Die Erwartungen an Paderborns Rückkehrer Dennis Srbeny sind groß – Mit Video
Eine tragende Rolle

Paderborn (WB). Den Verein und die Plätze kannte er schon, die meisten Trainer und Spieler auch. Selbst bei der Witterung musste sich Paderborns Rückkehrer Dennis Srbeny in seinem ersten Training an alter und neuer Wirkungsstätte nicht umgewöhnen. Denn die war am Donnerstagmorgen in Ostwestfalen very british. Es regnete. Ununterbrochen. Das passte nicht nur zum 34. Geburtstag des ehemaligen England-Legionärs Uwe Hünemeier, sondern auch zum neuen Stürmer. „Das Wetter habe ich mitgebracht“, scherzte Srbeny.

Freitag, 10.01.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 11.01.2020, 07:46 Uhr
Dennis Srbeny (Zweiter von links) packte schon bei der ersten Trainingseinheit mit an. Foto: Oliver Schwabe
Dennis Srbeny (Zweiter von links) packte schon bei der ersten Trainingseinheit mit an. Foto: Oliver Schwabe

Fähigkeiten während 105 Minuten angedeutet

Den SCP und vor allem Chefcoach Steffen Baumgart interessieren aber vor allem die fußballerischen Fähigkeiten des 25-Jährigen, die dieser schon in der 105 Minuten dauernden Premiereneinheit andeutete. „Dennis hatte bei Norwich City keine Winterpause, das merkt man. Er ist voll drin und macht einen guten Eindruck“, freute sich Baumgart und erklärte anschließend genau, warum er Srbeny wollte: „Er ist exakt der Stürmer, den wir gesucht haben – ein Ankerspieler, der vorne die Bälle hält, aber gleichzeitig und trotz seiner Körpergröße sehr beweglich ist. Das macht unser Offensivspiel variabler.“

Comeback gegen Hannover 96 am Samstag

Kein Wunder, dass Baumgart es kaum abwarten kann, Srbeny zum ersten Mal wieder im SCP-Trikot zu sehen. Am Samstag im letzten Test bei Hannover 96 wird es soweit sein. Sollte die Spielberechtigung bis dahin noch fehlen, würde Srbeny mit einer Gastspielgenehmigung auflaufen. „Dennis wird auf jeden Fall spielen“, legt sich Baumgart fest. Das gilt auch für Sebastian Vasiliadis, der nach seiner Leistenoperation das komplette Programm absolvierte. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Rifet Kapic, der beim 4:3-Sieg am Mittwoch gegen Zweitligist VfL Osnabrück einen Schlag auf die Hüfte bekommen hat und teilweise aussetzen musste.

Gueye wohl im Osnabrücker Fokus

Definitiv nicht mit dabei sein wird Babacar Gueye. Für den abwanderungswilligen Senegalesen, der über Knieprobleme klagt, liegt nach Informationen dieser Zeitung unter anderem eine lose Anfrage aus Osnabrück vor. Umgekehrt soll der SCP für die neue Saison an Amara Condé von RW Essen interessiert sein.

Gueyes Chancen in Paderborn sind nach der Verpflichtung Srbenys weiter gesunken. Derweil versuchen die Beteiligten, die Euphorie einzudämmen, auch wenn Srbeny selbst sagt: „Ich weiß, dass die Erwartungen groß sind.“ Baumgart hingegen betont: „Wir erwarten von Dennis keine Wunder und auch nicht, dass er in der Rückrunde zehn Tore schießt. Er hat in seinem ersten halben Jahr bei uns auch viele Treffer vorbereitet. Das ist genauso wichtig.“

Srbeny hat aus Norwich „sehr viel mitgenommen“

Damals, in der Hinrunde 2017/2018, spielte der SCP noch in Liga drei und auch wenn Srbeny auf der Insel wenig Einsätze hatte, sieht er sich und die Mannschaft für den Abstiegskampf in der Bundesliga gerüstet: „Ich bin fit und gereift, habe aus der Zeit bei Norwich sehr viel mitgenommen. Ich habe einige Spiele von Paderborn gesehen, der SCP war meine erste Option. Die Mannschaft hat wenig Punkte, aber viel Qualität. Ich bin zuversichtlich, dass ich hier helfen kann, das große Ziel Klassenerhalt zu erreichen.“

Als gutes Omen sieht es Srbeny, dass seine alte Rückennummer 18 frei war. Jetzt fehlt zum Glück nur noch, dass er eine Wohnung für sich und seine langjährige Freundin Farina findet, damit die Fernbeziehung ein Ende hat.

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