SC Paderborn gewinnt 2:1 gegen Eintracht Frankfurt
Neue Hoffnung im Abstiegskampf

Paderborn (WB). Tabellenschlusslicht, zwölf Punkte auf dem Konto: Bundesligist SC Paderborn überwintert mit einer ziemlich desolaten Bilanz. Zum Hinrundenabschluss aber gibt es neue Hoffnung im Abstiegskampf.

Sonntag, 22.12.2019, 19:59 Uhr aktualisiert: 22.12.2019, 20:42 Uhr
Torschütze Abdelhamid Sabiri (Mitte ‘19) freut sich über seinen Treffer zum 1:0 für die Paderborner. Foto: Thomas F. Starke
Torschütze Abdelhamid Sabiri (Mitte ‘19) freut sich über seinen Treffer zum 1:0 für die Paderborner. Foto: Thomas F. Starke

Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart besiegte in der seit dem 15. September (1:5 gegen Schalke 04) erstmals wieder ausverkauften Benteler-Arena Eintracht Frankfurt mit 2:1 (2:0). Paderborn holte in den vergangenen vier Spielen sieben Punkte, der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt drei Zähler. Frankfurt verlor die dritte Partie in Folge.

Baumgart nahm gegenüber dem 0:2 am vergangenen Mittwoch bei Borussia Mönchengladbach drei personelle Änderungen vor. Abdelhamid Sabiri ersetzte den gelb-gesperrten Sebastian Vasiliadis, auch Ben Zolinski und Christopher Antwi-Adjei rückten anstelle von Sven Michel und Gerrit Holtmann in die Startelf.

Als Letzter in die Weihnachtspause

17. Spieltag: SC Paderborn vs. Eintracht Frankfurt (2:1)

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Schon vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Markus Schmidt stand fest, dass der SCP als Letzter in die kurze Weihnachtspause (Trainingsauftakt im neuen Jahr ist am 2. Januar) gehen wird, da Düsseldorf im ersten Sonntagsspiel am Nachmittag Union Berlin mit 2:1 besiegt hatte. Somit zog die Fortuna an Werder Bremen vorbei auf Rang 16. Die Paderborner spielten aber nicht wie ein Absteiger und hatten durch Kai Pröger (5.) und Antwi-Adjei (7.) die ersten Möglichkeiten.

Kurz danach war es dann Sabiri, der ungestört durchs Mittelfeld spazieren durfte und Frankfurts Keeper Felix Wiedwald mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze keine Abwehrchance ließ. Ein ähnlicher Kunstschuss war Sabiri schon Ende Oktober beim 1:0-Führungstreffer gegen Düsseldorf gelungen. Der Vorsprung gegen Frankfurt war verdient, Paderborn das giftigere und entschlosseneres Team. Dann die 18. Minute: Nach einem Handspiel von Luca Kilian entschied Schmidt zunächst auf Elfmeter, wurde aber aus Köln von Videoassistent Dr. Robert Kampka korrigiert und gab nur Freistoß, weil das Vergehen des Paderborners bei der Flanke von Filip Kostic kurz vor dem Strafraum erfolgt war. Die erste Gelegenheit für die Hessen vergab anschließend Mijat Gacinovic (24.), der am langen Eck vorbeischoss.

Doppelchance zum 2:0 in der 35. Minute

Die Eintracht war jetzt ebenbürtig, dennoch hatte Paderborn in der 35. Minute die Doppelchance zum 2:0: Erst scheiterte Pröger an Wiedwald, den Nachschuss setzte Antwi-Adjei auf die Tribüne. In der 41. Minute war es aber soweit und wieder gab es eine Kopie aus dem Düsseldorf-Spiel. Freistoß Pröger, Kopfball Sebastian Schonlau, 2:0. Die Frankfurt-Fans skandierten wütend: „Wir wollen euch kämpfen sehen.“ Kurz vor der Pause kam es zum zweiten Videobeweis, doch es blieb dabei: kein Elfmeter, nachdem sich Schonlau den Ball selbst an die Hand geschossen hatte. In der Nachspielzeit verpasste Gacinovic das Anschlusstor bei Freistoß nur ganz knapp.

In der Pause brachte Gästetrainer Adi Hütter mit da Silva einen zusätzlichen Angreifer. Zunächst aber hatte Streli Mamba das 3:0 auf dem Fuß, Wiedwald parierte jedoch (50.). Fünf Minuten später zirkelte Sabiri einen Freistoß aufs Tor, Sekunden später scheiterten Mamba und Zolinski freistehend: Der SCP war dem 3:0 näher als die Eintracht dem 2:1, hätte schon alles klarmachen können. Stattdessen kamen die eigentlich schon geschlagenen Gäste durch Bas Dost noch einmal heran (72.). Doch am Ende jubelten die Paderborner, die zum Rückrundenauftakt am 19. Januar gegen Bayer Leverkusen auf Jamilu Collins verzichten müssen. Der Nigerianer sah die fünfte Gelbe Karte und ist gesperrt.

Statistik

SC Paderborn : Zingerle - Jans, Kilian, Schonlau, Collins - Gjasula, Sabiri - Pröger (86. Hünemeier), Antwi-Adjej - Mamba (66. S. Michel), Zolinski (79. Oliveira Souza)

Eintracht Frankfurt : Wiedwald - Chandler, Hasebe, Falette, N´Dicka - Kohr (65. Sow), G. Fernandes (46. A. Silva) - da Costa, Gacinovic (76. Kamada), Kostic - Dost

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart) - Zuschauer: 15000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Sabiri (9.), 2:0 Schonlau (41.), 2:1 Dost (72.)

Gelbe Karten: Sabiri (2), Collins (5), S. Michel (2) / G. Fernandes (3)

Beste Spieler: Sabiri, Pröger / Dost

 

Kommentare

Elsener  schrieb: 22.12.2019 22:53
Neue Hoffnung

Danke, Jungs für diesen ultrawichtigen Sieg!

Die Tabelle im Keller ist eng. Da kann noch so viel gehen.

Feiert schön, erholt euch und dann legt wieder los - mit heißem Herz und kühlem Kopf.
1 Kommentare
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