletzten möglich zu sein scheint und was nicht.

Statt auf den frühen 84-Sekunden-Doppelpack und das wenig später folgende 0:3 mit Unmutsäußerungen oder Pfiffen zu reagieren und den angeschlagenen Außenseiter weiter zu verunsichern, gab’s von den Rängen ausschließlich den Rücken Stärkendes. So hatte auch der Paderborner Anhang einen entscheidenden Anteil daran, dass der mit einer ihresgleichen suchenden Mentalität versehene Aufsteiger aus einem zunächst drohenden Desaster doch noch eine packende Partie machen konnte.

Aber selbst wenn die Verbindung zwischen Mannschaft und Fans bis zum letzten Spieltag so bemerkenswert bleiben sollte, fällt es nach der 13. von 34 Begegnungen stetig schwerer, dem SCP im Abstiegskampf noch eine Chance zuzusprechen. Natürlich sind sechs Punkte Rückstand bei noch 63 zu vergebenden nichts, was nicht aufholbar klingt, doch immer nur nah dran bedeutet irgendwann eben auch weit weg.

Phasenweise oder, wie nun vor der Pause in Dortmund und nach der Pause gegen Leipzig, auch Halbzeiten lang, weiß die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart ihre Power, Leidenschaft und Emotionen auf den Platz zu bringen und zugleich die Zahl der individuellen Fehler gering genug zu halten. Vor allem die Ergebnisse gegen die vier deutschen Champions-League-Vertreter (2:3 gegen Bayer Leverkusen, Bayern München und RB Leipzig sowie 3:3 gegen Borussia Dortmund) lesen sich keineswegs wie die eines überforderten Underdogs, aber die Zahlen, die tatsächlich zählen, sprechen eine andere Sprache.

Fünf Punkte bleiben nur fünf Punkte.

Und wenn sich daran auch mit den nun folgenden Partien gegen den SV Werder Bremen und den ungleich stärker gestarteten Mitaufsteiger Union Berlin nichts ändern sollte, ist endgültig jedem klar, was in dieser Saison möglich ist und was nicht.

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