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Di., 03.12.2019

Paderborns Dauerbrenner Vasiliadis ist verletzt, will aber bis Weihnachten durchhalten Unverzichtbar

Robust: Sebastian Vasiliadis (hier gegen Konrad Laimer) ging auch gegen Leipzig keinem Duell aus dem Weg.

Robust: Sebastian Vasiliadis (hier gegen Konrad Laimer) ging auch gegen Leipzig keinem Duell aus dem Weg. Foto: Thomas F. Starke

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Paderborns Bundesliga-Kader umfasst 29 Profis. Es gibt aber Positionen, da hat Steffen Baumgart eigentlich keine Auswahl. Im zentralen Mittelfeld ist Sebastian Vasiliadis einer, den der SCP im Moment nicht ersetzen kann.

Der 22-Jährige geht die weitesten Wege, läuft die größten Löcher zu und ist bei seiner Zweikampfstärke auch ein wichtiger Abräumer vor der Abwehr. Das ist bekannt, Zahlen belegen das auch: Vasiliadis kommt nach 13 Spieltagen auf eine Laufleistung von 148,6 Kilometern und gehört damit zu den Top fünf der 1. Liga. Die Nummer zwei im SCP-Kader ist sein Nebenmann Klaus Gjasula mit 137,7 Kilometern. Der Führende in der Laufstatistik ist Joshua Kimmich von Meister Bayern München, der 157,3 Kilometer verbucht. Auch bei den gewonnenen Zweikämpfen nimmt Vasiliadis mit 137 eine führende Rolle ein und liegt auf Gesamtplatz 18. Überragend ist beim SCP Jamilu Collins, der als Fünfter bislang 166 Duelle für sich entschied.

Kräfteverhältnis in der Bundesliga

„Bis Weihnachten wird leider hinter jedem Einsatz von Vasi ein Fragezeichen stehen“, wies Baumgart am Samstag nach dem 2:3 gegen RB Leipzig noch einmal auf die Verletzung des künftigen griechischen Nationalspielers hin. Die rechte Leiste schmerzt seit dem Auswärtspunkt (3:3) in Dortmund. „Normalerweise müssten wir ihm jetzt absolute Ruhe gönnen, aber er ist zu wichtig für unser Spiel“, sagte Baumgart und fügte hinzu: „Vasi ist mit viel Ehrgeiz bei der Sache und will das Ding bis Weihnachten durchziehen. Unsere Aufgabe ist es nun, ihn Woche für Woche fit für das Spiel zu bekommen.“

Das ist das erklärte Ziel, dann wurde der Trainer aber nachdenklich: „Die Dortmunder bringen in der Pause drei Leute, die bei uns alle Stammspieler wären. Leipzig kann sich erlauben, gleich vier gestandene Profis zuhause zu lassen. Und wir sind froh, wenn Vasi auf dem Platz steht.“ Das sagt in der Tat einiges über das Kräfteverhältnis in der Bundesliga aus, ändern kann Baumgart da aber nichts. Wobei sich der angeschlagene Vasiliadis gegen die Sachsen nichts anmerken ließ und erneut eine sehr ordentliche Leistung ablieferte.

Was danach kommt, ist aber noch völlig unklar. Vasiliadis könnte im schlimmsten Fall in der Winterpause eine Operation drohen. Verläuft die gut, würde er nur zwei Wochen ausfallen und könnte bis zum Rückrundenstart am 19. Januar gegen Bayer Leverkusen wieder fit sein. Genauso sieht übrigens der Plan von Münchens Torjäger Robert Lewandowski aus. Auch der hat Leistenprobleme, auch der will bis zu Pause durchspielen. Baumgart hält sich da mit Kommentaren zurück: „Ich kenne nicht die Diagnose von Lewandowski. Ich weiß auch nicht, was mit Vasi in drei Wochen ist. Wir schauen auf das nächste Spiel, und das findet in Bremen statt.“

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