Leipzigs Vize-Kapitän zieht’s in die Serie A – Arminias Manager Arabi: „Schönes Zubrot“
Demmes Wechsel nach Neapel: SCP und DSC kassieren mit

Leipzig/Bielefeld/Paderborn (dpa/WB). Vize-Kapitän Diego Demme verlässt den Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig und wechselt – wie berichtet – zum italienischen Fußball-Erstligisten SSC Neapel. Der Klub aus der Serie A hieß den 28 Jahre alten Mittelfeldspieler am Samstag via Twitter willkommen. „Benvenuto Diego!“, schrieb Präsident Aurelio De Laurentiis. Die Ablöse für den einmaligen Nationalspieler soll bei zwölf Millionen Euro liegen.

Sonntag, 12.01.2020, 17:37 Uhr aktualisiert: 12.01.2020, 17:46 Uhr
Diego Demme im Trikot des DSC Arminia. Foto: Thomas F. Starke
Diego Demme im Trikot des DSC Arminia. Foto: Thomas F. Starke

Im Januar 2014 war der gebürtige Herforder für 350.000 Euro vom SC Paderborn nach Leipzig gewechselt. Vom Wintertransfer des dienstältesten Spielers der Sachsen profitieren den Fifa-Statuten zufolge sowohl der SCP als auch Arminia Bielefeld. Beide OWL-Klubs sind Ausbildungsvereine Demmes. Arminia – Demmes sportliche Heimat von Sommer 2004 bis Januar 2012 – stehen bei einer Ablöse von zwölf Millionen Euro rund 350.000 Euro zu. Der SC Paderborn darf mit etwa 120.000 Euro rechnen. Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi sagte: „Das Geld ist natürlich ein schönes Zubrot. Aber wir werden es nicht direkt wieder ausgeben.“

In der Hinrunde der laufenden Saison war der Defensiv-Spezialist gesetzt. Mit der Rückkehr des lange verletzten Tyler Adams hätten sich Demmes Chancen auf Einsätze in der Rückrunde allerdings verringert. Neapel wird von Demmes Idol Gennaro Gattuso trainiert, zudem stammt sein Vater Enzo aus Kalabrien. Seinen Winterurlaub hatte Demme bereits zum Teil in Neapel verbracht.

Die sechs erfolgreichen Jahre in Leipzig ermöglichten es ihm nun, „meinen absoluten Kindheits- und Lebenstraum zu erfüllen“, wird Demme in einer Mitteilung zitiert.

Kommentare

michix2  schrieb: 12.01.2020 18:51
Unverständnis für die ostwestfälische Hausfrau Samir Arabi
1.) Arminia hat die mit ihrem Budget nicht planbare und damit vielleicht einzigartige Chance auf den Aufstieg in die 1. Liga.
2.) Zum Ende der Hinrunde wirkte die Mannschaft, in der im Ligavergleich nur sehr wenig rotiert wird, körperlich müde. Nur 1 Sieg aus den letzten 5 Spielen belegt das. Die geringe Rotation ist Folge eines Kaders, dem die Tiefe fehlt. Ab Kaderplatz 14 oder 15 fällt die Qualität deutlich ab.
Müsste man daraus nicht eigentlich den Schluss ziehen, die verfügbaren Mittel, mindestens die 350.000 Euro aus dem Demme-Transfer, in diesem Winter in die Mannschaft zu investieren, um die Kaderqualität und -tiefe zu erhöhen und damit Kraft bis zum Ende der Saison zu haben und nicht wie in der Hinrunde zum Ende platt zu sein?
Eine solide Finanzpolitik wollen alle. Aber eine vielleicht einmalige Chance zum Aufstieg sollte genutzt werden und dafür braucht es Investitionen in die Mannschaft jetzt. Das größte Risiko aktuell lautet: NICHT zu investieren und sparsam wie eine ostwestfälische Hausfrau zu wirtschaften. Die grosse Chance zum Aufstieg darf nicht verspielt werden durch ein zu ängstliches Management. Unerheblich ist dabei die oft bemühte Formel: "Wir müssen nicht aufsteigen." Entscheidend ist vielmehr die Denkweise: "Wir können JETZT aufsteigen und in Zukunft vielleicht (so schnell) nicht mehr."
1 Kommentare
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